Die weltweite Lebenserwartung ist nach dem Einbruch durch die Corona-Pandemie wieder gestiegen – auf durchschnittlich 76,3 Jahre bei Frauen und 71,5 Jahre bei Männern. Doch der Trend zeigt große regionale Unterschiede. Welche Krankheiten und Risikofaktoren beeinflussen die Entwicklung? Und wo steht Deutschland im internationalen Vergleich?
Frauen leben weltweit länger als Männer – ein Muster, das sich bei fast drei Vierteln der Säugetiere, weniger jedoch bei Vögeln zeigt. Die Ursachen liegen tief in der Evolution und reichen von genetischen Unterschieden bis zu Paarungsstrategien und elterlicher Fürsorge. Umwelteinflüsse dagegen scheinen weniger wichtig zu sein.
Bei Hochrisiko-AML entscheidet das genetische Krankheitsrisiko über den Transplantationserfolg – nicht der Remissionsstatus, dies zeigen die Follow-up-Daten der im letzten Jahr publizierten ASAP-Studie . Eine sofortige Stammzelltransplantation ohne vorherige aggressive Chemotherapie kann vergleichbare Überlebensraten erzielen und die Patienten…
Mikroben im Tumor beeinflussen offenbar den Verlauf von Magen-Darm-Tumoren: Bestimmte Bakterienarten korrelieren mit dem Metastasierungsrisiko und der Immunantwort. Ein neu entwickelter Risiko-Score könnte künftig helfen, Risikopatienten besser zu identifizieren.
Lange vermutet, jetzt bestätigt: Menschen mit interstitiellen Lungenerkrankungen haben ein deutlich erhöhtes Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Eine groß angelegte schwedische Kohortenstudie zeigt, wie stark die genetische Komponente dabei mitspielt – und warum interstitielle Lungenerkrankungen künftig in Risikomodelle einfließen sollten.
Die neue Chemotherapie BrECADD verbessert die Chancen auf Fruchtbarkeit bei jungen Hodgkin-Lymphom-Patient*innen – ohne Einbußen bei der Heilung. Die HD21-Studie liefert überzeugende Daten.
Die Checkpoint-Inhibitor-Therapie hat die Behandlung des nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms revolutioniert, aber nur ein Teil der Betroffenen profitiert von dieser Behandlung. Ein Grund könnte der gleichzeitige Einsatz von Kortikosteroiden sein, der die Wirksamkeit der Immuntherapie drastisch mindern kann. Besonders kritisch scheint dabei der…
Ein internationales Forschungsteam hat herausgefunden, warum Tamoxifen – ein bewährtes Medikament gegen Brustkrebs – in seltenen Fällen selbst zur Entstehung von Gebärmutterkrebs beitragen kann. Der Wirkstoff aktiviert direkt einen zentralen Tumorsignalweg, der sonst durch genetische Mutationen angeschaltet wird.
Bei lokal fortgeschrittenem Enddarmkrebs kann eine gezielte Dreifachtherapie die Wirkung der Strahlentherapie verbessern – präklinische Daten deuten auf eine gute Verträglichkeit und erhöhte Tumorkontrolle hin.
Bei familiärer adenomatöser Polyposis (FAP) ist das Krebsrisiko extrem hoch. Bonner Forschende zeigen nun, wie Immunzellen und ein spezieller Botenstoff die Entstehung von Duodenalkrebs fördern – und eröffnen neue Wege für gezielte Therapien.
Ein Gen, das die Leber im Tagesrhythmus hält, wird bei Kachexie abgeschaltet – mit fatalen Folgen: Die Leber wird zum aktiven Treiber des Gewebeabbaus. Forschende zeigen, wie sich dieser Prozess stoppen lässt.
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Mit einem neuen Test können Wissenschaftler Krebspatienten identifizieren, die nicht auf eine Chemotherapie ansprechen. Die Methode basiert auf Biomarkern zur Quantifizierung der chromosomalen Instabilität.
Der medizinische Fortschritt hat die Lebenserwartung über Jahrzehnte rasant steigen lassen – doch jetzt zeigt sich: Der Trend flacht ab. Neue Studien prognostizieren, dass die Generationen zwischen 1939 und 2000 nicht mehr so alt werden wie erhofft. Das hat weitreichende Folgen für Gesundheitssysteme, Renten und Lebensplanung.
Obwohl Früherkennung Leben retten kann, vermeiden viele Menschen bewusst medizinische Informationen – selbst bei potenziell schweren Erkrankungen. Eine internationale Meta-Analyse zeigt: Rund 30 % der Befragten wollen keine Diagnose, keine Tests, keine Gewissheit. Die Gründe reichen von emotionaler Überforderung bis zu tiefem Misstrauen gegenüber…
Eine neuartige Bildgebungstechnologie macht jetzt kleinste Krebsvorstufen in der Speiseröhre sichtbar – und könnte damit Leben retten. Die O2E-Endoskopie liefert gestochen scharfe 3-dimensionale Bilder und erkennt Gewebeveränderungen mit bislang unerreichter Präzision. Das Verfahren verspricht eine neue Ära der Diagnostik: schneller, präziser und…