Gastrointestinale Tumorerkrankungen gehören sowohl zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland als auch zu den tödlichsten. So sterben aufgrund der noch immer sehr ungünstigen Prognose fast ebenso viele Menschen an Bauchspeicheldrüsenkrebs, wie daran erkranken. Der Bedarf an einer verbesserten Früherkennung von gastrointestinalen Tumoren sowie neuen Therapiestrategien ist daher hoch. Derzeit stehen vor allem die Wirksamkeit von Immuntherapien sowie der Einsatz einer neoadjuvanten Chemotherapie bei unterschiedlichen gastrointestinalen Tumoren im Mittelpunkt wissenschaftlicher Arbeiten.
 
Wichtige und aktuelle Informationen zu Therapiestrategien von Krebserkrankungen des Stoffwechsels sowie Verdauungstraktes finden Sie in unserer
Gastro-Community

Africa Studio/stock.adobe.com

MagenkrebsPräoperative Sarkopenie verschlechtert Überlebenschance

Ein zunehmender Muskelabbau bei Krebs hat weitreichende Konsequenzen: Die Prognose und die Lebensqualität der Patienten verschlechtern sich. Eine Studie untersuchte jetzt die Auswirkung der Sarkopenie auf die Langzeit-Outcomes bei Patienten mit Magenkrebs, die sich einer kurativen Resektion unterzogen hatten.

exclusive-design/stock.adobe.com

HCC und ICCSo hoch ist das Risiko unter Alkohol und Zigaretten

Viele Krebserkrankungen wären durch einen gesunden Lebensstil vermeidbar. Dabei zählt der übermäßige Konsum von Alkohol und Zigaretten zu den größten Risikofaktoren. Während sich die beiden Genussdrogen als Risikofaktor für das hepatozelluläre Karzinom (HCC) fest etabliert haben, besteht beim intrahepatischen Cholangiokarzinom (ICC) noch…

Mediteraneo/stock.adobe.com

DarmkrebsKann die adjuvante Chemotherapie verkürzt werden?

Weniger ist manchmal mehr – doch gilt das auch für die adjuvante Chemotherapie bei Darmkrebs? Eine gepoolte Analyse von 6 randomisierten klinischen Studien gibt jetzt Aufschluss. Untersucht wurde die Nichtunterlegenheit einer 3-monatigen adjuvanten Chemo im Vergleich zu einer 6-monatigen Therapie.

Tatiana Shepeleva/stock.adobe.com

MagenkrebsHelicobacter-pylori-Eradikation verringert Rate metachroner Karzinome

Auch wenn die Erkrankungszahlen mittlerweile zurückgehen, gehört Magenkrebs immer noch zu den häufigsten tumorbedingten Todesarten. Als wichtigster Risikofaktor gelten Infektionen mit Helicobacter pylori. Jetzt untersuchte eine prospektive Studie, ob sich eine Eradikation des Bakteriums zur Prävention metachroner Magenkarzinome eignet.

SciePro/stock.adobe.com

DarmkrebsKombinierte Analyse verbessert Risikovorhersage

Sind direkte Angehörige von Darmkrebs betroffen, signalisiert dies ein erhöhtes Risiko, selbst auch an einem bösartigen Darmtumor zu erkranken. Gleiches gilt für Menschen, die eine hohe Anzahl genetischer Risikomarker im Erbgut tragen. Beide Faktoren werden in der Regel alternativ zur Risikovorhersage herangezogen, nicht gemeinsam. Wissenschaftler…

nerthuz/stock.adobe.com

ÖsophaguskarzinomBei Stimmbandlähmung Ernährungszustand überwachen

Ernährungsprobleme nach Entfernung der Speiseröhre sind keine Seltenheit. Ein Marker für Mangelernährung ist dabei der Verlust an Körpergewicht. In einer retrospektiven Studie untersuchten jetzt Park SY et al. die Risikofaktoren für einen Gewichtsverlust nach Ösophagektomie genauer, und auch, welche Konsequenzen daraus gezogen werden sollten.

Shotshop - Elena

DarmkrebsÜberlebenschance dank Nüssen besser

Nüsse sind eine Wohltat: Bereits eine Handvoll am Tag kann den Gang zum Arzt ersparen. Denn Nüsse wirken in vielerlei Hinsicht positiv auf die Gesundheit. Forscher fanden jetzt aktuell heraus, dass der regelmäßige Verzehr bei Darmkrebs das Risiko für Rezidive und Mortalität signifikant reduziert.

