Neue Studiendaten zeigen eine alarmierende Entwicklung: Die Darmkrebssterblichkeit steigt vor allem bei Menschen mit geringer Bildung. Während Akademiker kaum betroffen sind, verschärfen sich die Unterschiede bei Jüngeren deutlich. Welche Rolle spielen Einkommen, Vorsorge und Lebensstil?
Das duktale Adenokarzinom des Pankreas zählt zu den prognostisch ungünstigsten Tumorentitäten – die Zweitlinientherapie nach Versagen einer fluoropyrimidin- oder gemcitabinbasierten Behandlung bringt mit medianen Überlebenszeiten von 6 bis 7 Monaten meist nur einen kurzen Aufschub. Eine orale Substanz, die gezielt die aktive, GTP-gebundene Form…
Mehr als 85 % aller Pankreaskarzinome werden erst in einem inoperablen Stadium diagnostiziert – ein zentraler Grund für die schlechte Prognose. Konventionelle CT-Bildgebung versagt im präklinischen Stadium, weil die Drüse morphologisch unauffällig erscheint. Ein neues KI-Framework analysiert routinemäßige CT-Aufnahmen auf subvisuelle Texturmuster…
Lohnt sich die zusätzliche Bestrahlung einzelner Metastasen wirklich – und für wen? Die auf dem ESTRO-Kongress 2026 in Stockholm vorgestellte EXTEND-Studie gibt erstmals histologiespezifische Antworten: Patienten mit Pankreas- und Prostatakarzinomen profitieren deutlich, beim Nierenzellkarzinom bleibt der Nutzen offen. Parallel zeigt sich, dass …
Wie stark beeinflusst der Zeitpunkt eines Rezidivs die Überlebenschancen bei Darmkrebs? Tritt der Tumor früh nach der Operation erneut auf, steigt das Sterberisiko deutlich, darauf verweisen aktuelle Studiendaten. Späte Rezidive gehen dagegen mit einer besseren Prognose einher. Diese Erkenntnis hat Konsequenzen für Nachsorge und klinische…
Immuncheckpoint‑Inhibitoren sind Standard in der Erstlinie des fortgeschrittenen HER2‑negativen Magenkarzinoms – die optimale Erhaltungsstrategie bleibt jedoch unklar. Eine randomisierte Phase‑III‑Studie zeigt nun: Camrelizumab plus CAPOX mit anschließender Camrelizumab basierter Erhaltung verlängert das Gesamtüberleben gegenüber CAPOX allein,…
Einen auffälligen Stuhltest darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen: Verzichten Menschen nach einem positivem Befund auf die empfohlene Darmspiegelung, tragen sie ein deutlich erhöhtes Darmkrebsrisiko. Besonders diese bislang unterschätzte Hochrisikogruppe rückt dabei in den Fokus. Die Ergebnisse unterstreichen, wie entscheidend konsequente…
Die Koloskopie senkt das Darmkrebsrisiko – doch gilt dieser Nutzen auch für ältere Menschen mit Vorerkrankungen? Bei über 75-Jährigen mit früher entdeckten Adenomen scheint das Risiko, an anderen Ursachen zu versterben, deutlich höher zu sein als das Darmkrebsrisiko, so aktuelle Studienergebnisse. Das lenkt den Blick auf eine Neubewertung der…
Die robotergestützte Ösophagektomie ist bei resektablem Ösophaguskarzinom der konventionellen thorakoskopischen Technik mindestens ebenbürtig. In der randomisierten Phase‑III‑Studie RAMIE zeigte sich sogar ein möglicher Vorteil im 5‑Jahres-Gesamtüberleben – bei vergleichbarem Komplikationsprofil. Ergebnisse stärken die Rolle der Robotik in der…
Darmkrebs trifft sozial benachteiligte Menschen besonders hart: Wer in ärmeren Wohngegenden lebt, erkrankt nicht nur häufiger, sondern stirbt auch öfter an der Krankheit. Dabei sind mehrere Faktoren entscheidend – vom Krankheitsstadium über den Verzicht auf Operationen bis hin zur Krankenversicherung.
Nicht immer bietet ein zugelassenes Medikament bzw. ein neuer Wirkstoff auch einen Vorteil gegenüber dem bisherigen Therapiestandard. Daher hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) seit 2011 die Aufgabe, nach Markteintritt von neu zugelassenen Arzneimitteln eine Nutzenbewertung durchzuführen. Er prüft, ob und in welchem Ausmaß ein Zusatznutzen…
Darmkrebs gilt als Erkrankung des höheren Alters – doch immer häufiger sind auch junge Erwachsene betroffen. Starkes Übergewicht, Typ‑2‑Diabetes und Störungen des Fettstoffwechsels könnten das Darmkrebsrisiko deutlich erhöhen. Besonders Stoffwechselerkrankungen in jungen Jahren rücken damit in den Fokus von Prävention und Früherkennung.
Sollte die Darmkrebs-Früherkennung künftig schon ab 45 statt ab 50 Jahren angeboten werden? Die USA haben hier vorgelegt. Jetzt hat auch das IQWiG im Auftrag des G-BA geprüft, ob eine Absenkung der Altersgrenze oder eine Anpassung der Koloskopie-Intervalle wissenschaftlich gerechtfertigt wäre – und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis. Eine eigens…
Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Krebsmedizin: KI-Modelle können das Überleben, das Metastasierungsrisiko und den Erfolg verschiedener Therapien bei Bauchspeicheldrüsenkrebs immer präziser vorhersagen . Damit könnten Tumorboards künftig gezieltere Entscheidungen treffen und Patienten von individuelleren Behandlungspfaden profitieren.
Bei Darmkrebs senken minimalinvasive Eingriffe das Risiko für Komplikationen und Sterblichkeit deutlich – gerade bei hochbetagten oder multimorbiden Patienten. Paradox: Ausgerechnet jene, die am meisten profitieren würden, erhalten diese schonendere OP-Form jedoch viel seltener.