Beim Rezidiv eines platinresistenten Ovarialkarzinoms gelang eine langfristige Krankheitskontrolle bislang nur selten. Die Phase-III-Studie ENGOT-ov65/KEYNOTE-B96 zeigt nun erstmals einen signifikanten Überlebensvorteil durch die Kombination von Pembrolizumab mit wöchentlichem Paclitaxel. In der Gesamtpopulation stieg das mediane Gesamtüberleben…
Ein neuartiges Antikörper-Wirkstoff-Konjugat sorgt in der CADENZA-Studie für Aufsehen: Bei Patienten mit der seltenen, aggressiven Blutkrebserkrankung BPDCN erreichte Pivekimab Sunirin hohe Ansprechraten und lang anhaltende Remissionen – besonders bei de-novo Erkrankten. Die Daten lassen auf einen möglichen neuen Standard in der Erstlinientherapie…
Checkpoint-Inhibitoren erzielen beim epithelialen Ovarialkarzinom Ansprechraten von nur 10–15 %. Eine zentrale Ursache liegt offenbar im Fettstoffwechsel omentaler Metastasen: Tumorassoziierte Makrophagen nehmen dort große Mengen Lipide auf, geraten unter oxidativen Stress und unterdrücken die Immunantwort. Durch pharmakologische Blockade des…
Das Progesteron-Derivat Megestrol bremst in niedriger Dosis nicht nur Hitzewallungen, sondern auch das Wachstum von Östrogenrezeptor positivem Brustkrebs. Die Kombination mit Letrozol führte in einer klinischen Studie zu einer deutlichen Reduktion der Tumorproliferation – schon mit nur einem Viertel der bisherigen Standarddosis.
Die Kombination aus Atezolizumab und der Standard-Chemotherapie könnte ein entscheidender Fortschritt in der Behandlung von Patienten mit dMMR-Darmkrebs im Stadium III sein. Die Immuntherapie reduziert das Risiko eines Krankheitsrückfalls oder Todes signifikant. Mit der Aufnahme in die NCCN-Leitlinien hat diese Strategie das Potenzial für einen …
Eine deutschlandweite Studie der Dresdner Hochschulmedizin erzielt einen entscheidenden Fortschritt in der Behandlung der aggressiven akuten myeloischen Leukämie (AML): Die Kombination aus intensiver Chemotherapie und Venetoclax steigert die Remissionsrate von 40 auf 75% und ermöglicht deutlich mehr Patientinnen und Patienten den Zugang zu einer…
Antonie Deussen galt als austherapiert. Doch durch eine neuartige Holomedizin-Technologie wagten Ärzte im Pius-Hospital Oldenburg eine Operation, die zuvor unmöglich schien. Mit Augmented Reality machten sie Tumore sichtbar, die sonst verborgen geblieben wären – und schenkten der 79‑Jährigen eine zweite Chance auf Leben und einen lange erträumten…
Eine innovative Antikörper‑Kombination könnte die Therapie des rezidivierten/refraktären multiplen Myeloms grundlegend verändern: In der Phase‑III‑Studie MajesTEC‑3 erreichten Patient*innen mit Teclistamab plus Daratumumab außergewöhnlich hohe Raten an langanhaltender Remission – begleitet von einem frühen und signifikanten Überlebensvorteil. Auf…
Zum Jahresbeginn hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) zahlreiche neue Nutzenbewertungen veröffentlicht. Der G-BA hat geprüft, ob und in welchem Ausmaß ein Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie besteht.
Ziel ist der EVOLVE-Studie ist es, durch zielgerichtete und immunbasierte Therapien den Bedarf an Stammzelltransplantationen zu reduzieren und Behandlungen der Philadelphia-Chromosom-positiven akuten lymphatischen Leukämie (Ph+ ALL) wirksamer sowie verträglicher zu gestalten. Auf dem Kongress der American Society of Hematology (ASH) wurden jetzt…
Angiogenesehemmer sind aus der Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms nicht wegzudenken – doch lange stand ein möglicher Zusammenhang mit schweren Gefäßereignissen im Raum. Eine große französische Registerstudie liefert nun beruhigende Daten: Das Risiko für arterielle Dissektionen und Aneurysmen bleibt niedrig und ist nicht mit der…
Patienten mit Darmkrebs, die GLP-1-Rezeptoragonisten nutzen, haben eine deutlich geringere Sterblichkeitsrate. Die Wirkstoffe, umgangssprachlich oft als „Abnehmspritzen“ bezeichnet, senken nicht nur das Gewicht, sondern könnten auch die Prognose bei Dickdarmkrebs verbessern – insbesondere bei stark adipösen Patienten.
Bei lokalem Prostatakrebs bringt eine Hormontherapie über 9–12 Monate hinaus kaum zusätzlichen Nutzen, erhöht aber das Risiko für Herz- und Stoffwechselprobleme. Ärztinnen und Ärzte könnten künftig individueller entscheiden – für mehr Sicherheit und Lebensqualität.
Zum Jahresbeginn hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) zahlreiche neue Nutzenbewertungen veröffentlicht. Der G-BA hat geprüft, ob und in welchem Ausmaß ein Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie besteht.
Rund 55.000 Menschen erkranken alleine in Deutschland jährlich neu an Darmkrebs. Zwar sind die Zahlen rückläufig und die Zahl darmkrebsbedingter Todesfälle ist in den vergangenen Jahren etwa aufgrund von Früherkennungsprogrammen zurückgegangen. Doch bei einer späten Diagnose ist die Behandlung von Darmkrebs noch immer herausfordernd.