Pascal Huot/stock.adobe.com

Krebsbedingte SterbefälleKrebs wird weniger Menschenleben kosten – bis auf 2 Ausnahmen

Seit 2011 schätzt die Arbeitsgruppe um M. Malvezzi regelmäßig auf Basis aktueller Registerdaten ein, wie häufig es zu Sterbefällen aufgrund von Krebserkrankungen im europäischen Raum kommen wird. Auch im aktuellen Jahr bleiben sie ihrem Arbeitsmuster treu und sagen für 2018 die zu erwartenden Änderungen der Sterbestatistik voraus. Demnach werden 2…

dimasobko - Fotolia.com (Symbolbild)

DarmpolypenCalciumpräparate können Wachstum fördern

Um fit und gesund zu bleiben, greifen viele Menschen zu Nahrungsergänzungsmitteln. Doch dass dabei Vorsicht geboten ist, zeigt jetzt wieder einmal eine Studie, die herausfand, dass die mehrjährige Einnahme von Calcium das Risiko für Darmpolypen erhöht.

jedi-master - Fotolia.com (Symbolbild)

ÖsophaguskrebsVorsicht vor heißem Teegenuss!

Raucher, die gerne Tee trinken, aufgepasst! Das Getränk sollte man lieber nicht zu heiß genießen, da sonst ein erhöhtes Risiko für Ösophaguskrebs droht. Noch problematischer scheint ein gleichzeitiger Alkoholkonsum zu sein. Das zumindest legt jetzt das Ergebnis einer prospektiven Kohortenstudie nahe.

lom123 - Fotolia.com (Symbolbild)

Hochintensiver fokussierter Ultraschall (HIFU)G-BA bestätigt Effizienz bei Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Berlin – In einem aktuellen Beschluss entschied der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), dass der ultraschall-gesteuerte hochintensive fokussierte Ultraschall (HIFU) als Behandlungsmethode bei nicht chirurgisch behandelbaren bösartigen Neubildungen des Bauchspeicheldrüsenkrebses (Pankreas) eingesetzt werden kann. Die Deutsche Gesellschaft für…

Deutsche Krebsgesellschaft e.V.

KongressberichtSupportivtherapie beim Pankreaskarzinom

Berlin – Auch in diesem Jahr erörterten Experten auf dem Deutschen Krebskongress wichtige Fragen zum Pankreaskarzinom. Neben der chemotherapeutischen Behandlung spielt für die Patienten im fortgeschrittenen Stadium sicherlich eine effektive supportive Therapie eine wichtige Rolle. Das meint auch PD Dr. med. Marianne Sinn aus Berlin, die in ihrem…

Science RF/stock.adobe.com

Wurmkur schadet bei entzündlichem Darmkrebs

Eine Wurmkur kann Autoimmunerkrankten effektiv helfen. Leiden die Patienten jedoch an entzündlichem Darmkrebs, schaden sie mehr als sie nützen. Das haben Forscher des Instituts für Medizinische Mikrobiologie der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen herausgefunden. Ihre Ergebnisse wurden im renommierten Fachmagazin „Journal…

industrieblick/stock.adobe.com

Kolorektales KarzinomWer sich proinflammatorisch ernährt, erhöht sein Risiko deutlich

Vor Kurzem wurde die aktualisierte S3-Leitlinie zum kolorektalen Karzinom veröffentlicht, in der der Fokus aufgrund der spärlichen Datenlage weniger auf präventiven Ernährungsmaßnahmen als auf innovativen Arzneimitteltherapien liegt. Doch jetzt liefert eine neue Studie aus JAMA Oncology weitere Hinweise auf die negative Wirkung einer ungesunden…

DTKUTOO - Fotolia.com

MagenkrebsForscher spießen Bakterien auf

Mit einem Biopolymer, das seine Form in Abhängigkeit vom pH-Wert ändert, haben Forscher aus den USA und China ein Mittel gefunden, Helicobacter pylori zu bekämpfen, ohne wichtige Bakterien im Darm zu schädigen. H. pylori ist ein Bakterium, das im Magen haust und Krebs auslösen kann.