Blutspenden dringend benötigt!Infektwelle und Winterchaos: Blutreserven fast aufgebraucht

Winterwetter, Infekte und leere Spenderstühle: Die Blutvorräte im Westen Deutschlands sind dramatisch knapp. Das Deutsche Rote Kreuz warnt vor Engpässen in Kliniken und ruft dringend zur Blutspende auf. Operationen, Notfälle und Krebstherapien sind gefährdet – jetzt zählt jede Spende!
 

Nahaufnahme einer Blutspende: Eine Hand mit blauen Handschuhen hält eine Nadel, die in den Arm eines Spenders eingeführt ist. Ein Schlauch führt das Blut ab.
Rolf Vennenbernd/dpa
Aktuell zählt jede Spende: Blutentnahme beim DRK – lebensrettend in Zeiten knapper Reserven.

Wegen knapp werdender Vorräte während der vergangenen Winterwochen ruft das Deutsche Rote Kreuz (DRK) die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland aktuell dringend zur Blutspende auf. Wegen des winterlichen Wetters seien zu Jahresbeginn zahlreiche Blutspendetermine abgesagt oder schwächer besucht worden, teilte der Blutspendedienst West mit. Gleichzeitig führe die anhaltende Infektwelle dazu, dass viele Bürger aktuell vorübergehend nicht spenden könnten.

Knappe Lagerbestände …

«Bereits zu Jahresbeginn ist das Spendenaufkommen deshalb, und wegen der Feiertage, unter dem notwendigen Niveau geblieben», so der Blutspendedienst. Weil der Bedarf an den Kliniken unverändert hoch bleibe, reichten die Lagerbestände daher zurzeit nur noch rund eineinhalb Tage. 

… sorgen für eine ernste Lage 

«Die Situation ist ernst. Krankenhäuser benötigen täglich Blut für Operationen, Notfälle, Krebstherapien und die Behandlung chronisch kranker Menschen. Diese Versorgung darf nicht ins Wanken geraten», erklärte Sprecher Stephan David Küpper. 

Man gehe mit den knappen Beständen verantwortungsvoll um, hieß es weiter. Eine nachhaltige Stabilisierung sei aber nur möglich, wenn kurzfristig deutlich mehr gesunde und spendefähige Bürgerinnen und Bürger zeitnah zur Blutspende kämen. 

DRK sichert Versorgung für Millionen

Insgesamt stellt das DRK nach eigenen Angaben rund 78% des gesamten Blutbedarfs bereit und sichert damit eine Grundversorgung für mehr als 23 Millionen Menschen im Einzugsgebiet. Daneben können Bürger auch in Unikliniken, vielen Krankenhäusern oder bei kommunalen und privaten Blutspendezentren Blut spenden.