Verheiratet oder nicht – dieser kleine feine Unterschied spielt offenbar auch beim Krebsrisiko eine Rolle. Wer nie geheiratet hat, erkrankt deutlich häufiger an Krebs als verheiratete oder ehemals verheiratete Menschen. Besonders ausgeprägt ist der Unterschied bei Frauen und bei Krebsarten, die mit Infektionen, Rauchen oder Alkoholkonsum…
Immuncheckpoint‑Inhibitoren sind Standard in der Erstlinie des fortgeschrittenen HER2‑negativen Magenkarzinoms – die optimale Erhaltungsstrategie bleibt jedoch unklar. Eine randomisierte Phase‑III‑Studie zeigt nun: Camrelizumab plus CAPOX mit anschließender Camrelizumab basierter Erhaltung verlängert das Gesamtüberleben gegenüber CAPOX allein,…
Venöse Thromboembolien zählen ebenso zu den gefürchteten Komplikationen bei aktiven Tumorerkrankungen wie schwere Blutungen unter einer prophylaktischen Antikoagulation. Eine differenzierte Risikoeinschätzung ist daher essenziell, mit gängigen Scores allein aber oft schwierig. Eine aktuelle Post-hoc-Analyse der AVERT-Studie liefert nun Hinweise,…
Einen auffälligen Stuhltest darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen: Verzichten Menschen nach einem positivem Befund auf die empfohlene Darmspiegelung, tragen sie ein deutlich erhöhtes Darmkrebsrisiko. Besonders diese bislang unterschätzte Hochrisikogruppe rückt dabei in den Fokus. Die Ergebnisse unterstreichen, wie entscheidend konsequente…
Mehr Bewegung, weniger Zucker, ausreichend Schlaf – die Empfehlungen für einen gesunden Lebenstil sind bekannt, die Umsetzung scheitert trotzdem reihenweise. Das ist keine Frage mangelnder Disziplin, sondern Ergebnis eines neurobiologischen Konflikts zwischen evolutionär altem Belohnungssystem und präfrontaler Kontrolle. Eine aktuelle Arbeit…
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Krebspatienten müssen für eine Chemotherapie nicht zwingend ins Krankenhaus: Infusionsbehandlungen können auch im häuslichen Umfeld sicher und zuverlässig durchgeführt werden. Mobile Teams, digitale Überwachung und virtuelle Leitstellen machen eine patientennahe Versorgung möglich – mit hoher Akzeptanz und spürbaren Vorteilen für die Lebensqualität…
Ein erstmaliger Krampfanfall jenseits des Kindesalters ist nicht selten der erste sichtbare Vorbote eines bislang unentdeckten Tumors. Im ersten Jahr nach dem Indexereignis schnellt das Risiko für Hirntumoren um ein Vielfaches in die Höhe – und auch nicht neurologische Malignome treten deutlich häufiger zutage als erwartet. Selbst nach 20 Jahren…
Etwa ein Drittel aller diffus großzelligen B-Zell-Lymphome (DLBCL) zeigt eine Koexpression der Onkoproteine MYC und BCL2 – und damit eine besonders schlechte Prognose unter der Standard-Immunchemotherapie R-CHOP. Eine Ergänzung des Regimes um den oralen Histon-Deacetylase-Inhibitor Tucidinostat könnte dieses therapeutische Dilemma entschärfen: In…
Der Glaube ist weit verbreitet: Stress, Einsamkeit oder Trauer erhöhen das Krebsrisiko. Eine neue große Meta-Analyse mit Daten von über 400.000 Menschen zeichnet nun ein anderes Bild. Für die meisten Krebsarten findet sich kein Zusammenhang mit psychosozialen Faktoren – nur beim Lungenkrebs zeigen sich begrenzte Effekte, die sich oft durch den…
Die Koloskopie senkt das Darmkrebsrisiko – doch gilt dieser Nutzen auch für ältere Menschen mit Vorerkrankungen? Bei über 75-Jährigen mit früher entdeckten Adenomen scheint das Risiko, an anderen Ursachen zu versterben, deutlich höher zu sein als das Darmkrebsrisiko, so aktuelle Studienergebnisse. Das lenkt den Blick auf eine Neubewertung der…
Die robotergestützte Ösophagektomie ist bei resektablem Ösophaguskarzinom der konventionellen thorakoskopischen Technik mindestens ebenbürtig. In der randomisierten Phase‑III‑Studie RAMIE zeigte sich sogar ein möglicher Vorteil im 5‑Jahres-Gesamtüberleben – bei vergleichbarem Komplikationsprofil. Ergebnisse stärken die Rolle der Robotik in der…
Blutungen treten bei Krebspatienten am Lebensende deutlich häufiger auf als Thrombosen – trotzdem setzen die meisten ihre Blutverdünner bis kurz vor dem Tod fort. Doch wie sinnvoll ist eine antithrombotische Therapie bei Krebs am Lebensende? Eine Studie aus den Niederlanden liefert nun Zahlen zur weiteren Interpretation.
Darmkrebs trifft sozial benachteiligte Menschen besonders hart: Wer in ärmeren Wohngegenden lebt, erkrankt nicht nur häufiger, sondern stirbt auch öfter an der Krankheit. Dabei sind mehrere Faktoren entscheidend – vom Krankheitsstadium über den Verzicht auf Operationen bis hin zur Krankenversicherung.
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Depressionen, Angststörungen oder bipolare Erkrankungen sind bei Krebspatienten keine Randerscheinung – sie können die Lebenserwartung erheblich beeinflussen. Tritt eine psychische Erkrankung kurz nach der Krebsdiagnose erstmals auf, steigt das Sterberisiko in den folgenden Jahren signifikant. Frühzeitige Hilfe ist entscheidend.
Pestizide schützen Ernten – doch für Menschen können sie gefährlich werden. Es sind wohl nicht einzelne Wirkstoffe, sondern komplexe Pestizidgemische, die das Krebsrisiko erheblich steigern. Besonders betroffen sind landwirtschaftliche Regionen und indigene Gemeinschaften. Die Ergebnisse stellen bisherige Annahmen zur Sicherheit vieler Pestizide…