Der Landtag Schleswig-Holsteins macht Druck: Eine Herstellerabgabe auf besonders zuckerhaltige Soft- und Energy-Drinks soll kommen – zum Schutz der Gesundheit, besonders von Kindern. Die Fraktionen sind sich einig über das Ziel, doch beim Weg zur Zuckerbremse gibt es Streit: Steuer oder zweckgebundene Abgabe?
Mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) könnte Kehlkopfkrebs schon in frühen Stadien an der Stimme erkannt werden. Möglich wird dies durch die Unterscheidung verschiedener Lautmarker.
Die weltweite Lebenserwartung ist nach dem Einbruch durch die Corona-Pandemie wieder gestiegen – auf durchschnittlich 76,3 Jahre bei Frauen und 71,5 Jahre bei Männern. Doch der Trend zeigt große regionale Unterschiede. Welche Krankheiten und Risikofaktoren beeinflussen die Entwicklung? Und wo steht Deutschland im internationalen Vergleich?
Ein Vierteljahrhundert Krebsregistrierung in Niedersachsen: Das EKN feiert Jubiläum und präsentiert mit dem neuen interaktiven Krebsatlas ein bundesweit einzigartiges Tool. Erstmals ist damit eine kleinräumite Darstellung des Krebsgeschehens auf Gemeindeebne möglich – transparent, wissenschaftlich fundiert und zukunftsweisend für Prävention und…
In Graz steht eine Neurochirurgin vor Gericht, weil ihre 12-jährige Tochter bei einer Notoperation am Schädel eines Patienten dabei war – und womöglich selbst Hand anlegte. Was geschah wirklich im OP-Saal? Ein Prozess soll Licht ins Dunkel bringen.
Raucher wird dies freuen: Die EU-Kommission plant entgegen anderslautender Medienberichte kein Verbot von Filterzigaretten. Zwar gibt es Diskussionen über Umwelt- und Gesundheitsfolgen, doch ein offizieller Gesetzesvorschlag liegt nicht vor. Die Kommission betont: Ein Verbot ist derzeit nicht vorgesehen.
Eine neue Studie zeigt, bei welchen Brustkrebspatientinnen das Risiko für weitere Primärtumore besonders erhöht ist – und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.
Kann eine Herzinsuffizienztherapie die Lebensqualität von Krebspatienten im Endstadium verbessern? Eine Studie aus Deutschland kommt zu einer differenzierten Antwort: Zwar wurde der primäre Endpunkt verfehlt, doch es zeigen sich positive Effekte bei Überlebenden.
Nirgendwo wird so viel Alkohol konsumiert wie in der EU. Ein neuer WHO-Bericht dokumentiert die Folgen, demnach versuracht Alkohol zehntausende Krebsfälle. Konsequenterweise fordert die WHO politische Maßnahmen wie höhere Steuern, Werbeverbote und strengere Verkaufsregeln. Jetzt ist entschlossenes Handeln gefragt.
Die gesetzliche Regelung erlaubt Arbeitgebern, ab dem 1. Krankheitstag ein Attest zu verlangen – doch das könnte sich ändern. Gesundheitsministerin Nina Warken zeigt sich offen für eine Reform, die Arztpraxen entlasten und Eigenverantwortung stärken soll. Der Vorstoß des KBV-Chefs Andreas Gassen bringt Bewegung in die Debatte.
Die WHO warnt: Immer mehr bakterielle Infektionen sind gegen gängige Antibiotika resistent; die dramatischen Folgen für die globale Gesundheit sind oft beschrieben. Neuen Daten zufolge nimmt die Resistenz rasant zunimmt und variiert regional stark. Die moderne Medizin steht vor einer ihrer größten Herausforderungen.
Die S3-Leitlinie zum kolorektalen Karzinom wurde kürzlich umfassend überarbeitet. Im Fokus stehen Früherkennung, genetische Diagnostik, neue Therapiestrategien und der Organerhalt beim Rektumkarzinom. Die Empfehlungen sollen die Versorgung verbessern und insbesondere erblich bedingte Tumoren frühzeitig identifizieren helfen.
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall – viele Krebspatienten leiden unter Magen-Darm-Beschwerden. Eine neue Meta-Analyse zeigt jetzt, welche Ernährungskonzepte wirklich helfen. Besonders wirksam sind demnach Probiotika, Glutamin, Omega-3 – und Ingwer. Einige Nahrungsergänzungsmittel zeigen dagegen – anders als vermutet – keinerlei Effekt.
Joe Biden, Ex-Präsident der USA, lässt sich wegen einer fortgeschrittenen Form von Prostatakrebs mit Strahlen- und Hormontherapie behandeln. Die Diagnose wurde bereits im Mai öffentlich. Bidens Gesundheitszustand hatte zuletzt auch seine politische Zukunft beeinflusst: Er trat nicht mehr zur Wahl an.
Die saure Umgebung im Tumor ist kein Nebenprodukt, sondern ein zentraler Überlebensfaktor für Krebszellen. Azidose verändert den Energiestoffwechsel, macht Tumorzellen widerstandsfähiger und ist damit ein möglicher neuer Ansatzpunkt für Therapien.