Eine mögliche Erklärung für den Einfluss des Vitamin-D-Status auf die Krebsprognose: Durch Bindung an den Vitamin-D-Rezeptor beeinflusst das aktive Hormon 1,25-Dihydroxyvitamin D Signalwege, die u.a. die Zellproliferation und das Zellüberleben regulieren. Dies könnte letztlich das Wachstum bösartiger Zellen verlangsamen.
Bei Krebspatienten tritt ein Vitamin-D-Mangel häufiger als in der Allgemeinbevölkerung auf. So wies eine Studie bei Darmkrebspatienten darauf hin, dass etwa zwei Drittel der Betroffenen während oder kurz nach der Erstlinientherapie an einem Vitamin-D-Mangel leiden. Weitere Beobachtungsstudien konnten zudem zeigen, dass ein Vitamin-D-Mangel mit einer schlechteren Prognose einhergeht und das Risiko für verschiedene Krebserkrankungen bei Menschen mit niedriger 25(OH)D-Serumkonzentration erhöht ist. Dennoch ist die Studienlage zum Zusammenhang von Krebssterblichkeit und Vitamin-D-Einnahme widersprüchlich, weshalb das Deutsche Krebsforschungszentrum nun eine Metanalyse durchführte.
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