Ein Krankenhaus zieht um – und das bei laufendem Betrieb: In München Harlaching werden mehr als 280 Patientinnen und Patienten in einen Neubau verlegt, darunter extrem fragile Frühgeborene. Jeder Schritt ist minutiös geplant, jede Minute zählt – ein logistischer Kraftakt zwischen Hightech-Medizin, Präzisionsarbeit und großer Verantwortung.
Seit über 2 Jahrzehnten ist R-CHOP gesetzt – und doch erleidet rund jeder dritte bis vierte Betroffene mit diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) trotz Therapie ein Rezidiv. Besonders düster sieht es bei Hochrisikoprofilen aus. Jetzt liefert die Phase-III-Studie frontMIND erstmals seit Langem überzeugende Argumente für eine Erweiterung der…
Milliardenschwere Investitionsabsagen von Eli Lilly und Boehringer Ingelheim sind ein deutliches Alarmsignal: IW-Pharmaexpertin Jasmina Kirchhoff sieht «deutliche Warnschüsse» für den Pharmastandort Deutschland. Dynamisierte Herstellerabschläge, drohende Rabattverträge für innovative Arzneimittel und ein verschärfter internationaler Wettbewerb …
Neue Studiendaten zeigen eine alarmierende Entwicklung: Die Darmkrebssterblichkeit steigt vor allem bei Menschen mit geringer Bildung. Während Akademiker kaum betroffen sind, verschärfen sich die Unterschiede bei Jüngeren deutlich. Welche Rolle spielen Einkommen, Vorsorge und Lebensstil?
Nach über 2 Wochen intensiver Behandlung gibt es Entwarnung: Ein mit dem seltenen Bundibugyo-Ebolavirus infizierter Arzt durfte die Berliner Charité gesund verlassen. Der Fall zeigt, wie entscheidend spezialisierte Isolierstationen und moderne Therapien sind – während der Ausbruch in Afrika weiterhin außer Kontrolle bleibt.
Dank moderner Medizin überleben immer mehr Menschen ihre erste Krebserkrankung. Doch Entwarnung bedeutet das nicht für alle. Bestimmte Gruppen von Krebsüberlebenden haben ein erhöhtes Risiko, ein weiteres Mal an einem anderen Krebs zu erkranken. Welche Patienten ein deutlich erhöhtes Risiko für eine weitere Krebsdiagnose tragen und warum Nachsorge…
Schlecht schlafen, ständig erschöpft, gereizt, ängstlich – für viele Krebsüberlebende endet die Therapie, nicht aber die Belastung. Schlafmittel und Antidepressiva sind selten die Wunschoption, eine etablierte Verhaltensintervention für alle 4 Symptome fehlt bislang. Das könnte sich jetzt dank eines niederschwelligen, nicht medikamentösen Ansatz –…
36 Stunden vor und 24 Stunden nach jeder Chemotherapie nichts essen – kann ein solch striktes Fastenregime das Ansprechen auf eine neoadjuvante Therapie beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom verbessern? Die Ergebnisse einer kleinen randomisierten Studie, die auf dem ASCO Annual Meeting 2026 als Oral Abstract präsentiert wurden, lassen aufhorchen.…
Die „Abnehmspritze“ könnte mehr leisten als gedacht: Brustkrebspatientinnen mit Adipositas oder Typ-2-Diabetes erleben unter einer Therapie mit GLP-1-Agonisten seltener Rückfälle und leben länger. Dieser Schutzeffekt könnte möglicherweise über Blutzucker- und Gewichtskontrolle hinausgehen – ob dies tatsächlich der Fall ist, müssen aber weitere…
Das duktale Adenokarzinom des Pankreas zählt zu den prognostisch ungünstigsten Tumorentitäten – die Zweitlinientherapie nach Versagen einer fluoropyrimidin- oder gemcitabinbasierten Behandlung bringt mit medianen Überlebenszeiten von 6 bis 7 Monaten meist nur einen kurzen Aufschub. Eine orale Substanz, die gezielt die aktive, GTP-gebundene Form…
Mehr als 85 % aller Pankreaskarzinome werden erst in einem inoperablen Stadium diagnostiziert – ein zentraler Grund für die schlechte Prognose. Konventionelle CT-Bildgebung versagt im präklinischen Stadium, weil die Drüse morphologisch unauffällig erscheint. Ein neues KI-Framework analysiert routinemäßige CT-Aufnahmen auf subvisuelle Texturmuster…
Ein verfeinerter Urintest könnte die Nachsorge bei Blasenkrebs grundlegend verändern: Die neue Methode filtert störende Hintergrundmutationen heraus und weist verbliebene Tumor-DNA hochpräzise nach. Damit lassen sich Rückfälle früher detektieren als mit als herkömmlichen Spiegelungen und Therapieentscheidungen frühzeitig personalisieren, so die…
Zu lange Wartezeiten, hohe Kosten und mangelnde Orientierung: Eine DIW-Studie zeigt, wie stark Geflüchtete in Deutschland beim Zugang zur medizinischen Versorgung benachteiligt sind – besonders in den ersten Jahren nach der Ankunft. Die Folgen betreffen nicht nur die Betroffenen, sondern langfristig auch das Gesundheitssystem.
Lenalidomid- und Anti-CD38-vorbehandelte Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom hatten bisher eine düstere Prognose – mediane progressionsfreie Überlebenszeiten von unter 5 Monaten waren die Realität. Daten, die jetzt jetzt auf dem ASCO-Kongress in Chicago präsentiert wurden, verändern das Bild für diese schwer therapierbare…
Der Cyberangriff auf den Abrechnungsdienstleister Unimed zieht immer weitere Kreise: Immer mehr Krankenhäuser melden Datenpannen, zehntausende Patientinnen und Patienten im Südwesten könnten betroffen sein. Gesundheits- und Zahlungsdaten stehen im Fokus der Ermittlungen – während Datenschützer warnen, bleibt die politische Reaktion bislang…