Produktion und globale Nachfrage stärkenMerz Pharma setzt mit einer 100-Millionen-Euro-Investition auf Dessau

Merz Pharma baut seinen Standort in Dessau-Roßlau massiv aus und investiert bis 2028 mehr als 100 Millionen Euro in Produktion, Verpackung und Logistik. Mit der Erweiterung reagiert das Unternehmen auf die weltweit steigende Nachfrage nach Neurotoxinen und setzt zugleich ein klares Bekenntnis zum Industriestandort Deutschland.

Mitarbeiter im Reinraum bereiten eine Anlage für die sterile Abfüllung des Medikaments Xeomin der Merz Group vor.
Jan Woitas/dpa
Hightech-Produktion im Reinraum: Der Ausbau der Anlagen in Dessau ist Teil der Strategie, die steigende weltweite Nachfrage nach Neurotoxinen effizient und in hoher Qualität zu bedienen.

Merz Pharma hat seinen Standort in Dessau-Roßlau mit einer neuen Verpackungslinie erweitert. Die Anlage ist Teil eines umfassenden Ausbaus, bei dem in die Produktions-, Verpackungs- und Logistikkapazitäten investiert wird, wie das Unternehmen mitteilte. Bis 2028 sollen insgesamt mehr als 100 Millionen Euro eingesetzt werden.

Klare Standortentscheidung: Bekenntnis zu Deutschland

Man glaube an Deutschland als Industriestandort, erklärte der Vorstandschef (CEO) der Merz Group, Philip Burchard. «Wir sind davon überzeugt, dass wir hier langfristig international wettbewerbsfähig produzieren können. Mit dem Ausbau reagieren wir auf die weltweit gestiegene Nachfrage nach Neurotoxinen und bündeln unsere Wertschöpfung vor Ort.»

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) betonte, von den Investitionen profitierten nicht nur das Unternehmen, sondern auch die Beschäftigten und die gesamte Wirtschaftsregion.

Global aufgestellt: Merz Group im Überblick 

Die Merz Group hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Sie verfügt nach eigenen Angaben über 5.500 Mitarbeiter weltweit, in Dessau sind es rund 450. Die Merz Group erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von mehr als 2,2 Milliarden Euro.