Wie kann Blutkrebspatienten in Zukunft noch schneller geholfen werden? Die DKMS plant dazu den Aufbau einer Stammzellbank, wo überschüssige Blutstammzellen von unverwandten Spendern eingefroren und gelagert werden sollen.
Mit einer Million Euro fördert die Dieter Morszeck Stiftung am DKFZ den Aufbau einer Hochdurchsatz-Infrastruktur für die serologische Analyse an Blutproben. Die Technologie ermöglicht es, große Personengruppen auf akute oder frühere Infektionen mit Viren oder Bakterien zu untersuchen. Zunächst soll die Plattform eingesetzt werden, um den Nachweis…
Die Inanspruchnahmequote des Stuhltests ist in den vergangenen 10 Jahren bei Frauen im Alter 50 bis 54 Jahre um 21% und bei Männern dieser Altersgruppe um 15% zurückgegangen. „Mehr Anspruchsberechtigte sollten die Angebote der Darmkrebsfrüherkennung wahrnehmen. Hierbei sind die Männer besonders gefragt“, sagte Dr. Dominik von Stillfried,…
Lebensgefährliche Komplikationen nach einer Stammzelltransplantation lassen sich mit einer neuen Therapie wesentlich wirksamer vermeiden als bisher. Die Zulassung ist bereits in den USA erfolgt und für Europa erwartet.
Das Harnblasenkarzinom ist eine häufige Krebsart in Deutschland und anderen Industrieländern. Für fortgeschrittene Tumore gibt es kaum wirksame Medikamente und auch frühzeitig chirurgisch entfernter Krebs kehrt oft an anderen Stellen der Harnblase wieder. Als molekulare Ursache von Blasenkrebs wurden kürzlich Mutationen im Erbgut entdeckt, die…
Einige Männer profitieren von einer früheren Krebsdiagnose. Jedoch müssen mehr Männer mit Überdiagnosen und Therapie-Komplikationen rechnen. Ob ein Risiko-adaptiertes Vorgehen an der Bilanz etwas ändert, müssen Studien erst noch zeigen.
Mehr als 400 Menschen in Thüringen erkranken jährlich neu an Blutkrebs – Tendenz steigend. Etwa 20% aller erwachsenen Betroffenen sind dabei auf eine Behandlung mit Stammzellen angewiesen. „Diesen Patienten können wir oft nur helfen, wenn wir einen Spender finden, dessen Stammzellen perfekt zum Erkrankten passen“, so Prof. Dr. Andreas Hochhaus,…
Im Rahmen von unabhängigen Ausschreibungen der Europäischen Union (EU/Horizon 2020) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Arbeitsgruppe um Projektleiter PD Dr. Marco Herling erfolgreich Drittmittel-Förderungen in Höhe von insgesamt 730.000 Euro eingeworben. Sein Labor für lymphozytäres Signaling und Onkoproteom an der Klinik I für…
Analysen von Zellsignalen geben Aufschluss über den Ursprung starker Entzündungssymptome, die bei verschiedenen Blutkrebsformen vorkommen – und liefern mögliche Therapieansätze: Bei etwa einem Viertel der Patienten, die an juveniler myelomonozytärer Leukämie (JMML) leiden, lassen sich in den veränderten Leukämiezellen Mutationen im sogenannten…
Erste repräsentative Umfrage unter 30 deutschen Universitätspathologien ergibt massiven Rückgang von Gewebe-Einsendungen. Daran lässt sich der Einbruch von ärztlicher Tätigkeit im stationären und insbesondere im ambulanten Bereich ablesen.
Das NMI Reutlingen packt ein großes Problem der Antikörper-Tests zum Nachweis von COVID-19 an: falsch positive Testergebnisse. Die neuen Tests auf Basis einer NMI-Seroplattform sollen sichere Befunde liefern – für einzelne Menschen ebenso wie für eine bessere Abschätzung der Grundimmunität in der Bevölkerung. Außerdem helfen die Tests Forschern…
Brustkrebs-Patientinnen haben kein erhöhtes Risiko, an Rheumatoider Arthritis (RA) zu erkranken. Zu diesem Schluss kommt eine schwedische Kohortenstudie. Die antihormonelle Therapie mit Tamoxifen oder Aromatasehemmern stand im Verdacht, das Risiko für RA zu erhöhen. Dieser Zusammenhang konnte durch die Studie widerlegt werden. Die Wissenschaftler…
Trotz Früherkennung und intensiver Aufklärung tritt Darmkrebs vor allem in Industrienationen immer häufiger auf. In einer internationalen Studie hat ein interdisziplinäres Forscherteam der Universitätsmedizin Rostock zusammen mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und dem Avera Cancer Institute in Sioux Falls (USA) nun herausgefunden,…
Bei einem bestimmten Typ von Medulloblastomen – gefährlichen Hirntumoren bei Kindern – sind die Ursachen in 40% aller Fälle angeboren. Das zeigt eine aktuelle Genomanalyse von Wissenschaftlern des Hopp-Kindertumorzentrums (KiTZ), des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie (EMBL) und zahlreichen Kollegen weltweit. Eine besondere Rolle…
Zu Krebserkrankungen kommt es unter anderem deshalb, weil regulatorische Zellen die körpereigene Immunabwehr blockieren. Forschende unter der Federführung der Technischen Universität München (TUM) haben einen Mechanismus gefunden, um jene Zellen im Tumorgewebe zu identifizieren, die eine Immunantwort unterdrücken. Ihre Erkenntnisse können dazu…