Ein neu entdecktes Virus in einem bekannten Darmbakterium sorgt für Aufsehen in der Krebsforschung. Wissenschaftler fanden heraus, dass dieses Virus bei Darmkrebspatienten deutlich häufiger vorkommt als bei gesunden Menschen. Was bedeutet das für die Entstehung von Darmkrebs – und welche neuen Perspektiven ergeben sich für Diagnose und Prävention?
Brustkrebs bleibt weltweit eine der größten Gesundheitsbelastungen – trotz medizinischer Fortschritte. Die neuesten Schätzungen zeigen ein weiterhin dynamisches Wachstum der Fallzahlen und zugleich eine Entwicklung, die seit Jahrzehnten sichtbar wird: Während wohlhabende Länder mit sinkender Sterblichkeit profitieren, steigen Inzidenz und…
Reproduktive Faktoren wie Menarche, Menopause, Geburtenzahl oder Stillzeit haben deutlichen Einfluss auf das Risiko für ein Ovarialkarzinom. Je nach Lebensphase wirken bestimmte Einflüsse risikoerhöhend oder protektiv.
Es sind spannende Daten, die die US-amerikanische Mayo Clinic jetzt zur Behandlung des frühen Pankreaskarzinoms vorgelegt hat. Demnach ist es besser, der Operation eine neoadjuvante Chemotherapie vorzuschalten – auch wenn es sich um unkomplizierte Fälle handelt. Damit stehen die Studienergebnisse im Widerspruch zur gängigen Praxis und der aktuellen…
Eine deutschlandweite Studie der Dresdner Hochschulmedizin erzielt einen entscheidenden Fortschritt in der Behandlung der aggressiven akuten myeloischen Leukämie (AML): Die Kombination aus intensiver Chemotherapie und Venetoclax steigert die Remissionsrate von 40 auf 75% und ermöglicht deutlich mehr Patientinnen und Patienten den Zugang zu einer…
Die WISDOM‑Studie untersucht, ob ein risikobasiertes Screening Brustkrebs früher erkennt als das klassische jährliche Verfahren. Dabei wird das individuelle Erkrankungsrisiko jeder Frau berücksichtigt. Erste Ergebnisse zeigen Vorteile bei fortgeschrittenen Tumorstadien – allerdings ohne Verringerung der Biopsieraten.
Nicht nur die Trinkmenge beeinflusst das Risiko für alkoholbedingte Krebserkrankungen – die Gene spielen in diesem Zusammenhang ebenso eine entscheidende Rolle. Forschende entdeckten einen zentralen Reparaturmechanismus der DNA, der durch Alkohol gestört werden kann. Menschen mit bestimmten Mutationen könnten daher selbst bei geringen Trinkmengen…
Adipositas erhöht nicht nur das Darmkrebsrisiko, sondern auch das Komplikationsrisiko rund um Operationen. Selbst in der kurzen Zeitspanne zwischen Diagnose und Eingriff können Betroffene effektiv Gewicht verlieren – sicher, machbar und mit positiven Effekten auf postoperative Beschwerden.
Warum breitet sich Eierstockkrebs so rasant im Bauchraum aus? Japanischen Forschenden zufolge verbünden sich Krebszellen mit Mesothelzellen und bilden widerstandsfähige hybride Zellkugeln, die tief ins Gewebe eindringen. Diese neu entdeckte Strategie erklärt nicht nur die aggressiven Tumorverläufe, sondern auch die Grenzen der bisherigen…
Kann ein Screening, das das individuelle Brustkrebsrisiko berücksichtigt, das klassische jährliche Mammografie‑Programm ersetzen? Die aktuelle WISDOM‑Studie liefert neue Antworten: Während das risikobasierte Vorgehen die Rate fortgeschrittener Mammakarzinome senkt, bleibt die Biopsierate unverändert – und die Debatte damit spannender denn je.
Ein weiteres Bakterium in den Fokus der Krebsforschung: Streptococcus anginosus kann das Wachstum von Magenkarzinomen fördern – und das unabhängig vom bekannten Erreger Helicobacter pylori. Die von dem Bakterium ausgelöste Methionin-Freisetzung Tumoren antreibt und wie eine gezielte Blockade dieses Stoffwechselwegs neue Präventionsstrategien…
Ein neuer Cochrane Review stellt klar: Die tägliche Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS) schützt Menschen ohne erhöhtes Darmkrebsrisiko wahrscheinlich nicht vor der Erkrankung. Gleichzeitig steigt das Risiko schwerer Blutungen deutlich an. Die Forschenden raten daher dringend davon ab, ASS ohne medizinische Indikation zur Krebsprävention…
Um personalisierte Krebstherapien europaweit zu stärken, braucht es freien Zugang zu qualifizierter genetischer Beratung. Eine EU-weite Delphi-Studie definiert nun 5 konkrete Maßnahmen, die Hindernisse wie Fachkräftemangel, unklare Standards und fehlende Erstattung abbauen sollen. Ziel ist, allen Patienten in der Europäischen Union (EU) rechtzeitig…
Bestimmte in verarbeiteten Lebensmitteln weit verbreitete Konservierungsstoffe könnten das Krebsrisiko erhöhen, so eine groß angelegt französische Kohortenstudie. Besonders einige Nicht-Antioxidanzien stehen im Fokus. Obwohl die Daten keine Kausalität beweisen, fordern Forschende nun strengere gesetzlichen Regelungen zum Schutz der Verbraucher.