Einst zugelassen – heute als gefährlich eingestuftGefährliche Schlankmacher: Zoll stoppt illegale Abnehmprodukte

Illegale Schlankheitsmittel mit verbotenen Wirkstoffen sind in Rheinland-Pfalz aufgetaucht. Der Zoll stoppte mehrere Sendungen, das Landesuntersuchungsamt schlägt Alarm: Die Präparate enthalten hochriskante Substanzen wie Sibutramin. Experten warnen vor schweren Nebenwirkungen – bis hin zu lebensbedrohlichen Folgen.
 

Ein Blister mit zehn roten Tabletten liegt auf hellem Hintergrund. Ein blaues Maßband ist locker darum geschlungen und zeigt Zentimeterangaben.
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Vom Zoll sichergestellte Abnehmprodukte wie „150G Slim“ enthalten verbotene Wirkstoffe und stellen ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar.

Mehrere lebensgefährliche Abnehmprodukte sind dem Zoll beim Versand nach Rheinland-Pfalz aufgefallen. Das Landesuntersuchungsamt (LUA) stellte nach eigenen Angaben im Labor bei den Produkten 150G Slim, A1 L-Carnitine Lepidium und Zotreem Dream den verbotenen Wirkstoff Sibutramin und in einem Fall zusätzlich Phenolphthalein fest

In allen 3 Fällen handelt es sich den Angaben zufolge um nicht zugelassene Medikamente. Solche Mittel dürfen in Deutschland nicht verkauft werden. Der Handel damit ist nach dem Arzneimittelgesetz eine Straftat, die mit einer Freiheits- oder mit einer Geldstrafe geahndet werden kann, heißt es.

Verbotene Wirkstoffe mit hohem Risiko

Sibutramin wurde früher in legalen Arzneimitteln gegen Adipositas unter ärztlicher Aufsicht verabreicht. Wegen gravierender Nebenwirkungen besitzt der appetithemmende Wirkstoff aber seit vielen Jahren keine Zulassung mehr, erklärt das LUA. Sibutramin könne den Blutdruck stark erhöhen und Herzerkrankungen hervorrufen. Bei gleichzeitiger Einnahme von Psychopharmaka drohen gefährliche Wechselwirkungen, auch Todesfälle seien bekannt.

Phenolphthalein wirkt laut LUA abführend und soll dadurch einen schnellen Gewichtsverlust vorgaukeln. Der Wirkstoff wurde wegen des Verdachts auf krebserregende Nebenwirkungen in Deutschland bereits vor vielen Jahren vom Markt genommen.

Das LUA warnt in diesem Zusammenhang davor, im Kampf gegen Übergewicht den Versprechen auf dubiosen Internetseiten zu glauben.