Es gibt eine Untergruppe an invasiven Zervixkarzinomen, deren HPV-Erreger sich nicht im PCR-Test nachweisen lässt. Diese high-risk HPV tauchen erst in RNA-Sequenzierungen auf – und entpuppen sich als sehr starke, prognostische Marker. Denn: Lassen sich diese high-risk Viren nachweisen, ist die Mortalitätswahrscheinlichkeit der Patientinnen…
Das sogenannte Chemo-Brain geht mit Gedächtnislücken, Konzentrationsstörungen, verzögerten Reaktionen und einer allgemein reduzierten Lebensqualität einher. Dabei können die Symptome die betroffenen Frauen jahrelang begleiten. Chinesischen Wissenschaftlern ist es nun gelungen, mit dem einfachen Einsatz von Probiotika-Kapseln eine signifikante…
Abemaciclib in Kombination mit Fulvestrant wird zur Behandlung postmenopausaler Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem, HER2-negativem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs eingesetzt. Nach Ablauf der Befristung eines Beschlusses des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im…
In einer geplanten Zwischenanalyse von Daten der klinischen Studie CO-338-043 (ARIEL4) wurde unter Rucaparib gegenüber dem Kontrollarm ein nachteiliger Effekt auf das Gesamtüberleben beobachtet. Die Europäische Arzneimittel-Agentur prüft nun, welche Konsequenzen diese Informationen auf den Einsatz von Rucaparib haben.
Ob es ratsam ist, bei niedrigmalignen Adenokarzinomen der Eierstöcke immer auch den Uterus mit zu entfernen, darüber sind sich führende Experten uneinig. In der vermutlich ersten systematischen Review-Arbeit zum Thema kommen die Analysten zu dem Schluss, dass sich der Uteruserhalt trotz erhöhtem Rezidivrisiko dennoch lohnt.
Spielt es für die Überlebenschancen von Frauen mit Endometriumkarzinom eine Rolle, ob sie in ärmeren oder reicheren Landkreisen leben? Mit dieser Frage hat sich das Team um Ahmed Bedir von der AG Onkologische Versorgungsforschung in Halle/Saale befasst.
Betroffene überleben im Median zwölf Monate gegenüber sieben in der Kontrollgruppe. Insgesamt sieht das Institut einen Anhaltspunkt für einen erheblichen Zusatznutzen gegenüber der Vergleichstherapie.
Nicht nur das Risiko für postmenopausalen Brustkrebs lässt sich durch das beliebte Heißgetränk reduzieren: Auch ein Schutz vor Endometriumkarzinomen ließ sich in dieser Metaanalyse nachweisen. Besonders aussagekräftig macht diese Analyse, dass sämtliche verwendeten Studien von hoher Qualität waren.
Der Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) fordern zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Senologie e.V. (DGS) am aktuellen Beispiel des nur noch schwer verfügbaren Brustkrebsmedikaments Tamoxifen eine transparentere Kommunikation und Informationen bei…
Patientinnen, die an Gebärmutterhalskrebs erkranken, sind häufig nicht nur mit dem humanen Papillomavirus (HPV), sondern gleichzeitig auch mit dem bakteriellen Erreger Chlamydia trachomatis infiziert. Es besteht daher der Verdacht, dass die beiden Erreger in einer Art Team zusammenarbeiten, um die von ihnen infizierten Zellen so…
Wenn in der Familie gehäuft Brust- und/oder Eierstockkrebs auftritt oder Frauen in jungen Jahren daran erkranken, ist dies zumeist auf erbliche Ursachen zurückzuführen. Im Zentrum für Familiären Brust- und Eierstockkrebs (FBREK) der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) werden Betroffene und Ratsuchende von einem interdisziplinären Team der…
Eine Krebsdiagnose stellt alles auf den Kopf. Die Frage nach dem eigenen Tod, den Überlebens- und Heilungschancen dominiert die Gedankenwelt der Patienten – logisch, dass das Thema Sexualität dann erstmal in den Hintergrund rückt. Doch oftmals bleibt die Libido auch nach Therapie weit nach hinten auf der Prioritätenliste verbannt. Eine Intervention…
Die Deutsche Krebsgesellschaft fordert ein besseres Frühwarnsystem zur Abwendung von Versorgungsengpässen bei Arzneimitteln. Anlass für die Forderung ist ein seit Anfang des Jahres bestehender Lieferengpass von Tamoxifen. Der Wirkstoff wird in der Behandlung von Brustkrebspatientinnen eingesetzt. Vom Lieferengpass betroffen sind derzeit 85 Prozent…
Brustkrebspatientinnen, bei denen es in der Folge einer Operation zu Lymphödemen in den Armen gekommen ist, profitieren von einer nächtlichen Kompression. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die ein Team um Margaret McNeely von der University of Alberta, Kanada, durchgeführt hat.