Was gesunde Ernährung tatsächlich ausmacht

Himbeeren in Schale

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Es ist zwar keine bahnbrechend neue Erkenntnis, dass mehr Obst, Gemüse und Nüsse der Gesundheit zuträglich sind. Doch vielleicht hilft die wiederkehrende Bestätigung wie durch diese aktuelle Studie dabei, dass immer mehr Menschen gesunde Lebensmittel in ihrem Alltag integrieren.

Mercedes Sotos-Prieto et al. wollten wissen, wie sich die inzwischen altbewährten Ess-Weisheiten Fisch statt Fleisch und Zuckerreduktion über die Jahre auf das Sterberisiko auswirken. Dazu analysierte sie die Ernährungsgewohnheiten und insbesondere deren Änderungen von knapp 74.000 Angehörigen eines Gesundheitsberufes. Sie bewerteten die Ergebnisse nach 3 unterschiedlichen Scores: zum einen einem Gesund-Essen-Index, einem mediterranen Index sowie einem Ernährungsindex, der das Absenken des Bluthochdruckes zum Ziel hat.

Merklich gesündere Ernährung: Sterberisiko sinkt signifikant

So zeigte sich, dass eine merklich gesündere Ernährung (20-Perzentil-Verbesserung der Scores) die Gesamtsterblichkeit über einen Zeitraum von 12 Jahren senkte. Insgesamt sank die Sterblichkeit zwischen 8-17%. Folgerichtig sank das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen zwischen 7-15%. Im Gegensatz dazu erhöhte eine ungesündere Ernährung die Sterblichkeit um 6-12%. Die Autoren fanden eine „dosisabhängige“ Beziehung zwischen Essgewohnheiten und Gesamtsterblichkeit: je konsequenter die Teilnehmer sich gesund ernährten, desto mehr sank ihre Sterblichkeit.

Quelle: N Engl J Med July 2017; 377:143-153

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