
Anlässlich des Weltkrebstags am 04. Februar hat das Institut für Digitale Gesundheitsdaten (IDG) aktuelle Zahlen zur Krebsinzidenz und Mortalität veröffentlicht. Demnach ist die häufigste Krebstodesursache bei Frauen und Männern in Rheinland-Pfalz ist Lungenkrebs. Rund 1.350 Frauen und 1.760 Männer erkrankten 2024 daran, wie das IDG mitteilte. Im selben Jahr starben etwa 1.020 Frauen und 1.400 Männer an dieser Krebserkrankung. Neuere Zahlen gibt es noch nicht; eine aktuelle Prognose über die Krebssterblichkeit in Europa im Jahr zeigt in eine ähnliche Richtung (wir berichteten).
Erkrankungen und Sterbefälle haben bei den Männern innerhalb der vergangenen 10 Jahre leicht abgenommen, bei Frauen steigen sie dagegen. «Das hängt wahrscheinlich mit einem veränderten Rauchverhalten von Männern und Frauen zusammen», stellt das IDG fest.
Alternde Bevölkerung treibt Gesamtzahl der Krebsdiagnosen
Die alternde Gesellschaft ist nach Darstellung des IDG der Hauptgrund für eine Zunahme von Krebsfällen. «Werden jedoch die altersstandardisierten Raten betrachtet, werden für Krebs insgesamt, sowie viele einzelne Krebsarten, sinkende beziehungsweise gleichbleibende Raten beobachtet.»
Rund 12.500 Frauen und fast 14.630 Männer erhielten im Jahr 2024 demnach eine Krebsdiagnose. Im selben Jahr starben etwa 5.300 Frauen und 6.140 Männer infolge einer solchen Erkrankung.
Brust- und Prostatakrebs dominieren bei Neuerkrankungen
Häufigste Krebserkrankung bei Frauen ist mit Abstand nach wie vor Brustkrebs, bei Männern Prostatakrebs. Danach folgen bei beiden Geschlechtern Lungen- und Darmkrebs. Hautkrebs (Melanome) ist bei Frauen die vierthäufigste und bei Männern die fünfthäufigste Krebsart. Auf Platz 5 folgt bei den Frauen Gebärmutterkrebs und bei den Männern auf Platz 4 Harnblasenkarzinome.
Tödlichste Krebsarten im Geschlechtervergleich
Nach Lungenkrebs folgt an zweiter Stelle der Sterbefälle bei den Frauen Brustkrebs und bei den Männern Prostatakrebs vor Darm- und Bauspeicheldrüsenkrebs bei beiden Geschlechtern. Fünfthäufigster Krebstod sind bei Frauen die Eierstöcke und bei Männern die Leber.
Beim Prostatakrebs sind in den vergangenen 10 Jahren leichte Zunahmen beobachtet worden, die das IDG auf eine höhere Inanspruchnahme von Vorsorgeangeboten zurückführt. Die Sterberaten seien in dem Zeitraum etwa gleich geblieben.
Bei Haut- und Brustkrebs seien die Zahl der Erkrankungen und Sterbefälle in den vergangenen 10 Jahren etwa gleich geblieben.


