Gastrointestinale Tumorerkrankungen gehören sowohl zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland als auch zu den tödlichsten. So sterben aufgrund der noch immer sehr ungünstigen Prognose fast ebenso viele Menschen an Bauchspeicheldrüsenkrebs, wie daran erkranken. Der Bedarf an einer verbesserten Früherkennung von gastrointestinalen Tumoren sowie neuen Therapiestrategien ist daher hoch. Derzeit stehen vor allem die Wirksamkeit von Immuntherapien sowie der Einsatz einer neoadjuvanten Chemotherapie bei unterschiedlichen gastrointestinalen Tumoren im Mittelpunkt wissenschaftlicher Arbeiten.
 
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Bauchspeicheldrüsen-Tumore aus dem LaborOrganoide helfen, die Krebsentstehung zu verstehen

Für die Krebsforschung haben Ulmer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Bauchspeicheldrüsen-Organoide im Labor gezüchtet. Anhand dieser Modelle aus Stammzellen wollen die Forschenden die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs nachvollziehen. Dadurch erhoffen sie sich neue, patientenspezifische Behandlungsansätze. Zudem könnten diese „duktalen…

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DarmkrebsKoloskopie nach positivem FIT nicht versäumen!

Nach positivem fäkal-immunologischen Test (FIT) sollte man laut einer Studie aus Italien die Koloskopie auf keinen Fall versäumen. Denn bei Personen, die sich nach positivem Test keiner Koloskopie unterzogen hatten, war das Mortalitätsrisiko aufgrund von Darmkrebs etwa doppelt so hoch wie bei Personen, die zur Koloskopie gegangen sind.

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BauchspeicheldrüsenkrebsProtein reguliert Überlebensdauer bei Tumorpatienten

Fünf Jahre nach der Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs ist nur noch weniger als jeder zehnte Betroffene am Leben. Jetzt haben Forschende der Ulmer Universitätsmedizin einen Zusammenhang zwischen der Überlebensdauer dieser Patientinnen und Patienten und dem zellulären RINT1-Level hergestellt: So verlangsamt ein Herunterregulieren dieses Proteins das…

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BauchspeicheldrüsenkrebsNeues EU-Projekt will Forschung zu neuen Therapien voranbringen

Seit April 2021 baut Frau Professorin Daniela Lössner am Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V. (IPF) auf Grundlage eines Consolidator Grants des Europäischen Forschungsrates (ERC CoG) eine Arbeitsgruppe auf, die sich mit der Entwicklung von dreidimensionalen (3D) Zellkulturplattformen für die Forschung an neuen Therapien für…

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Lokal fortgeschrittenes PankreaskarzinomZwei Chemotherapieschemata zur Vorbehandlung

Für Patienten mit fortgeschrittenem Pankreaskarzinom ist die komplette chirurgische Entfernung des Tumors meist die einzige Option. Nicht klar ist jedoch, wie man am besten präoperativ behandelt. Ein Würzburger Ärzteteam untersuchte nun, welches Chemotherapieschema optimale Voraussetzungen für eine erfolgreiche OP schaffen kann.

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LeberkrebsBei welchen Patienten wirkt die Immuntherapie?

Immuntherapien mit Checkpoint-Inhibitoren schlagen bei etwa einem Viertel aller Fälle von Leberkrebs an. Bislang konnten Ärzte jedoch nicht voraussagen, welche Patienten von dieser Therapieform profitieren und welche nicht. Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum fanden nun heraus, dass Leberkrebs, der durch chronisch-entzündliche…

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Neuer Therapieansatz bei GallengangkrebsMHH-Forschungsteam untersucht molekulare Biomarker für individualisierte Tumortherapie

Das intrahepatische Cholangiokarzinom (ICC) entsteht innerhalb der Leber. Mit ein bis zwei Fällen pro 100.000 Einwohnern in Deutschland zählt das ICC zwar insgesamt zu den seltenen Erkrankungen, ist aber der zweithäufigste Leberkrebs. Der aggressive Gallengangtumor bleibt lange klinisch unauffällig, so dass er oft erst spät erkannt wird. Weil der…

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Fortgeschrittener MagenkrebsStudie zeigt: Nivolumab auch langfristig wirksam

Patienten mit fortgeschrittenem Magenkrebs profitieren scheinbar auch auf lange Sicht vom Checkpointinhibitor Nivolumab. Die ATTRACTION-2-Studie zeigte im Vergleich zu Placebo ein verbessertes Gesamtüberleben (OS) bei Patienten, die bereits ≥ 2 Chemotherapieregimen erhalten hatten. Jetzt liegen die 3-Jahres-Follow-up-Daten vor.

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EnddarmkrebsAuf künstlicher Intelligenz beruhende OP-Navigation soll Lebensqualität verbessern

Tumor-Operationen im Bereich des Enddarms erfolgen entlang einer millimeterdünnen Schicht, die an wichtige Nerven grenzt. Werden diese geschädigt, kann dies zu Inkontinenz und Störungen der Sexualfunktion führen. Wissenschaftler am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) und am Else Kröner Fresenius Zentrum (EKFZ) für Digitale…

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DarmkrebsvorsorgeEinfache Maßnahmen steigern Teilnahmerate

Tests auf verborgenes Blut im Stuhl sind zentraler Bestandteil der Darmkrebsvorsorge. Doch im europäischen Vergleich hinkt Deutschland bei den Teilnahmeraten an dieser wichtigen Untersuchung zur Krebsfrüherkennung weit hinterher. Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum haben nun systematisch analysiert, welche Maßnahmen dazu beitragen,…