Zum Jahresbeginn hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) zahlreiche neue Nutzenbewertungen veröffentlicht. Der G-BA hat geprüft, ob und in welchem Ausmaß ein Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie besteht.
Die Novartis Pharma GmbH informiert über wichtige Änderung der Lagerungsbedingungen und der Haltbarkeit von Kisqali® 200 mg Filmtabletten: In Zukunft entfällt die Pflicht zur gekühlten Lagerung, parallel wurde die Haltbarkeit auf 2 Jahre verlängert.
Ein Qualitätsmangel an einer Charge von Ordspono (Odronextamab) 80 mg macht einen sofortigen Rückruf erforderlich: Bei routinemäßigen Stabilitätsprüfungen wurde festgestellt, dass die Verschlusskappe der Durchstechflaschen nicht zuverlässig fixiert ist. Die Charge 8528300001 darf nicht mehr angewendet oder weitergegeben werden. Andere Chargen und…
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G‑BA) verzichtet künftig auf eine anwendungsbegleitende Datenerhebung für 3 neuere Wirkstoffe zur Behandlung des diffus großzelligen B‑Zell‑Lymphoms. Betroffen sind Loncastuximab tesirin, Epcoritamab und Odronextamab. Hintergrund ist, dass die pharmazeutischen Unternehmer die geforderten Analysepläne und…
Ob eine frühe Behandlung mit Daratumumab beim schwelenden multiplen Myelom die Lebenszeit verlängert, bleibt unklar. Die AQUILA-Studie liefert keine belastbaren Daten, da zwei Drittel der Kontrollgruppe nach Krankheitsfortschritt unzureichend behandelt wurden. Damit bleibe die entscheidende Frage der Nutzenbewertung unbeantwortet, so die Bewertung…
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bewertet Selpercatinib erneut und bestätigt einen erheblichen Zusatznutzen für Patienten ab 12 Jahren mit fortgeschrittenem RET-mutiertem medullären Schilddrüsenkarzinom. Neue Studiendaten zeigen signifikante Vorteile gegenüber Vandetanib und Cabozantinib – von Gesamtüberleben bis Lebensqualität.
Ein Drittel der Brustkrebspatientinnen spricht nicht ausreichend auf Tamoxifen an – das Dr. Margarete Fischer-Bosch Institut hat mit TAMENDOX eine Lösung entwickelt: Die Kombination mit (Z)-Endoxifen gleicht genetisch bedingte Stoffwechseldefizite aus und steigert die Wirksamkeit der Hormontherapie spürbar – individuell und verträglich.
Ein internationales Forschungsteam hat herausgefunden, warum Tamoxifen – ein bewährtes Medikament gegen Brustkrebs – in seltenen Fällen selbst zur Entstehung von Gebärmutterkrebs beitragen kann. Der Wirkstoff aktiviert direkt einen zentralen Tumorsignalweg, der sonst durch genetische Mutationen angeschaltet wird.
Nach der größten Pharmaübernahme seit fast 2 Jahrzehnten feiert Merck einen wichtigen Erfolg: Die EU-Kommission hat das Krebsmittel Ogsiveo zur Behandlung seltener Desmoidtumoren zugelassen. Das Medikament, entwickelt von Springworks Therapeutics, ist das erste seiner Art in Europa und könnte für Merck zum Milliardenbringer werden.
Nach Jahren der therapeutischen Stagnation bringt Tarlatamab frischen Wind in die Zweitlinientherapie des kleinzelligen Lungenkarzinoms: Die Phase-III-Daten zeigen signifikante Überlebensvorteile – bei gleichzeitig besserer Verträglichkeit.
Angestoßen durch wiederholte Lieferengpässe bei Arzneimitteln in den vergangenen Jahren, haben die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) und ihre elf assoziierten internistischen Schwerpunktgesellschaften eine Liste unverzichtbarer Wirkstoffe erarbeitet und zuletzt im Januar 2025 konsentiert.
Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) hat mit ihrem Beschluss vom 19. März 2025 über die nachfolgenden Änderungen des Honorarverteilungsmaßstabs (HVM) entschieden:
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Sitzung am 18. April 2024 beschlossen, die Arzneimittel-Richtlinie in der Fassung vom 18. Dezember 2008/ 22. Januar 2009 wie folgt zu ändern:
Nach der Zulassung von CAR-T-Zell-Therapien hat die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) Fallberichte über T-Zell-Lymphome erhalten, die möglicherweise im Zusammenhang mit der Behandlung stehen könnten. Die Anzahl der Fälle ist gering, sie erfordern aber eine genauere Untersuchung und Bewertung.