Der Kampf gegen den Krebs geht in die nächste RundeChemo schlug nicht an – NRW-Ministerin setzt auf neue Therapie

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach spricht offen über ihre Krebsdiagnose und den schwierigen Therapieverlauf. Nachdem die Chemotherapie nicht den erhofften Erfolg brachte, setzt sie nun auf eine Tablettentherapie.

Nahaufnahme einer Infusion im Krankenhaus, unscharfe OP-Lampen im Hintergrund.
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Die Chemo schlug nicht an - jetzt hofft Ina Scharrenbach auf die neu angesetzte orale Therapie.

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) kämpft weiter gegen den Krebs. Sie unterziehe sich gerade einer Tablettentherapie, «nachdem die Chemotherapie nicht in dem erhofften Maß anschlug», so Scharrenbach zum Magazin «Bunte». 

Diagnose aus dem Nichts

«Noch bin ich nicht geheilt und weiß jetzt aus eigener Erfahrung: Krebs ist ein absolutes Biest», sagte Scharrenbach laut «Bunte». Die Diagnose sei ein Zufallsbefund gewesen: «Ich bin am 5. Juni zu einem Arzt, weil ich so einen Husten hatte, der einfach nicht wegging. Die Erstdiagnose war: leichte Lungenentzündung.» Dann habe man zunächst eine beidseitige Lungenembolie festgestellt. 

«Ich dachte mir mit schwarzem Humor: Das wird ja immer besser», so Scharrenbach: «Danach wurde ich eine Woche lang in der Uniklinik Köln untersucht und die Diagnose war klar: Krebs.»

Politik bleibt – aber mit neuen Prioritäten

In dieser Phase habe sie sich existenzielle Fragen gestellt, sagte die Ministerin dem Magazin: «Ich dachte mir: Soll es das wirklich gewesen sein? Mit 48? Meine erste Frage an die Ärzte war: Kann ich weiterarbeiten? Sie waren ehrlich und meinten, sie wissen nicht, wann und ob es wieder geht. So eine klare Ansage hilft.»

An einen Rückzug aus der Politik habe sie nie gedacht, aber ihr Terminkalender habe sich geändert: «Ich sage auch mal Nein bei Terminen und mache weniger. Weniger ist jetzt mehr für mich.»