Nummer 1 in DeutschlandCharité als beste Medizinfakultät Deutschlands behauptet sich in der Weltspitze

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin zählt erneut zu den besten medizinischen Fakultäten der Welt. Im renommierten Times Higher Education World University Subject Ranking 2026 erreicht sie Platz 29 von 1.230 Hochschulen und bleibt Deutschlands klare Nummer 1. Doch der internationale Erfolg steht unter Druck: Die Hochschulleitung warnt eindringlich vor den Folgen anhaltender finanzieller Einsparungen.

Außenansicht des Charité‑Campus Mitte in Berlin mit Klinikgebäuden an der Spree und moderner Architektur im Vordergrund.
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Die Charité in Berlin zählt zu den führenden medizinischen Fakultäten weltweit – – ihr internationaler Erfolg steht jedoch unter wachsendem finanziellem Druck.

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat im Times Higher Education (THE) World University Subject Ranking 2026 – einer der einflussreichsten Hochschulvergleiche –  im Bereich „Medical and Health“ Platz 29 von 1.230 teilnehmenden Hochschulen aus 102 Ländern erreicht. Damit belegt sie weiterhin Rang 1 in Deutschland. Auf Rang 44 und 46 folgen mit der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Heidelberg die beiden nächsten deutschen Universitäten.
 

Das wird im Ranking abgefragt

Das World University Ranking des in London erscheinenden Magazins Times Higher Education (THE) vergleicht forschungsintensive Universitäten in den Bereichen Lehre, Forschungsumgebung und -qualität, Industrie und internationale Ausrichtung. Im fachspezifischen Ranking „Medical and Health“ werden die Medizin, Zahnmedizin und andere gesundheitsbezogene Fächer beurteilt. 


Internationales Ranking bestätigt Spitzenposition

„Wir sind erneut unter den Top 30 weltweit – das ist erfreulich und belegt die herausragende Stellung der Charité als Forschungs- und Lehreinrichtung im Land Berlin“, sagt Prof. Joachim Spranger, Dekan der Berliner Universitätsmedizin. „Das Ranking zeigt eindrücklich, dass wir nicht nur national, sondern auch international zu den besten Ausbildungs- und Forschungsstätten gehören.“

Finanzielle Einschnitte als Risiko für die Zukunft

Die beständige Positionierung auf dem Top-Platz in Deutschland ist allerdings keine Selbstverständlichkeit und bedarf einer ebenso beständigen politischen Unterstützung. Prof. Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité, warnt vor den Folgen weiterer Einsparungen durch die Landesregierung: „Wir müssen feststellen, dass sich die Charité als Wissenschaftseinrichtung einem zunehmend harten nationalen und internationalen Wettbewerb stellen muss. Noch schaffen wir sehr gute Resultate und gleichen Einsparungen aus eigener Kraft aus. In anderen Ländern, auch in anderen Bundesländern, wird intensiv in Wissenschaft und Forschung investiert, die positiven Ergebnisse sind klar erkennbar. Die deutlich abnehmende finanzielle Unterstützung vonseiten des Landes Berlin engt die Spielräume der Charité immer mehr ein und schadet damit nachhaltig der Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts. Wenn die politischen Entscheidungsträger diese Entwicklung nicht überdenken, ist unausweichlich, dass Berlin den Spitzenplatz in der Universitätsmedizin in den nächsten Jahren verlieren und damit als Wissenschaftsstandort unattraktiver werden wird.“

Erfolgsfaktoren: Starke Forschung und Industriekooperationen

Die Charité als gemeinsame medizinische Fakultät der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität Berlin schneidet in allen Bereichen überdurchschnittlich ab, ist aber insbesondere bei Forschungsqualität (Forschungsstärke und Einfluss) und Industrie (Industriepartnerschaften und Patente) sehr stark.

International angeführt wird die Rangliste von Universitäten aus Großbritannien und den USA. Innerhalb der EU belegt die Charité hinter dem Karolinska Institutet (Schweden) den zweiten Platz. In Deutschland führt sie unter den 30 teilnehmenden Universitäten das Ranking an.

Quelle: Charité – Universitätsmedizin Berlin