Gastrointestinale Tumorerkrankungen gehören sowohl zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland als auch zu den tödlichsten. So sterben aufgrund der noch immer sehr ungünstigen Prognose fast ebenso viele Menschen an Bauchspeicheldrüsenkrebs, wie daran erkranken. Der Bedarf an einer verbesserten Früherkennung von gastrointestinalen Tumoren sowie neuen Therapiestrategien ist daher hoch. Derzeit stehen vor allem die Wirksamkeit von Immuntherapien sowie der Einsatz einer neoadjuvanten Chemotherapie bei unterschiedlichen gastrointestinalen Tumoren im Mittelpunkt wissenschaftlicher Arbeiten.
 
Wichtige und aktuelle Informationen zu Therapiestrategien von Krebserkrankungen des Stoffwechsels sowie Verdauungstraktes finden Sie in unserer
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3D‑Darstellung des Inneren des Dickdarms, in dem mehrere Polypen sichtbar sind; ein endoskopisches Instrument greift gerade einen dieser Polypen zur Entfernung.
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Was die DNA über erbliches Krebsrisiko verrätNeue Einblicke in die Genetik von Polypen

Die genetische Untersuchung von Darmpolypen kann entscheidende Hinweise auf erbliche Risiken liefern – besonders bei Menschen mit adenomatöser oder serratierter Polyposis. Jetzt entschlüsselte, frühe Mechanismen der Polypenbildung könnten den Weg zu präziseren Diagnosen und besseren Therapieentscheidungen öffnen.

Eine medizinische Fachperson hält eine transparente, digital dargestellte Bauchspeicheldrüse in den Händen; darunter liegen holografische Symbole und Daten
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Höhere Treffsicherheit, weniger FehlalarmeKünstliche Intelligenz findet Bauchspeicheldrüsenkrebs präziser als Radiologen

Kann künstliche Intelligenz die Diagnostik von Bauchspeicheldrüsenkrebs verbessern? Ja sie kann, so das Ergebnis einer Studie aus den Niederlanden: Die PANORAMA-Studie schafft erstmals einen globalen Benchmark – und liefert starke Argumente für den Einsatz von KI in der Früherkennung eines Tumors, der bisher meist viel zu spät entdeckt wird.
 

Nahaufnahme eines enteralen Ernährungssystems mit Schläuchen, Anschlussstück und einem mit Nährlösung gefüllten Beutel auf hellem Untergrund.
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Fokus auf sichere ErnährungstherapieNeue S3-Leitlinie zur onkologischen Ernährung: Klare Absage an Krebsdiäten

Die aktualisierte S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Onkologie“ spricht sich deutlich gegen restriktive Krebsdiäten und Fastenprogramme aus. Sie bergen ein hohes Risiko für Mangelernährung und verschlechtern den Therapieerfolg. Neu aufgenommen wurden Empfehlungen zur Ernährung bei operativen Tumortherapien sowie zur empathischen Kommunikation…

Zeichen für Prävention: Die blaue Schleife erinnert an die Bedeutung der Darmkrebsvorsorge
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Darmkrebsmonat März 2026Prävention braucht Aufmerksamkeit – und klare Botschaften

Mit dem Motto „Ein kleiner Schritt zur Darmkrebsvorsorge – ein großer fürs Leben!“ starten die Gastro-Liga e. V. und die Stiftung LebensBlicke am 01. März 2026 den Darmkrebsmonat und stellen erneut die Bedeutung der Prävention in den Mittelpunkt. Mit Bundesgesundheitsministerin Nina Warken als Schirmherrin erhält das Thema zusätzliche politische…

Auf einer hellen Unterlage liegen verschiedene chirurgische Instrumente wie Klemmen, Skalpelle, Scheren und metallische Halterungen, unsortiert und teilweise überlappend angeordnet
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G‑BA stoppt ModulMindestmenge Kolonkarzinomchirurgie 2026 – Weg frei für neue Regelung

Der G‑BA schafft für 2026 die technische Grundlage für eine mögliche kurzfristige Anpassung der Mindestmengenregelung zur Kolonkarzinomchirurgie: Das entsprechende Modul wird aus der aktuellen Spezifikation entfernt. Kliniken müssen sich auf neue Mindestmengen ab 2027 einstellen – mit Übergangsregelungen und engen Fristen zur Prognosemeldung.

Wegweiser an einem Mast vor blauem Himmel, mit Richtungsangaben für Stadt und Land
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Ungleiche ChancenDarmkrebssterblichkeit: Stadt-Land-Gefälle bleibt bestehen

Menschen in ländlichen Regionen sterben deutlich häufiger an Darmkrebs als Stadtbewohner – trotz einer insgesamt verbesserten Früherkennung und moderner Therapien beeinflusst der Wohnort beeinflusst die Überlebenschancen erheblich. Es sind sowohl soziale als auch strukturelle Faktoren, die das Risiko erhöhen - insbesondere ein niedriger…

Sechs junge Menschen sitzen nebeneinander auf einer Mauer, ihre Beine baumeln herunter
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Neue Erkenntnisse zur PrognoseMetastatische Rezidive bei jungen Menschen

Metastatische Rezidive bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind ein entscheidender Faktor für die Prognose. Eine aktuelle Analyse von über 48.000 Fällen zeigt: Die Überlebensrate ist deutlich schlechter, wenn ein Rezidiv mit Metastasen auftritt – selbst im Vergleich zu einer bereits metastasierten Erkrankung bei der Erstdiagnose. Welche…

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VersorgungsforschungLebermetastasen bei Darmkrebspatienten

Lebermetastasen zählen zu den häufigsten Todesursachen bei Darmkrebs. Vor allem jüngere Patienten und Männer sind überdurchschnittlich häufig betroffen. Gleichzeitig haben sich Inzidenz und Überleben in den letzten Jahren deutlich verbessert – allerdings nicht für alle Verlaufsformen.

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Beruhigende DatenAngiogenesehemmer erhöhen Gefäßrisiko bei mCRC nicht

Angiogenesehemmer sind aus der Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms nicht wegzudenken – doch lange stand ein möglicher Zusammenhang mit schweren Gefäßereignissen im Raum. Eine große französische Registerstudie liefert nun beruhigende Daten: Das Risiko für arterielle Dissektionen und Aneurysmen bleibt niedrig und ist nicht mit der…

Darstellung des menschlichen Darms in einer futuristischen, digitalen Umgebung mit medizinischen Symbolen und Datenvisualisierungen.
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KI in der OnkologieÜberleben bei Darmkrebs vorhersagen

Die Prognose bei Darmkrebs ist komplex und hängt von vielen Faktoren ab. Klassische Methoden wie die Kaplan-Meier-Kurve stoßen an Grenzen. Maschinelles Lernen kann entscheidende Risikofaktoren wie Alter, Tumorstadium oder Rauchen präzise bewerten – und öffnet neue Chancen für personalisierte Therapien.