Wenn die normale Blasenentleerung nach einer Zystektomie nicht mehr möglich ist, sollte die gelegte Stoma zumindest die Lebensqualität so wenig wie möglich beeinträchtigen. Dabei scheint insbesondere die Conduit-Lösung am besten abzuschneiden.
Egal, ob das Prostatakarzinom frisch diagnostiziert ist oder während der Androgendeprivation voranschreitet: die Zugabe eines CYP17-Inhibitors, Abirateron, zur Hormontherapie steigert den Androgensenkenden Effekt und verbessert damit das Überleben der Patienten – signifikant.
Nicht immer ist der harte Schnitt besser – zumindest beim frühen, lokal begrenzten Prostata-Ca. Die Sterblichkeit unterscheidet sich bei den Patienten auch nach 20 Jahren kaum, egal ob sie operiert oder beobachtet wurden. Mit einer Ausnahme: intermediate risk scheint von der Chirurgie zu profitieren.
Kommt ein Patient mit dem Verdacht „Blasenkrebs“ zu Ihnen, können Sie ihm schnell Gewissheit verschaffen. Die urinauswertenden Schnelltests sind bei der Neudiagnose ziemlich genau – insbesondere falls es sich um ein Hochrisiko-Karzinom handelt. Bei der Nachsorge dagegen lässt die Genauigkeit des Tests nach.
Das TNM-Staging beim Nierenzellkarzinom teilt bis zu 7cm große Tumoren in das T1-Stadium ein. Geht man nach der Arbeitsgruppe um Bimal Bhindi, könnte es bald einen neuen Cut-Point geben: Sie stellten einen entscheidenden Vorteil für Patienten mit Tumoren bis 3 cm Größe fest.
Nivolumab ist ein monoklonaler Antikörper und gehört zur Gruppe der sogenannten Checkpoint-Inhibitoren. Er ist derzeit zugelassen zur Behandlung von Patienten in fortgeschrittenen Stadien des malignen Melanoms, nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms, Nierenzellkarzinoms und des klassischen Hodgkin-Lymphoms.
Im MRT zeigt sich ein 7×5×4cm großer solider Tumor der linken Nebenniere mit inhomogenen Signalintensitäten in den nativen T1- und T2- gewichteten Sequenzen. Innerhalb des Tumors zeigten sich eine Diffusionsrestriktion sowie zentrale Hypointensitäten in der kontrastmittelangehobenen T1-Wichtung mit randständiger Anreicherung (Bildergalerie).
Ein 57-jähriger Mann stellt sich mit Müdigkeit, Gewichtsverlust und Nachtschweiß vor. In der Laboruntersuchung wurden eine normozytäre Anämie, Hypoalbuminämie, erhöhtes CRP und eine Leukozytose festgestellt.
Ist ein Familienmitglied an Prostatakrebs erkrankt, ist das Erkrankungs-Risiko für Söhne oder Brüder ebenfalls erhöht. Diese klare Vererbung trifft aber offenbar nicht mehr auf das Überleben unter Krebs zu: hier gab es keinen signifikanten Zusammenhang.
Aus Angst vor Übertherapien erhalten längst nicht alle Prostatakrebs-Patienten eine Bestrahlung nach der OP. Nun haben die Autoren dieser Studie Belege geliefert, bei welchen Patienten sich die Bestrahlung wirklich lohnt.
Einen auf den ersten Blick unerwarteten Zusammenhang bei der Entstehung von Harnblasentumoren haben Hamburger Forscher jetzt belegt. Querschnittgelähmte Patienten an ihrer Klinik erkrankten signifikant früher als die Normalbevölkerung an Harnblasenkrebs, der zudem häufiger muskelinvasiv war.
Erst kürzlich haben wir hier davon berichtet, dass Adipositas das Krebsrisiko für mindestens 11 Formen erhöht. Ist eine Erkrankung bereits aufgetreten, scheint das Übergewicht aber – zumindest am Beispiel Nierenzellkarzinom – einen positiven Effekt auf die Prognose zu haben.
Wenn bei Prostatakrebs-Patienten nach der Prostatektomie der PSA-Wert ansteigt, kündigt sich ein Rezidiv an. Dann sollte bestrahlt werden. Und: eine zusätzliche Androgendeprivation begünstigt das Überleben signifikant.