Ein Meilenstein in der Krebsfrüherkennung: In Sachsen können starke Raucherinnen und Raucher erstmals eine CT-Untersuchung zur Lungenkrebs-Früherkennung auf Kassenkosten nutzen. Das Ziel: bessere Prognosen, mehr Heilungschancen und ein entscheidender Vorsprung im Kampf gegen eine der tödlichsten Krebsarten.
Neue Langzeitdaten verändern die Bewertung des PSA-Screenings: Laut aktueller Cochrane-Analyse lassen sich Prostatakrebs-Todesfälle moderat senken: Das Screening von 500 Männern kann einen Prostatakrebs bedingten Todesfall verhindern. Doch der Nutzen hat seinen Preis – Überdiagnosen und mögliche Übertherapien bleiben zentrale Herausforderungen.
Mehr als 85 % aller Pankreaskarzinome werden erst in einem inoperablen Stadium diagnostiziert – ein zentraler Grund für die schlechte Prognose. Konventionelle CT-Bildgebung versagt im präklinischen Stadium, weil die Drüse morphologisch unauffällig erscheint. Ein neues KI-Framework analysiert routinemäßige CT-Aufnahmen auf subvisuelle Texturmuster…
Ein verfeinerter Urintest könnte die Nachsorge bei Blasenkrebs grundlegend verändern: Die neue Methode filtert störende Hintergrundmutationen heraus und weist verbliebene Tumor-DNA hochpräzise nach. Damit lassen sich Rückfälle früher detektieren als mit als herkömmlichen Spiegelungen und Therapieentscheidungen frühzeitig personalisieren, so die…
Mit dem Start des Lungenkrebs-Screenings in Deutschland rücken unerwartete Befunde im Niedrigdosis-CT in den Fokus. Solche Zufallsbefunde sind keine Nebensache, sondern können starke Hinweise auf extrapulmonale Krebserkrankungen sein.
Ein erstmaliger Krampfanfall jenseits des Kindesalters ist nicht selten der erste sichtbare Vorbote eines bislang unentdeckten Tumors. Im ersten Jahr nach dem Indexereignis schnellt das Risiko für Hirntumoren um ein Vielfaches in die Höhe – und auch nicht neurologische Malignome treten deutlich häufiger zutage als erwartet. Selbst nach 20 Jahren…
Die Koloskopie senkt das Darmkrebsrisiko – doch gilt dieser Nutzen auch für ältere Menschen mit Vorerkrankungen? Bei über 75-Jährigen mit früher entdeckten Adenomen scheint das Risiko, an anderen Ursachen zu versterben, deutlich höher zu sein als das Darmkrebsrisiko, so aktuelle Studienergebnisse. Das lenkt den Blick auf eine Neubewertung der…
Sollte die Darmkrebs-Früherkennung künftig schon ab 45 statt ab 50 Jahren angeboten werden? Die USA haben hier vorgelegt. Jetzt hat auch das IQWiG im Auftrag des G-BA geprüft, ob eine Absenkung der Altersgrenze oder eine Anpassung der Koloskopie-Intervalle wissenschaftlich gerechtfertigt wäre – und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis. Eine eigens…
Das Risiko für ein erneutes Auftreten von Darmpolypen wird bislang überwiegend anhand polypenspezifischer Merkmale bewertet. Doch auch demografische Faktoren wie Geschlecht, Alter, Adipositas oder familiäre Belastung beeinflussen das Rezidivrisiko entscheidend – und könnten zu präziseren, personalisierten Überwachungsstrategien führen.
Brustkrebs bleibt weltweit eine der größten Gesundheitsbelastungen – trotz medizinischer Fortschritte. Die neuesten Schätzungen zeigen ein weiterhin dynamisches Wachstum der Fallzahlen und zugleich eine Entwicklung, die seit Jahrzehnten sichtbar wird: Während wohlhabende Länder mit sinkender Sterblichkeit profitieren, steigen Inzidenz und…
Ab April 2026 können starke Raucherinnen und Raucher zwischen 50 und 75 Jahren jährlich eine Niedrigdosis-Computertomografie (NDCT) zur Lungenkrebs-Früherkennung nutzen. Die neue Leistung der gesetzlichen Krankenkassen soll Tumore früher sichtbar machen und basiert auf einem Beschluss des G-BA. Ärztinnen und Ärzte benötigen für das Screening…
Die WISDOM‑Studie untersucht, ob ein risikobasiertes Screening Brustkrebs früher erkennt als das klassische jährliche Verfahren. Dabei wird das individuelle Erkrankungsrisiko jeder Frau berücksichtigt. Erste Ergebnisse zeigen Vorteile bei fortgeschrittenen Tumorstadien – allerdings ohne Verringerung der Biopsieraten.
Um personalisierte Krebstherapien europaweit zu stärken, braucht es freien Zugang zu qualifizierter genetischer Beratung. Eine EU-weite Delphi-Studie definiert nun 5 konkrete Maßnahmen, die Hindernisse wie Fachkräftemangel, unklare Standards und fehlende Erstattung abbauen sollen. Ziel ist, allen Patienten in der Europäischen Union (EU) rechtzeitig…
Die genetische Untersuchung von Darmpolypen kann entscheidende Hinweise auf erbliche Risiken liefern – besonders bei Menschen mit adenomatöser oder serratierter Polyposis. Jetzt entschlüsselte, frühe Mechanismen der Polypenbildung könnten den Weg zu präziseren Diagnosen und besseren Therapieentscheidungen öffnen.
Mehr als ein Viertel der durch Brustkrebs verlorenen gesunden Lebensjahre geht auf vermeidbare Risikofaktoren zurück – etwa Ernährung, Rauchen, Alkohol oder wenig Bewegung. Wie stark ein gesunder Lebensstil das individuelle Risiko beeinflussen kann, offenbart eine aktuelle Veröffentlichung in Lancet Oncoloy. Zudem wagen die Autoren einen Blick auf…