600 Liter pro Bett – jeden TagStiller Großverbraucher: Wasserbedarf im Klinikalltag senken

Krankenhäuser gehören zu den größten Wasserverbrauchern – bis zu 600 Liter pro Bett täglich. Forschende aus Halle zeigen nun Wege auf, wie sich dieser Bedarf deutlich reduzieren lässt. Mit innovativen Ansätzen wie der Nutzung von Grau- und Regenwasser sowie neuen Aufbereitungsverfahren könnte der Wasserverbrauch nahezu halbiert werden – ohne Einbußen bei Hygiene und Versorgung.

Ein klarer Wasserstrahl fließt in ein Glas und erzeugt sprudelnde Blasen; das Glas steht in einer Wasserfläche
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Wasser ist im Krankenhaus unverzichtbar – doch innovative Konzepte könnten den Verbrauch deutlich senken, ohne die Versorgung zu gefährden.

Eine Gruppe von Forscherinnen und Forscher aus Halle will Möglichkeiten zur Senkung des Wasserverbrauchs in Krankenhäusern entwickeln. Große Mengen Wasser entfielen beispielsweise auf die Dialyse oder die Sterilgutversorgung, erklärte der Leiter des Projektes und Laborleiter am Institut für Umwelttoxikologie der Universitätsmedizin Halle, Dr. Felix Glahn. «Aber auch viele kleinere Verbraucher wie Spül- und Waschmaschinen summieren sich im Klinikalltag schnell», sagte er. 

Einsparpotenzial durch neue Wasserstrategien

Dem Forschungsteam nach werden in Krankenhäusern derzeit bis zu 600 Liter Wasser pro Tag und belegtem Bett verbraucht. Nun sollen die Verbräuche und Abwasserströme genauer in den Blick genommen werden. «Erste Erfahrungen aus anderen Kliniken zeigen, dass sich der Trinkwasserverbrauch nahezu halbieren lässt, etwa durch die Nutzung von Regen- oder Grauwasser», so Glahn. 

Hightech gegen Schadstoffe und Keime im Abwasser

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen unter anderem neue Verfahren zur Reinigung von Abwasser entwickeln. Dabei geht es unter anderem darum, Rückstände von Arzneimitteln oder Krankheitserregern aus dem Wasser zu entfernen. Außerdem sollen Möglichkeiten gefunden werden, die im Abwasser enthaltene Wärme zurückzugewinnen.

Die neuen Ansätze sollen am Universitätsklinikum Halle auf ihre Wirtschaftlichkeit und Effizienz hin getestet werden. Ziel sei aber, Lösungen zu finden, die auch in anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens angewendet werden können, hieß es.