Mit über etwa 57.000 Neuerkrankungen pro Jahr gehört das Bronchialkarzinom (non small cell lung cancer [NSCLC] und small cell lung cancer [SCLC]) zu den häufigsten Tumorerkrankungen in Deutschland – bei den Männern steht es auf Platz 2 der häufigsten Krebserkrankungen, bei Frauen ist es die dritthäufigste. Auch die Prognose ist ungünstig – die relative 5-Jahres-Überlebensrate beträgt bei Männern mit Lungenkrebs nur etwa 15%. Der Tabakkonsum gilt dabei als Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs. So sind bei Männern etwa neun von zehn Erkrankungen auf aktives Rauchen zurückzuführen. Aktuelle Studien befassen sich derzeit u.a. mit dem Einsatz der modernen Radiotherapie sowie der Wirksamkeit zielgerichteter Therapien (bspw. mit EGFR-Inhibitoren) in der Behandlung von Lungenkrebs.

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LungenhochdruckGießener Lungenforscher behandeln Lungenhochdruck mit einem Krebsmedikament

Lungenhochdruck ist eine schwere, zum Tode führende Erkrankung, die durch eine starke Verengung der Lungengefäße gekennzeichnet ist. Die Betroffenen leiden bereits bei geringster Belastung oder sogar in Ruhe unter Atemnot, blauen Lippen, Beinödemen, Brustschmerzen, und klagen allgemein über schnelle Erschöpfung und Ermüdung. Die richtige Diagnose…

Lunge in rot
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Lungenkrebs-ScreeningFrauen profitieren erheblich

Ist die Computertomographie geeignet, Lungenkrebs in einem sehr frühen und damit noch gut behandelbaren Stadium zu erkennen? Das haben Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum mit der 2007 gestarteten LUSI-Studie untersucht. Nun liegen die Ergebnisse der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und von der Dietmar Hopp Stiftung…

Biener L. et al. - DMW 2019

Pneumo-Quiz22-jähriger Mann mit Verdacht auf Lungenkrebs

Ein 22-jähriger Nichtraucher wurde mit dem radiologischen Verdacht auf Lungenkrebs vorgestellt. Klinisch bestehen Nachtschweiß, Gewichtsverlust (– 4 kg in 2 Wochen) und abendliches Fieber.  Aufgrund eines auffälligen Röntgen-Thorax-Befundes wird eine Computertomografie der Lunge veranlasst, außerdem wurde eine Gewebeprobe entnommen.

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Raucher, die Sport machen, haben ein signifikant reduziertes Lungenkrebsrisiko

Zwar legen bereits einige Beobachtungsstudien nahe, dass Sport generell – egal ob bei Rauchern oder Nichtrauchern – eine Schutzwirkung vor Lungenkrebs hat. Dennoch könnten Selektions- und Erinnerungsbias die Qualität dieser Aussagen beeinträchtigen. Eine Sammlung von Kohortenstudien, noch dazu mit prospektiven Modellen, kann diese Fehler ausmerzen.…

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Erhöhte Thrombozytenzahl wahrscheinlich ursächlich für Lungenkrebs

Seit kurzem weiß man, dass die Lunge maßgeblich an der Produktion reifer Thrombozyten beteiligt ist. Schon länger weiß man, dass aktivierte Plättchen bei Koagulation und Entzündungen eine entscheidende Rolle spielen und dass eine erhöhte Thrombozytenzahl bei diversen Krebsformen mit einer erhöhten Mortalität einhergeht. So wie es aussieht, scheinen…

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ACE-Hemmer und LungenkrebsKausalzusammenhang nach Bewertung durch EMA nicht belegt

ACE-Hemmer werden unter anderem angewendet zur Behandlung von Hypertonie, Herzinsuffizienz und renalen Komplikationen des Diabetes mellitus. In einer epidemiologischen Studie wurde kürzlich über ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko im Zusammenhang mit ACE-Hemmern berichtet (1). Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat daraufhin das Risiko überprüft…

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Small cell lung cancerNüsse schützen vor Lungenkrebs – aber nur Männer

Nüsse sind nährstoffreich und gesund, und vor Krebs schützen sollen sie auch noch. Zahlreiche Studien gibt es dazu bereits, doch zum Thema Lungenkrebs gibt es bis dato deutlich weniger Arbeiten, die sich zudem widersprechen. Daher haben niederländische Forscher nun die Ernährungs-Angaben einer älteren Studienkohorte ausgegraben und kamen zu einem…

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NSCLC Stadium IIIDurvalumab verbessert Gesamtüberleben

Ein wirksames Medikament bei unresezierbarem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom – das scheinen Antonia Scott et al. im monoklonalen Antikörper Durvalumab gefunden zu haben. Zumindest setzen sich die Daten zum verbesserten progressionsfreien Überleben nun auch im verbesserten Gesamtüberleben fort.

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Radiochemotherapie bei lokalem SCLC in (fast) jedem Stadium lohnenswert

Patienten mit einem kleinzelligen Lungenkarzinom und begrenzter Erkrankung scheinen auch in geringeren TNM-Stadien von der Radiochemotherapie zu profitieren. Laut dieser Sekundäranalyse einer multizentrischen Phase III Studie haben Patienten mit Stadium I-II sogar den (logischen) Vorteil, länger zu leben und mit weniger Nebenwirkungen als Patienten…

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Gewichtsverlust vor Lungenkrebsdiagnose entscheidendBMI sagt wenig übers Überleben aus

Bislang galt: Ein erhöhter BMI ist auch mit einem verbesserten Überleben bei Patienten mit Lungenkrebs assoziiert. Dieses Obesity-Paradox wird aber voraussichtlich bald abgelöst werden - vom Gewichtsverlauf vor der Diagnose. Offenbar ist ein vorangegangener Gewichtsverlust viel aussagekräftiger für das Überleben und das Sterberisiko.

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ACE-HemmerHäufiger Lungenkrebs durch Blutdrucksenker?

Der Einsatz von ACE-Hemmern in der Therapie von Bluthochdruck gilt über kurze Strecken als sicher. Bei einem längeren Einsatz haben sich jedoch bereits Bedenken gezeigt, dass dadurch auch das Krebsrisiko erhöht werden könnte, insbesondere das für Lungenkrebs. Ob wirklich was an dieser Vermutung dran ist, haben kanadische Forscher nun untersucht –…

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Sublobuläre Resektion bei frühem NSCLC auch geeignet

Bislang galt die Lobektomie, also vollständige Entfernung eines Lungenlappens, als das Standardprozedere bei einem NSCLC. Allerdings führte die Entdeckung zunehmend kleiner, peripherer NSCLC-Formen dazu, dass das Interesse an einer sublobulären Resektion als alternativen Eingriff steigt. Offenbar zurecht, wie Nasser Altorki et al. in ihrer…