Weltpremiere in China: Eine gentechnisch veränderte Schweineleber wurde einem 71-jährigen Patienten eingesetzt – und funktionierte zeitweise. Der Fall zeigt das Potenzial der Xenotransplantation, offenbart aber auch medizinische und ethische Herausforderungen. Ist das der Weg aus dem Organmangel?
Moderne Krebstherapien wie Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) zeigen starke Effekte gegen Tumoren – doch sie können das Auge massiv schädigen. Hornhautveränderungen, Sehverlust und Therapieabbrüche sind möglich. Augenärztliche Kontrollen sind entscheidend, doch flächendeckende Versorgungsstrukturen fehlen bislang.
Weltweit sinkt der Anteil der Raucher – ein Erfolg jahrzehntelanger Präventionsarbeit. Doch die WHO warnt: E-Zigaretten könnten diesen Fortschritt gefährden. Besonders Jugendliche greifen zunehmend zur Vape, die als harmlos gilt, aber neue Nikotinsüchte auslöst. Europa hinkt beim Rückgang hinterher – vor allem bei Frauen.
Bei Hochrisiko-AML entscheidet das genetische Krankheitsrisiko über den Transplantationserfolg – nicht der Remissionsstatus, dies zeigen die Follow-up-Daten der im letzten Jahr publizierten ASAP-Studie . Eine sofortige Stammzelltransplantation ohne vorherige aggressive Chemotherapie kann vergleichbare Überlebensraten erzielen und die Patienten…
Leberkrebs zählt zu den am schnellsten wachsenden krebsbedingten Todesursachen in Europa. Ohne gezielte Prävention und Früherkennung droht eine Epidemie. Die UEG und DGVS fordern politische Maßnahmen, um Risikofaktoren wie Fettleibigkeit, Hepatitis und Alkoholmissbrauch zu bekämpfen – und Leben zu retten.
Eine aktuelle Studie zeigt: In Kliniken mit hoher Fallzahl und häufiger Anwendung der neoadjuvanten Chemotherapie (NACT) überleben Patientinnen mit Ovarialkarzinom länger. Besonders High-Volume-Zentren profitieren.
Mit modernster Strahlentechnologie will die Universitätsmedizin Mainz die Krebstherapie revolutionieren: Neue Linearbeschleuniger ermöglichen präzisere Behandlungen, kürzere Sitzungen und weniger Nebenwirkungen. Die Geräte sind nicht nur Hoffnungsträger für die Patienten – sie treiben auch die Forschung an personalisierten Therapien entscheidend…
Über 350 Arztpraxen und Apotheken öffenen heute deutschlandweit ihre Türen zur „Langen Nacht des Impfens“. Wer tagsüber keine Zeit hat, kann sich abends unkompliziert gegen Grippe und Corona impfen lassen. Ziel der Aktion: Impfquoten steigern, Risikogruppen schützen – und Leben retten.
CLL-Patienten würden sich gerne körperlich fit halten, aber es fehlt an maßgeschneiderten Angeboten. Zumindest im britischen Gesundheitssystem, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Für ihre bahnbrechenden Erkenntnisse zur peripheren Immuntoleranz erhalten Mary Brunkow, Fred Ramsdell und Shimon Sakaguchi den Medizin-Nobelpreis. Ihre Forschung erklärt, warum unser Immunsystem den eigenen Körper nicht angreift – und ebnet den Weg für neue Therapien gegen Krebs und Autoimmunerkrankungen.
Die HPV-Impfung zeigt in Dänemark starke Wirkung: Die gefährlichen Typen 16/18 sind bei geimpften Frauen nahezu verschwunden. Auch ungeimpfte profitieren durch Bevölkerungsimmunität.
Keine langen Wartezeiten mehr: In Thüringen sind Bereitschaftsärzte ab Oktober auch nachts per Videosprechstunde erreichbar – für Erwachsene und Kinder. Die Kassenärztliche Vereinigung erweitert das digitale Angebot deutlich. Was bedeutet das für Patientinnen und Patienten?
Eigenurin gegen Halsschmerzen, Aprikosenkerne gegen Krebs – auf TikTok und Instagram kursieren teils lebensgefährliche Gesundheitstipps. Nicht nur Verbraucherschützer warnen vor der wachsenden Flut unseriöser Inhalte und fordern strengere Regeln für Influencer. Besonders junge Menschen sind anfällig für Desinformation, die medizinisch nicht haltbar…
US-Präsident Trump kündigt überraschend massive Zölle auf Arzneimittelimporte an – bis zu 100%. Doch für die EU gibt es Entwarnung: Medikamente aus Deutschland und anderen Mitgliedsstaaten bleiben von der Maßnahme ausgenommen. Die deutsche Pharmaindustrie, stark vom US-Markt abhängig, hatte bereits mit Milliardenverlusten gerechnet.
Ein Krankenpfleger manipuliert in einer Klinik Betäubungsmittel, um seine Sucht zu stillen – mehrere Patienten erhalten falsche Medikamente. Das Landgericht Landshut verurteilt den Mann zu 3 ½ Jahren Haft wegen gefährlicher Körperverletzung.