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Triple-negativer Brustkrebs: Andere Therapie, besseres Überleben

In der adjuvanten Situation bekommen Patientinnen mit triple-negativem, operablem Brustkrebs in China eine Kombination aus Zyclophosphamid, Epirubicin und Fluorouracil gefolgt von Docetaxel. Ke-Da Yu und Kollegen wollten wissen, ob die Kombination aus Paclitaxel und Carboplatin in der Andjuvanz ein ebenso gutes Ergebnis im Langzeitüberleben liefern kann.

Dafür randomisierten die Wissenschaftler 647 Patientinnen mit triple-negativem, operablem Brustkrebs zu zwei verschiedenen adjuvanten Therapien. 322 Patientinnen bekamen die Standard-Therapie, bestehend aus drei Zyklen mit 500 mg/m² Zyclophosphamid, 100 mg/m² Epirubicin und 500 mg/m² Fluorouracil und im Anschluss drei Zyklen 100 mg/m² Docetaxel. Diese CET-F-Gruppe) verglichen die Forscher mit 325 Probandinnen, die sechs Zyklen mit 80 mg/m² Paclitaxel und Carboplatin bekamen (Pcb-Gruppe). Endpunkt war das krankheitsfreie Überleben (disease-free-survival - DSF) in beiden Gruppen.

Neue Kombi in chinesischer Studie erfolgreich

In einem medianen Follow-up von 62 Monaten zeigte sich die PCb-Gruppe der CET-F-Gruppe mit einem fünfjährigen DFS von 86,5% versus 80,3% deutlich überlegen. Ähnliche Ergebnisse wurden beim rezidivfreien Überleben festgestellt. Einen statistischen Unterschied im Gesamtüberleben konnte jedoch nicht festgestellt werden. Dennoch zeigt sich die neue Kombination als ausreichend effizient.

Quelle: Yu KD et al. JAMA Oncol. Aug 2020 [Online ahead of print]. DOI: 10.1001/jamaoncol.2020.2965

Veröffentlicht: 24.08.2020 07:07 Uhr