Niedersachsen steht vor einem Umbruch in der Krankenhauslandschaft: Gesundheitsminister Andreas Philippi will die Versorgung bündeln und setzt auf neue Zentralkliniken. Grund: Rund 5.000 Betten gelten als überflüssig. Ziel ist eine bessere Qualität und ausreichend Fachpersonal – statt vieler kleiner Häuser, die unter Personalmangel leiden.
Vor 3 Jahren sorgte der Mangel an Fiebersaft für Kinder für Schlagzeilen. Heute ist die Lage in Apotheken weniger dramatisch, aber längst nicht entspannt: Rund 550 Medikamente sind bundesweit im Engpass, darunter Insulin, Blutdrucksenker und Psychopharmaka.
Tabakkonzerne locken gezielt junge Menschen mit E-Zigaretten, Nikotinbeuteln und bunten Marketingtricks, warnt die WHO. Auf der internationalen Anti-Tabak-Konferenz in Genf beraten 183 Staaten über Gegenmaßnahmen – von Filterverbot bis Steuererhöhung. Experten warnen: Aggressive Strategien könnten hart erkämpfte Fortschritte zunichtemachen.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bewertet Selpercatinib erneut und bestätigt einen erheblichen Zusatznutzen für Patienten ab 12 Jahren mit fortgeschrittenem RET-mutiertem medullären Schilddrüsenkarzinom. Neue Studiendaten zeigen signifikante Vorteile gegenüber Vandetanib und Cabozantinib – von Gesamtüberleben bis Lebensqualität.
CDU-Politiker Hendrik Streeck fordert klare Leitlinien für den Einsatz extrem teurer Medikamente bei sehr alten Patienten. Die Linke reagiert empört und spricht von einem Angriff auf die Menschenwürde. Auch die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnt vor Altersdiskriminierung.
Antibiotikaresistenzen bedrohen weltweit die Gesundheit – jede 6. Infektion ist bereits resistent. Während die WHO unter dem Motto “Act Now: Protect Our Present, Secure Our Future”, also „Jetzt handeln: Unsere Gegenwart schützen, unsere Zukunft sichern“ im Rahmen der „World AMR Awareness Week“ zum Handeln aufruft, plant Deutschland mit dem…
Die Deutsche Krebshilfe und das Deutsche Krebsforschungszentrum präsentieren die Ergebnisse des 1. Nationalen Krebspräventionsgipfels: Fünf konkrete Handlungsempfehlungen an die Politik, um Prävention wirksam zu verankern und die Zahl der Neuerkrankungen deutlich zu senken. Denn 40% der 500.000 neuen Krebserkrankungen in Deutschland pro Jahr wären…
Die Deutsche Krebsgesellschaft ist alarmiert: Das geplante Krankenhausanpassungsgesetz könnte die Qualität der Krebsbehandlung massiv gefährden. Zu viele Ausnahmeregelungen für Bundesländer drohen, einheitliche Standards aufzuweichen. Die Folge: Ungleichbehandlung von Patienten und schlechtere Überlebenschancen. Die Krebsgesellschaft fordert daher…
Die Krankenhausreform bringt Kliniken in Rheinland-Pfalz in eine schwierige Lage: Unklare Regeln, fehlendes Personal und drohende Finanzkürzungen sorgen für Unsicherheit. Warum die neue Krankenhausplanung noch auf sich warten lässt, welche Folgen das für Patienten hat und warum Gesundheitsminister Hoch Alarm schlägt.
Seit dem 1. Oktober müssen Befunde und Laborwerte in die elektronische Patientenakte (ePA) geladen werden. Doch Hausärzte kritisieren die Technik: Drei Viertel der Praxen melden Probleme. Die Idee sei „sehr gut“, die Umsetzung „mangelhaft“, warnt der Hausärzteverband.
Das Bundesverfassungsgericht hat die umstrittenen Triage-Regeln aus dem Infektionsschutzgesetz gekippt. Die Vorschriften schränkten die Berufsfreiheit von Ärztinnen und Ärzten ein und waren verfassungswidrig. Damit dürfen Mediziner in Extremsituationen wieder eigenverantwortlich entscheiden, wie sie knappe Ressourcen wie Intensivbetten zuteilen.
Die 53 Mitgliedstaaten der WHO-Region Europa, darunter Deutschland, haben sich auf eine gemeinsame Gesundheitsagenda bis 2030 geeinigt. Das neue Arbeitsprogramm EPW2 setzt klare Prioritäten: von der Stärkung der Versorgung über den Kampf gegen Gewalt bis hin zur Bewältigung der Klimakrise. Zwei Sonderinitiativen stehen dabei ebenfalls im Fokus.
Seit dem 01. Oktober 2025 müssen Arztpraxen, Apotheken und Kliniken relevante Gesundheitsdaten verpflichtend in die elektronische Patientenakte (ePA) hochladen. Bereits über 37 Millionen Dokumente wurden digital gespeichert – Tendenz steigend. Die ePA soll die medizinische Versorgung verbessern, Behandlungen effizienter machen und Patienten mehr…
Burnout ist mehr als ein persönliches Problem – es gefährdet die medizinische Versorgung. Eine aktuelle Studie der Universität Leipzig zeigt: Je höher der Burnout-Wert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ärztinnen und Ärzte vorzeitig in den Ruhestand gehen.
Die geplante Krankenhausreform sollte Effizienz und Versorgung verbessern – doch nun liegt die Umsetzung bei den Bundesländern. Prof. Jürgen Graf, Direktor der Uniklinik Frankfurt, äußert scharfe Kritik: Die Reform drohe zu verwässern und zentrale Probleme ungelöst zu lassen.