SAP und Fresenius bilden strategische AllianzKI soll Kliniken effizienter, sicherer und patientennäher machen

Künstliche Intelligenz zieht verstärkt in deutsche Krankenhäuser ein: SAP und Fresenius haben eine strategische Partnerschaft angekündigt, um KI-basierte Lösungen in Diagnostik, Abläufen und Datenmanagement voranzubringen. Ziel ist eine sichere, datensouveräne Gesundheitsplattform, die Ärzte und Pflegekräfte entlastet und zugleich die Behandlungsqualität verbessert – bei klarer ärztlicher Verantwortung.

Christian Klein, Vorstandschef des Softwarekonzerns SAP, während einer Bilanzpressekonferenz
Uwe Anspach/dpa
SAP – hier der Vorstandschef des Softwarekonzerns, Christian Klein, während einer Bilanzpressekonferenz – setzt gemeinsam mit Fresenius auf den Ausbau KI-gestützter Systeme im Krankenhaus, um medizinisches Personal zu entlasten und Prozesse effizienter zu gestalten.

Deutschlands größter Softwarekonzern SAP und der Klinikbetreiber Fresenius wollen gemeinsam künstliche Intelligenz (KI) im Gesundheitswesen voranbringen. Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft solle eine Plattform aufgebaut werden, die vernetzte und datengetriebene Gesundheitsprozesse ermöglicht, teilte Fresenius in Bad Homburg mit. Bei dem Projekt planten die beiden Dax-Konzerne, mittelfristig einen mittleren 3-stelligen Millionenbetrag zu investieren.

SAP-Technologie als Basis für skalierbare KI-Systeme

«Wir machen Daten und KI zu alltäglichen Begleitern, die für Ärzte und Krankenhausteams sicher, einfach und skalierbar sind», sagte Fresenius-Chef Michael Sen. Damit schaffe man mehr Raum für die Versorgung von Patientinnen und Patienten.

Schon heute kann KI Ärzten helfen, Krankheiten zu erkennen und die richtigen Entscheidungen zu treffen, etwa bei bildgebenden Verfahren bei Radiologen. Bei Fresenius soll das Fachpersonal KI-gestützt bessere Entscheidung bei der Diagnostik treffen. Auch könnten Abläufe beschleunigen werden. Die finale Entscheidung über Behandlungen liege aber immer bei den Ärzten, hieß es. 

Digitale Souveränität und Datenschutz im Fokus

Mit der Technologie von SAP und der Expertise von Fresenius wolle man die Grundlage für eine souveräne Gesundheitsplattform für Fresenius weltweit schaffen, sagte SAP-Chef Christian Klein. «Damit wollen wir gemeinsam neue Maßstäbe für Datenhoheit, Sicherheit und Innovation im Gesundheitswesen setzen.» 

Ziel ist demnach ein integriertes, erweiterbares und datenbasiertes digitales System, das Kliniken und medizinischen Einrichtungen den sicheren Einsatz von KI ermöglicht, auch im Umgang mit sensiblen Patientendaten.
 

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Fresenius Helios ist Deutschlands größter Klinikbetreiber. In mehr als 80 Krankenhäusern und rund 220 Medizinischen Versorgungszentren werden jährlich rund 5,5 Millionen Menschen hierzulande behandelt. Über die Tochtergesellschaft Quirónsalud ist das Unternehmen zudem in Spanien und Lateinamerika aktiv.