Gastrointestinale Tumorerkrankungen gehören sowohl zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland als auch zu den tödlichsten. So sterben aufgrund der noch immer sehr ungünstigen Prognose fast ebenso viele Menschen an Bauchspeicheldrüsenkrebs, wie daran erkranken. Der Bedarf an einer verbesserten Früherkennung von gastrointestinalen Tumoren sowie neuen Therapiestrategien ist daher hoch. Derzeit stehen vor allem die Wirksamkeit von Immuntherapien sowie der Einsatz einer neoadjuvanten Chemotherapie bei unterschiedlichen gastrointestinalen Tumoren im Mittelpunkt wissenschaftlicher Arbeiten.
 
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Erhaltungsstrategie auf dem PrüfstandCamrelizumab sichert Überlebensvorteil beim fortgeschrittenen Magenkarzinom

Immuncheckpoint‑Inhibitoren sind Standard in der Erstlinie des fortgeschrittenen HER2‑negativen Magenkarzinoms – die optimale Erhaltungsstrategie bleibt jedoch unklar. Eine randomisierte Phase‑III‑Studie zeigt nun: Camrelizumab plus CAPOX mit anschließender Camrelizumab basierter Erhaltung verlängert das Gesamtüberleben gegenüber CAPOX allein,…

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Vorsorge mit AugenmaßDarmkrebsscreening im Alter: Nutzen, Risiken, neue Erkenntnisse

Die Koloskopie senkt das Darmkrebsrisiko – doch gilt dieser Nutzen auch für ältere Menschen mit Vorerkrankungen? Bei über 75-Jährigen mit früher entdeckten Adenomen scheint das Risiko, an anderen Ursachen zu versterben, deutlich höher zu sein als das Darmkrebsrisiko, so aktuelle Studienergebnisse. Das lenkt den Blick auf eine Neubewertung der…

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Argument für einen Paradigmenwechsel?Speiseröhrenkrebs: Roboterchirurgie bei Ösophagektomie mit Überlebensvorteil

Die robotergestützte Ösophagektomie ist bei resektablem Ösophaguskarzinom der konventionellen thorakoskopischen Technik mindestens ebenbürtig. In der randomisierten Phase‑III‑Studie RAMIE zeigte sich sogar ein möglicher Vorteil im 5‑Jahres-Gesamtüberleben – bei vergleichbarem Komplikationsprofil. Ergebnisse stärken die Rolle der Robotik in der…

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Welche Arzneimittel bieten einen Zusatznutzen?G-BA-Nutzenbewertungen aus dem April 2026

Nicht immer bietet ein zugelassenes Medikament bzw. ein neuer Wirkstoff auch einen Vorteil gegenüber dem bisherigen Therapiestandard. Daher hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) seit 2011 die Aufgabe, nach Markteintritt von neu zugelassenen Arzneimitteln eine Nutzenbewertung durchzuführen. Er prüft, ob und in welchem Ausmaß ein Zusatznutzen…

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IQWiG sieht keine belastbare Evidenz zur Änderung der aktuellen EmpfehlungDarmkrebsscreening: Altersgrenze und Intervalle auf dem Prüfstand

Sollte die Darmkrebs-Früherkennung künftig schon ab 45 statt ab 50 Jahren angeboten werden? Die USA haben hier vorgelegt. Jetzt hat auch das IQWiG im Auftrag des G-BA geprüft, ob eine Absenkung der Altersgrenze oder eine Anpassung der Koloskopie-Intervalle wissenschaftlich gerechtfertigt wäre – und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis. Eine eigens…

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Potenzial für personalisierte OnkologiePankreaskarzinom: KI als neuer Schlüssel zur Prognose

Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Krebsmedizin: KI-Modelle können das Überleben, das Metastasierungsrisiko und den Erfolg verschiedener Therapien bei Bauchspeicheldrüsenkrebs immer präziser vorhersagen . Damit könnten Tumorboards künftig gezieltere Entscheidungen treffen und Patienten von individuelleren Behandlungspfaden profitieren.
 

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Neuer TherapiestandardImmunstrategie halbiert Rückfallrisiko bei dMMR-Darmkrebs

Die Kombination aus Atezolizumab und der Standard-Chemotherapie könnte ein entscheidender Fortschritt in der Behandlung von Patienten mit dMMR-Darmkrebs im Stadium III sein. Die Immuntherapie reduziert das Risiko eines Krankheitsrückfalls oder Todes signifikant. Mit der Aufnahme in die NCCN-Leitlinien hat diese Strategie das Potenzial für einen

Bacteroides fragilis: gram-negative anaerobe Stäbchenbakterien unter dem Mikroskop, blaugrün gefärbt
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DarmkrebsforschungKönnte ein bisher unbeschriebenes Virus Darmkrebs mitverursachen?

Ein neu entdecktes Virus in einem bekannten Darmbakterium sorgt für Aufsehen in der Krebsforschung. Wissenschaftler fanden heraus, dass dieses Virus bei Darmkrebspatienten deutlich häufiger vorkommt als bei gesunden Menschen. Was bedeutet das für die Entstehung von Darmkrebs – und welche neuen Perspektiven ergeben sich für Diagnose und Prävention?

Straßenschild in Berglandschaft mit den Aufschriften „Idealgewicht“ (Pfeil nach oben) und „Übergewicht“ (durchgestrichen).
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Weniger KomplikationenGewichtsverlust vor der Darmkrebs-OP senkt Risiken deutlich

Adipositas erhöht nicht nur das Darmkrebsrisiko, sondern auch das Komplikationsrisiko rund um Operationen. Selbst in der kurzen Zeitspanne zwischen Diagnose und Eingriff können Betroffene effektiv Gewicht verlieren – sicher, machbar und mit positiven Effekten auf postoperative Beschwerden.
 

Ein Chirurg steht am OP-Tisch und nutzt eine VR-Brille, um ein virtuelles 3D-Modell der von Krebs befallenen Leber des Patienten in sein Sichtfeld einzublenden.
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Medizinische InnovationMit 3D-Operation zurück ins Leben: Eine 79-Jährige besiegt den Krebs

Antonie Deussen galt als austherapiert. Doch durch eine neuartige Holomedizin-Technologie wagten Ärzte im Pius-Hospital Oldenburg eine Operation, die zuvor unmöglich schien. Mit Augmented Reality machten sie Tumore sichtbar, die sonst verborgen geblieben wären – und schenkten der 79‑Jährigen eine zweite Chance auf Leben und einen lange erträumten…