Nähe und Intimität kehren zurück: Eine Testosterontherapie konnte bei ausgewählten Patienten nach Prostatektomie das sexuelle Verlangen und die Lebensqualität spürbar verbessern.
Eine Testosterontherapie bei Prostatakarzinom ist tabu, so ist es in diversen Leitlinien hinterlegt. Eine aktuelle randomisierte Phase-II-Studie weckt nun Zweifel an dieser strikten Kontraindikation: Bei sorgfältig ausgewählten Männern mit niedriggradigem Tumor und Testosteronmangel nach radikaler Prostatektomie verbesserten sich unter intramuskulärer Substitution sexuelle Aktivität, Stimmung und körperliche Leistungsfähigkeit – ohne biochemisches Rezidiv im Beobachtungszeitraum. Reichen die Daten, um etablierte Standards aufzuweichen?
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