Gastrointestinale Tumorerkrankungen gehören sowohl zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland als auch zu den tödlichsten. So sterben aufgrund der noch immer sehr ungünstigen Prognose fast ebenso viele Menschen an Bauchspeicheldrüsenkrebs, wie daran erkranken. Der Bedarf an einer verbesserten Früherkennung von gastrointestinalen Tumoren sowie neuen Therapiestrategien ist daher hoch. Derzeit stehen vor allem die Wirksamkeit von Immuntherapien sowie der Einsatz einer neoadjuvanten Chemotherapie bei unterschiedlichen gastrointestinalen Tumoren im Mittelpunkt wissenschaftlicher Arbeiten.
 
Wichtige und aktuelle Informationen zu Therapiestrategien von Krebserkrankungen des Stoffwechsels sowie Verdauungstraktes finden Sie in unserer
Gastro-Community

peterschreiber.media/stock.adobe.com

MagenkrebsLaparoskopisch assistierte versus offene Gastrektomie

Als Alternative zur offenen distalen Gastrektomie (ODG) kommt die laparoskopisch assistierte Gastrektomie (LADG) zunehmend bei Magenkrebs zum Einsatz. Retrospektive Studien zeigten gleiche Überlebensraten, doch diese sind meist durch Selektionsbias gekennzeichnet. Daher wollten nun japanische Wissenschaftler die Nicht-Unterlegenheit der LADG…

krishnacreations/stock.adobe.com

Stoffwechselanpassung sichert Darmkrebszellen das Überleben

Darmkrebszellen mit einem Defekt in p53, einem der wichtigsten Kontrollproteine des Zellwachstums, kurbeln einen bestimmten Stoffwechselweg an, um sich so an den Sauer- und Nährstoffmangel im Tumorinneren anzupassen. Statine – häufig verordnete Cholesterinsenker – blockieren diesen Stoffwechselweg und treiben die Krebszellen in den Tod, wie…

Kateryna_Kon/stock.adobe.com

PankreaskarzinomBMI vor 50. Lebensjahr für Risiko entscheidend

Für Experten gilt Adipositas als wichtiger Risikofaktor für Bauchspeicheldrüsenkrebs. Jetzt gingen Wissenschaftler aus Atlanta der Frage nach, ob die Zunahme der Pankreaskarzinomraten in den USA auf den Adipositasanstieg im jüngeren Alter zurückzuführen ist.

Sebastian Kaulitzki - Fotolia.com (Symbolbild)

HCCSind hohe Nüchternglukosewerte ein Risikofaktor?

Einen positiven Zusammenhang zwischen Leberkrebs und Diabetes haben frühere Studien bereits gezeigt. Doch erhöhte Nüchternblutzuckerwerte an sich könnten schon ein Risikofaktor für die Entwicklung eines hepatozellulären Karzinoms (HCC) sein. Das legen jetzt die Ergebnisse chinesischer Wissenschaftler nahe.

Sebastian Kaulitzki - Fotolia.com (Symbolbild)

LeberkrebsMöglicher neuer Behandlungsansatz entdeckt

Molekularbiologen haben RNA-Moleküle identifiziert, die für die Entstehung von Fibrosen verantwortlich sind: Krankhafte Verhärtungen im Gewebe von Organen, die deren Funktion beeinträchtigen und unter anderem bei Patienten mit Leberzirrhose und Krebs auftreten. Die Erkenntnisse könnten neue Behandlungsmöglichkeiten eröffnen.

Dan Race/stock.adobe.com

Weltpremiere in ZürichMaschine hält Spenderleber eine Woche am Leben

Ein multidisziplinäres Forscherteam aus Zürich hat eine Maschine entwickelt, die eine Leber außerhalb des Körpers während einer Woche am Leben erhalten kann. Dies ermöglicht eine Behandlung der Leber vor der Transplantation und dürfte künftig vielen Menschen mit schweren Lebererkrankungen und Krebs das Leben retten.

hin255/stock.adobe.com

Darmkrebs-OperationAuf die Erfahrung kommt es an

Patienten mit Darmkrebs haben größere Überlebenschancen, wenn sie in Kliniken mit hohen Fallzahlen operiert werden. Denn dort bekommt man Komplikationen, die nach dem Eingriff auftreten können, besser in den Griff.

Meyer H, Surov A - Thieme 2019

QuizAuflösung: 43-Jährige mit riesiger abdomineller Schwellung

Befunde

Die kontrastmittelgestützte Computertomografie des Abdomens zeigt einen riesigen, relativ homogenen Tumor, der annähernd den gesamten Bauchraum ausfüllt (etwa 50 × 45 × 33 cm messend). Die übrigen abdominellen Organe werden nach dorsal verdrängt. Es werden keine Metastasen-suspekten Befunde gesehen.

Meyer H, Surov A - Thieme 2019

Quiz43-Jährige mit riesiger abdomineller Schwellung

Eine 43-Jährige stellt sich in der Notaufnahme mit einer seit 2 Jahren langsam wachsenden abdominellen Schwellung vor. Sie leidet nur unter milden Bauchschmerzen, die jedoch in den letzten 2 Wochen stärker geworden sind. In der klinischen Untersuchung sah man eine enorme Schwellung des Abdomens. Zur weitergehenden Abklärung erfolgt eine…

Philip Steury/stock.adobe.com

Darmkrebs in der FamilieRisikoangepasste Früherkennung wird zu selten wahrgenommen

Menschen, deren direkte Verwandte an Darmkrebs erkrankt sind, haben selbst ein erhöhtes Darmkrebsrisiko und sollten daher bereits ab dem Alter von 40 Jahren mit der Vorsorge beginnen. Dies gilt in Deutschland für etwa eine von zehn Personen zwischen 40 und 54 Jahren. Doch fast die Hälfte der Betroffenen nimmt diese Chance der risikoangepassten…

SciePro/stock.adobe.com

DarmkrebsAntibiotikatherapie beeinflusst Risiko je nach Lokalisation

Steht die Einnahme von Antibiotika in Zusammenhang mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko? Diese Vermutung gibt es schon länger, doch es fehlen bislang eindeutige Nachweise. In einer neuen Studie aus den USA gingen Wissenschaftler dieser Frage nun weiter auf den Grund.

RAJCREATIONZS/stock.adobe.com

PankreaskarzinomTodesfälle haben sich mehr als verdoppelt

Von 1990 auf 2017 hat sich die Anzahl der Todesfälle beim Pankreaskarzinom mehr als verdoppelt. Das legt jetzt das Ergebnis einer Analyse der Global Burden of Disease Study 2017 im Lancet Gastroenterology & Hepatology nahe.