Aktionswoche Alkohol 2026„Weniger Alkohol, mehr Leben“: Streeck ruft zum Umdenken auf

Alkohol ist gesellschaftlich akzeptiert – doch die Risiken werden oft unterschätzt. Zum Start der Aktionswoche Alkohol warnt Bundesdrogenbeauftragter Hendrik Streeck vor gesundheitlichen und sozialen Folgen. Die Kampagne setzt ein klares Signal: Weniger trinken heißt mehr gewinnen – an Gesundheit, Freiheit und Lebensqualität.

Weingläser stehen im Gegenlicht der Sonne
Sebastian Gollnow/dpa
„Weniger ist mehr“: Die Aktionswoche Alkohol macht bundesweit darauf aufmerksam, dass bewusster Verzicht ein Gewinn für Gesundheit und Lebensqualität sein kann.

Über die Risiken von Alkohol wird nach Einschätzung des Bundesdrogenbeauftragten Hendrik Streeck «oft zu spät, zu vorsichtig» gesprochen oder erst, wenn der Konsum längst problematische Ausmaße angenommen hat. Alkohol könne Krebs begünstigen, Erkrankungen von Herz und Kreislauf fördern, süchtig machen und Familien schwer belasten, zitierte die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) den Bundesbeauftragten.

Aktionswoche setzt Zeichen für bewussten Konsum

Ab diesem Samstag macht die Aktionswoche Alkohol der DHS (13.-21. Juni) wieder auf die Gefahren aufmerksam und wirbt für einen bewussten Umgang. «Weniger Alkohol ist für viele Menschen kein Verzicht, sondern ein Gewinn an Gesundheit, Freiheit und Lebensqualität», sagte Streeck laut Mitteilung. Die bundesweite Präventionskampagne mit über 900 Aktionen und Veranstaltungen steht diesmal unter dem Motto: «Entdecke, wie viel mehr in dir steckt – mit weniger oder ganz ohne Alkohol.»

Geselligkeit und Spaß funktionierten auch ohne Alkohol, betonte die DHS. Das überzeuge inzwischen immer mehr Menschen. Es gelte, Alkoholkonsum zu hinterfragen, zu senken oder ganz darauf zu verzichten. «Jeder Schritt zählt, individuell und gesellschaftlich», erläuterte DHS-Geschäftsführerin Christina Rummel. Ziel sei: Die Gesundheit der Bevölkerung stärken, Lebensqualität erhöhen, wirtschaftliche Kosten senken. 

Breites Bündnis für Prävention und Aufklärung

Die Aktionswoche wird von vielen weiteren Organisationen und Verbänden der Sucht-Selbsthilfe getragen und findet seit 2007 in der Regel alle 2Jahre statt. Mediziner Streeck ist als Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen Schirmherr der Kampagne.