Männer besonders zurückhaltendKrebsfrüherkennung bleibt Ladenhüter im Norden

Früh erkannt, besser behandelbar – trotzdem bleibt die Krebsvorsorge in Schleswig-Holstein auf niedrigem Niveau. Aktuellen Zahlen der AOK NordWest zufolge nutzen nur wenige Versicherte die kostenfreien Angebote der gesetzlichen Krankenkassen – eine verpasste Chance.

Ein Hautarzt untersucht bei einer Krebsvorsorgeuntersuchung eine Patientin mit einem Auflichtmikroskop.
Eva Manhart/apa/dpa
Krebsfrüherkennung: Hautuntersuchungen gehören zu den wichtigen Vorsorgeangeboten der gesetzlichen Krankenkassen. Allerdings nutzt nur rund jeder 10. Mann und jede 5. Frau die kostenfreien Screeningangebote.

Die Nutzung der Krebsvorsorge in Schleswig-Holstein ist nach Zahlen der AOK-NordWest weiterhin gering. Im ersten Halbjahr 2025 waren nur 11,2% der Männer über 45 Jahren bei der Krebsfrüherkennung, nach 10,9% im Vorjahreszeitraum. Bei den Frauen ab 20 Jahren gingen im ersten Halbjahr letzten Jahres 19,9% zur Vorsorge – ähnlich wie im Vorjahreszeitraum mit 20,0%.

Appell zum Weltkrebstag: Nicht warten, handeln

«Die stagnierende Entwicklung ist nicht zufriedenstellend», teilte der Vorstandsvorsitzende der AOK NordWest, Tom Ackermann, vor dem Weltkrebstag am 04. Februar mit. Vorsorge verschaffe wertvolle Zeit. «Daher appellieren wir dringend, die kostenfreien Angebote der gesetzlichen Krankenkassen zur Krebsfrüherkennung zu nutzen», so Ackermann.