Gastrointestinale Tumorerkrankungen gehören sowohl zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland als auch zu den tödlichsten. So sterben aufgrund der noch immer sehr ungünstigen Prognose fast ebenso viele Menschen an Bauchspeicheldrüsenkrebs, wie daran erkranken. Der Bedarf an einer verbesserten Früherkennung von gastrointestinalen Tumoren sowie neuen Therapiestrategien ist daher hoch. Derzeit stehen vor allem die Wirksamkeit von Immuntherapien sowie der Einsatz einer neoadjuvanten Chemotherapie bei unterschiedlichen gastrointestinalen Tumoren im Mittelpunkt wissenschaftlicher Arbeiten.
 
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MagenkrebsDistale Magenresektion: Schlüsselloch-OP oder offenes Verfahren?

Offen oder via Schlüsselloch operien? Wer diese Entscheidung nach Outcome trifft, dürfte es in Zukunft schwer haben. Denn die laparoskopische distale Gastrektomie ist laut einer aktuellen Studie eine onkologisch sichere Alternative zum offenen Operationsverfahren bei Magenkrebs im Stadium I.

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Familiärer DarmkrebsRisiko bei Halbgeschwistern offenbar unterschätzt

Bekannt ist: Direkte Verwandte von Darmkrebspatienten haben ein erhöhtes Risiko, selbst an Darmkrebs zu erkranken. Jetzt untersuchten Heidelberger Wissenschaftler die einzelnen Verwandtschaftsgrade genauer und fanden heraus, dass das Risiko auch für Halbgeschwister deutlich höher ist, als bisher angenommen.

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Krebswirkstoffe fördern Stammzelleigenschaften von Darmkrebs

Eine bestimmte Gruppe von Krebswirkstoffen aktiviert in Darmkrebszellen den krebsfördernden Wnt-Signalweg, entdeckten nun Wissenschaftler aus dem DKFZ und von der Universitätsmedizin Mannheim. Das kann zur Folge haben, dass sich Tumorzellen mit Stammzelleigenschaften anreichern, die resistent gegen viele Therapien sind und zu Rückfällen führen…

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Chronische Hepatitis BTägliche ASS-Gabe könnte HCC-Risiko verringern

Mit Azetylsalizylsäure (ASS) gegen Leberkrebs – das könnte laut einer aktuellen Studie bei Patienten mit Hepatitis B funktionieren. Denn unter täglicher ASS-Einnahme ermittelten taiwanische Wissenschaftler ein signifikant geringeres Risiko für hepatozelluläre Karzinome (HCC).

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DarmkrebsVerbessert Vitamin D das Überleben?

Vitamin D wird eine ganze Reihe positiver Effekte auf die Gesundheit zugeschrieben – gerade eine krebspräventive Wirkung wird immer wieder diskutiert. Jetzt versuchten zwei Teams von Wissenschaftlern herauszufinden, ob das Sonnenvitamin bei Patienten mit Darmkrebs das Überleben verlängern kann.

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DarmkrebsKi-67-Expression zur Prognose geeignet?

Der Ki-67-Wert ist als Prognosefaktor bei Darmkrebs umstritten. Einige Studien deuten auf eine schlechte Prognose bei hoher Expression hin, andere wiederum auf das Gegenteil. Jetzt belegt eine Metaanalyse aller bisher veröffentlichten Untersuchungen mit Daten zum Überleben: Patienten mit hoher Ki-67-Expression haben ein deutlich erhöhtes…

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DarmkrebsUnterschiedliche Wnt-Signalwege bringen Darmzellen auf die falsche Bahn

Signalmoleküle der Wnt-Familie gehören zu den wichtigsten Botenstoffen, damit sich unsere stark beanspruchte Darmschleimhaut fortwährend erneuern kann. Gleichzeitig ist ein „Zuviel“ an Wnt ein häufiger Auslöser für Darmkrebs. Wnt gilt deshalb als wichtiger Biomarker und therapeutischer Angriffspunkt.

Nach Therapie von Krebspatienten: Genmutationen im Blut dominieren

Ärzte und Wissenschaftler des Universitätsklinikums Frankfurt haben erstmalig beim Menschen gezeigt, dass genveränderte Blutstammzellen bei einer Transplantation mit Eigenstammzellen die normalen, nicht veränderten Stammzellen dominieren. Dies kann sich auf Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden auswirken.

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DarmkrebsFernsehen erhöht Risiko bei jungen Frauen

Zu viel Fernsehen ist ungesund. Diesen Satz hat wohl jeder schon einmal gehört. Nach einem neuen Studienergebnis sollten jetzt vor allem junge Frauen ihren Fernsehkonsum reduzieren: Denn gerade jüngere Frauen, die mehr als 14 Stunden die Woche vor dem TV sitzen, haben ein deutlich erhöhtes Darmkrebsrisiko.

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Lebermetastasen bei DarmkrebsReduzierte CT-Strahlendosis erhöht Fehlerrate

Am häufigsten bildet Darmkrebs Metastasen in der Leber. Sind regelmäßige CT-Untersuchungen zur Kontrolle notwendig, wird versucht, die Strahlendosis zu reduzieren. Doch dass das nicht unbedingt vorteilhaft ist – zumindest bei kleineren Läsionen – legt das Ergebnis einer prospektiven Studie nahe.

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DGVS ruft dazu auf:Neue Angebote zur Darmkrebsfrüherkennung unbedingt nutzen!

Mitte April 2019 sind die neuen Regelungen zur Darmkrebsfrüherkennung in Kraft getreten: Männer haben nun bereits ab dem Alter von 50 Jahren Anspruch auf eine Vorsorgekoloskopie. Ab Juli 2019 werden zusätzlich alle Versicherten ab dem 50. Lebensjahr von ihren Krankenkassen zur Teilnahme am Darmkrebs-Screening eingeladen. Wie bedeutend die…