Wegen seit Monaten zunehmender Neigung zu Verstopfung wird ein 74-jähriger Patient von seinem Hausarzt überwiesen. Bei der Koloskopie finden Sie eine große Raumforderung.
Mit dem normalen Weißlicht-Koloskop können die flachen Krebsvorläufer übersehen werden. Eine zuverlässigere Detektion verspricht ein fluoreszierender Farbstoff.
Ab dem Alter von 55 Jahren haben gesetzlich Krankenversicherte Anspruch auf eine präventive Koloskopie zur Früherkennung von Darmkrebs. Sinnvoll wäre das Screening jedoch bereits ab 50 Jahren – insbesondere für Männer.
Neuroendokrine Tumoren des Rektums machen sich in den meisten Fällen nicht durch spezifische Symptome bemerkbar. Es scheint aber gewisse Risikofaktoren zu geben, auf die man achten kann.
Jüngere Krebspatienten erhalten häufiger eine postoperative Chemotherapie als ältere Patienten über 65 Jahre. Doch wirklich davon profitieren können sie nicht.
Colitis ulcerosa zählt zu den Risikofaktoren für ein kolorektales Karzinom. Daher wird Patienten mit Ileostomie häufig eine totale Proktektomie empfohlen. Ist das noch zeitgemäß?
Als Standardbehandlung beim resektierten Pankreas-CA gilt inzwischen die adjuvante Gemcitabin-Therapie. Die Hinzunahme eines weiteren Zytostatikums kann das Überleben verlängern.
Warum Frauen seltener von Karzinomen im Ösophagus oder Magen betroffen sind, konnte bisher nicht geklärt werden. Eine mögliche Antwort: Es könnte an den Hormonen liegen.
Jeder sechste Patient mit CRC unter 50 Jahren hat eine Mutation. Besonders problematisch: Rund ein Drittel dieser Mutationen wäre nach den Maßstäben herkömmlicher Gentests nicht erfasst worden.
Ausgehend von einem Barrett-Ösophagus kann sich eine Krebserkrankung entwickeln. Für Patienten, die lediglich eine unregelmäßige Z-Linie haben, scheint es dagegen Entwarnung zu geben.