Forschung trifft PraxisMagdeburg startet Innovationszentrum für Zell- und Immuntherapien

Die Universitätsmedizin Magdeburg hat das Zentrum für Zell- und Immuntherapien (MAZI) eröffnet. Ziel ist es, neuartige Behandlungsansätze gegen Krebs, Autoimmun- und Infektionskrankheiten schneller aus der Forschung in die klinische Praxis zu bringen. Mit modernster Infrastruktur und KI-Unterstützung soll Magdeburg zum Vorreiter für personalisierte Medizin werden.

Das Gelände des «Neuen Campus Zentralklinikum» der Universitätsmedizin Magdeburg. (Aufnahme mit einer Drohne)
Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa
Blick auf den Campus der Universitätsmedizin Magdeburg – hier öffnet das neue Zentrum für Zell- und Immuntherapien (MAZI), das Forschung und klinische Anwendung vereint, seine Pforten.

Die Unimedizin Magdeburg bündelt in einem neuen Zentrum die Forschung, Entwicklung und Anwendung von Zell- und Immuntherapien gegen Krebs, Autoimmun- und Infektionskrankheiten. «Wir schaffen damit die Grundlage, um innovative Therapien aus der Forschung schneller in die Anwendung zu bringen», erklärte die Dekanin der Medizinischen Fakultät, Prof. Daniela Dieterich. 

Mit dem Magdeburger Zentrum für Zell- und Immuntherapien (MAZI) entstehe eine campusweite, fachabteilungs- und berufsgruppenübergreifende Infrastruktur. Studien würden ermöglicht, die Qualitätssicherung neuer Zellprodukte vorangetrieben und der wissenschaftliche Nachwuchs in dem Bereich gefördert.

KI als Turbo für medizinische Innovation

Zell- und Immuntherapien gelten laut der Unimedizin als eines der zukunftsträchtigsten Felder der modernen Medizin. Sie eröffneten neue Perspektiven in der Krebsbehandlung und würden zunehmend auch bei Autoimmunerkrankungen und Infektionen erprobt. Unterstützt durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz schreite die Entwicklung rasant voran. In Magdeburg werde der Aufbau einer Infrastruktur zur Eigenproduktion genetisch modifizierter zellulärer Arzneimittel vorangetrieben.

Regionale Allianz: Magdeburg und Halle bündeln Kräfte

Strategischer Partner ist den Angaben zufolge die Universitätsmedizin Halle. Die Zusammenarbeit solle intensiviert werden, um die regionale Allianz für Zell- und Immuntherapien auszubauen.