In den USA gibt es schon länger eine eigene Fachgesellschaft für Integrative Onkologie. Gemeinsam mit der Amerikanischen Krebsgesellschaft ASCO hat sie Ende 2022 eine neue S3-Leitlinie zum Schmerzmanagement in der Onkologie herausgebracht [1]. Die Empfehlungen basieren auf Studien, die bis Ende des Jahres 2021 publiziert wurden. Die deutsche…
Mit der Zulassung des Tyrosinkinase-Inhibitors Osimertinib zur Behandlung von fortgeschrittenem, EGFR-mutiertem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) eröffneten sich für die Patienten neue Möglichkeiten. Jetzt wurde in einer Phase-3-Studie untersucht, ob eine zusätzliche Chemotherapie Vorteile im Vergleich zu einer Monotherapie mit Osimertinib…
Etwa 10 bis 15 Prozent der Patientinnen und Patienten mit einem nicht-metastasierten Kolonkarzinom weisen eine Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR) auf. Bei etwa 20 bis 40 Prozent dieser Tumore kommt es dabei trotz Standardchemotherapie zu einem Rezidiv. Im vergangenen Jahr hatte die NICHE-2-Studie zeigen können, dass diese Patienten von einer…
Die Behandlung von Krebs wird zunehmend komplexer, bietet aber auch immer mehr Möglichkeiten. Denn je besser man die Biologie eines Tumors versteht, desto mehr Ansätze für die Behandlung gibt es. Um Patient:innen eine auf ihre Erkrankung zugeschnittene, personalisierte Therapie anbieten zu können, ist eine aufwändige Analyse und Interpretation…
Sind Patienten von fortgeschrittenem Magenkrebs betroffen, kann eine Heilung nicht mehr immer erzielt werden. Eine bessere Prognose kann jedoch die Immuntherapie mit sich bringen, wie eine aktuelle Studie nun zeigt.
In den letzten Jahren konnte durch die Entdeckung und Entwicklung von Biomarkern enorme Fortschritte bei zahlreichen Tumorentitäten gemacht werden, indem Patienten dadurch personalisierte Therapien erhalten können. Insbesondere Brust- und inzwischen auch Lungenkrebs sind hier in einer Vorreiterrolle. Beim kolorektalen Karzinom (CRC) sei man hier…
Zwei randomisierte kontrollierte Studien in der 3. und 4. Linie beim Kolorektal- und beim Mammakarzinom zeigen jeweils einen Zusatznutzen für die bewerteten Arzneimittel.
Ob nach einer Darmkrebsoperation eine adjuvante Chemotherapie sinnvoll ist, wird in der Regel im Einzelfall entschieden. Eine Studie hat nun die Gruppe der Menschen in den Blick genommen, die ein hohes Rückfallrisiko haben und untersucht, ob sich durch eine adjuvante Chemo Überlebensvorteile ergeben.
Die Inzidenz von Adenokarzinomen des Ösophagus scheint bei Patienten mit nicht erosiver gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD) ähnlich zu sein wie die Inzidenz in der Allgemeinbevölkerung. Dies legt nahe, dass eine endoskopisch bestätigte nicht erosive GERD kein zusätzliches endoskopisches Monitoring erfordert.
Ob Akupunktur, Homöopathie oder Cannabinoide - komplementärmedizinische Ansätze spielen in der Onkologie seit je her eine nicht unbedeutende Rolle. Dabei ist es wichtig, dass ihr Einsatz auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Ergebnissen beruht. Eine wichtige Grundlage dafür bildet die S3-Leitlinie "Komplementärmedizin in der Behandlung von…
Erlaubt der Befund eines duktalen Adenokarzinoms der Bauchspeicheldrüse eine operative Entfernung, so stehen hierfür unterschiedliche Verfahrenstechniken zur Verfügung. Allerdings gilt die Wirksamkeit und Sicherheit der laparoskopischen Pankreatikoduodenektomie bislang [1] als umstritten. Eine aktuelle Studie ergab nun, dass die minimalinvasive…
Operationen verlangen vom menschlichen Körper Höchstleistungen ab. Hier kann Prehabilitation helfen, Patienten fit für eine OP zu machen. Den Effekt von heimbasierter Prehabilitation schauten sich nun Wissenschaftler aus Spanien bei Darmkrebspatienten genauer an.
Ein limitierender Faktor der sonst sehr wirksamen und sicheren CAR-T-Zelltherapie ist, dass die dabei eingesetzten Zellen schnell einen Erschöpfungszustand erreichen. Forschende der Universität Freiburg konnten diese Erschöpfung nun verhindern und so die Wirkung der Therapie im präklinischen Tiermodell deutlich verbessern.
Haben Patienten nach einer kurativen Resektion oder Ablation weiterhin ein hohes Risiko für ein erneutes Auftreten eines hepatozellulären Karzinoms, haben sich noch keine adjuvanten Behandlungen etabliert. Kommt hier mit einer Behandlung mit Atezolizumab und Bevacizumab der Wendepunkt? Eine aktuelle Studie zeigt genau dies.
Die Koloskopie ist in der Regel das Mittel der Wahl, wenn es um eine zuverlässige Darmkrebsvorsorge geht. Auch der Test zur Erkennung okkulten Blutes wird vielfach angewendet. Doch wie sieht es mit dem Multitarget-Stuhl-RNA-Test aus – kann dieser die Darmkrebsvorsorge sinnvoll ergänzen oder sogar verbessern? Ja – sagt eine aktuelle Studie.