Gastrointestinale Tumorerkrankungen gehören sowohl zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland als auch zu den tödlichsten. So sterben aufgrund der noch immer sehr ungünstigen Prognose fast ebenso viele Menschen an Bauchspeicheldrüsenkrebs, wie daran erkranken. Der Bedarf an einer verbesserten Früherkennung von gastrointestinalen Tumoren sowie neuen Therapiestrategien ist daher hoch. Derzeit stehen vor allem die Wirksamkeit von Immuntherapien sowie der Einsatz einer neoadjuvanten Chemotherapie bei unterschiedlichen gastrointestinalen Tumoren im Mittelpunkt wissenschaftlicher Arbeiten.
 
Wichtige und aktuelle Informationen zu Therapiestrategien von Krebserkrankungen des Stoffwechsels sowie Verdauungstraktes finden Sie in unserer
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CED und DarmkrebsrisikoWelche Prognosefaktoren gibt es?

Patienten mit chronisch entzündlicher Darmerkrankung (CED) haben ein erhöhtes Darmkrebsrisiko. Doch welche Prognosefaktoren gibt es für eine fortgeschrittene kolorektale Neoplasie bei CED-Patienten? Dieser Frage ging ein Team aus den Niederanden in einer systematischen Übersicht und Metaanalyse nach.

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HCC-Behandlung mit SorafenibKlinische Outcomes bei Älteren gleichwertig

Zur Wirksamkeit und Toxizität einer Sorafenib-Behandlung bei älteren Patienten mit hepatozellulärem Karzinom (HCC) gibt es keinen Konsens. Meist starten Ältere mit einer niedrig dosierten Therapie mit dem Ziel, toxische Ereignisse zu vermeiden. Jetzt prüften Wissenschaftler, ob sich das Patientenalter auf das Gesamtüberleben und die Toxizität…

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70% weniger Darmkrebs-Todesfälle nach Vorsorge-Darmspiegelung

Um die Wirksamkeit der Vorsorge-Darmspiegelungen in Deutschland möglichst genau zu beurteilen, haben Wissenschaftler des DKFZ gemeinsam mit dem Krebsregister des Saarlands über 17 Jahre hinweg mehr als 9.000 Studienteilnehmer beobachtet. Das Resultat, auf das die Wissenschaftler nun anlässlich des Damkrebsmonats März hinweisen: Bei Personen, die…

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Bauchspeicheldrüsenkrebs erkennenForschende entwickeln neuen Ansatz

Mit Hilfe eines typischen Proteins im menschlichen Blut lassen sich womöglich schwer zu diagnostizierende Pankreastumore aufspüren. Forschende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), des Alfried Krupp Krankenhauses in Essen und der Universität Witten/Herdecke haben hierfür ein neues Verfahren entwickelt. In einer ersten Studie zeigt…

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BauchspeicheldrüsenkrebsNeue Chancen für Patienten

Durch die enge Zusammenarbeit von internistischen Onkologen und erfahrenen Chirurgen kann mit einem neuen Behandlungskonzept auch Patienten mit lokal fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs eine Heilungschance eröffnet werden. Das ist eine der zentralen Botschaften einer am Uniklinikum Würzburg initiierten und geleiteten, multizentrischen…

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BlinddarmkrebsGibt es Risikofaktoren?

Blinddarmkrebs kommt selten vor und wird meist beiläufig nach einer Appendektomie diagnostiziert. Die Risikofaktoren dafür sind bislang nur wenig verstanden. Deshalb versuchten nun Wissenschaftler aus Kalifornien solche Faktoren zu ermitteln, die Personen mit erhöhtem Risiko identifizieren könnten.

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PankreaskrebsTumorinfiltrierende Lymphozyten als prognostischer Marker

Tumorinfiltrierende Lymphozyten (TIL) spielen bei der Vermittlung des Therapieansprechens eine wichtige Rolle. Jetzt untersuchten Wissenschaftler in einer Metaanalyse die Bedeutung von TIL-Untergruppen auf das Gesamtüberleben (OS) und das erkrankungsfreie Überleben (DFS) bei Patienten mit Pankreaskrebs.

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SpeiseröhrenkrebsPrehabilitation reduziert Inzidenz postoperativer Pneumonien

Patienten mit Speiseröhrenkrebs, die sich einer Ösophagektomie unterziehen, sind häufig gebrechlich und haben ein erhöhtes Risiko für postoperative Komplikationen. Wissenschaftler aus London untersuchten jetzt, was bei diesen Patienten eine Prehabilitation hinsichtlich der Komplikationen nach dem Eingriff bringt.

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DarmkrebsvorsorgePatienten mit Diabetes könnten von früherem Screening profitieren

Diabetes ist mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko assoziiert, besonders bei jungen Erwachsenen vor dem 50. Lebensjahr. Daher könnten diese von einem früheren Beginn der Darmkrebsvorsorge profitieren. Doch wie viel früher? Das wurde nun in einer landesweiten Kohortenstudie in Schweden untersucht.

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Durchfallmittel treibt Krebszellen in den Tod

In der Zellkultur wirkt das gängige Durchfallmittel Loperamid gegen Glioblastomzellen. Ein Forschungsteam der Goethe-Universität Frankfurt hat jetzt den Wirkmechanismus des Mittels aufgeklärt und damit gezeigt, wie der Wirkstoff die Behandlung von Hirntumoren unterstützen könnte, die schwer zu therapieren sind.

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Fortgeschrittener DarmkrebsSignifikant längeres PFS unter Pembrolizumab

Nach vorangegangener Therapie hat die PD-1-Blockade bei MSI-H- und dMMR-Tumoren einen klinischen Nutzen. Nun untersuchten André T et al. die Wirksamkeit der PD-1-Blockade im Vergleich zur Chemotherapie als Erstlinientherapie bei fortgeschrittenem oder metastasiertem MSI-H/dMMR Darmkrebs.