Früher erkennen, besser behandelnSachsen startet CT-Screening gegen Lungenkrebs auf Kassenkosten

Ein Meilenstein in der Krebsfrüherkennung: In Sachsen können starke Raucherinnen und Raucher erstmals eine CT-Untersuchung zur Lungenkrebs-Früherkennung auf Kassenkosten nutzen. Das Ziel: bessere Prognosen, mehr Heilungschancen und ein entscheidender Vorsprung im Kampf gegen eine der tödlichsten Krebsarten.

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Patrick Pleul/dpa
Die ersten Genehmigungen für ein CT-Screening wurden erteilt – das Lungenkrebsscreening als Kassenleistung geht in Sachsen an den Start.

Starke Raucher zwischen 50 und 75 Jahren können sich jetzt auf Kosten der gesetzlichen Krankenkasse in Sachsen per Computertomografie auf Lungenkrebs untersuchen lassen. Die ersten Genehmigungen für ein CT-Screening seien nun erteilt worden, teilte die Landesdirektion Sachsen (LDS) mit. Ziel sei es, Tumore möglichst früh zu entdecken und die Heilungschancen zu verbessern. 

Vom Verdacht zur Vorsorge

Bisher wurden Computertomografien nur eingesetzt, wenn bereits ein konkreter Krankheitsverdacht bestand. Grund seien rechtliche Vorgaben, weil jede Untersuchung mit Strahlung verbunden ist. «Mit der Genehmigung des Strahlenschutzes kann die neue Form der Lungenkrebsfrüherkennung in Sachsen starten», erklärte LDS-Präsident Béla Bélafi. Grundlage ist eine Lungenkrebs-Früherkennungs-Verordnung des Bundesumweltministeriums.