In den vergangenen Jahrzehnten ist die Sterblichkeitsrate bei Brustkrebs immer weiter zurückgegangen. Doch liegt dies an regelmäßigen Mammografiescreenings oder vielmehr an den verbesserten Behandlungsmethoden? Dieser Frage sind Anna-Belle Beau und Kollegen nachgegangen.
Französische Forscher warnen vor dem Konsum zuckerhaltiger Getränke: Denn ihre Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen Süßgetränken und erhöhtem Krebsrisiko. Auch das Glas Saft zum Frühstück sollte man laut den Ergebnissen wohl besser weglassen.
Maissirup wird in den USA schon seit Jahren in Massen zum Süßen von Softdrinks eingesetzt, und auch in Europa findet das billige Süßungsmittel in Lebensmitteln immer mehr Verbreitung. Doch Achtung: Die Glukose-Fruktose-Mischung steht im Verdacht, Darmkrebs zu begünstigen.
Offen oder via Schlüsselloch operien? Wer diese Entscheidung nach Outcome trifft, dürfte es in Zukunft schwer haben. Denn die laparoskopische distale Gastrektomie ist laut einer aktuellen Studie eine onkologisch sichere Alternative zum offenen Operationsverfahren bei Magenkrebs im Stadium I.
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Frauen mit dichtem Brustgewebe haben ein erhöhtes Brustkrebsrisiko. Gleichzeitig ist die Mammografie bei diesen Frauen nicht so exakt wie bei weniger dichtem Gewebe. Der zusätzliche Ultraschall sollte daher die Diagnose von Brustkrebs noch verbessern, so die logische Schlussfolgerung. Allerdings trifft sie überhaupt nicht zu.
Bekannt ist: Direkte Verwandte von Darmkrebspatienten haben ein erhöhtes Risiko, selbst an Darmkrebs zu erkranken. Jetzt untersuchten Heidelberger Wissenschaftler die einzelnen Verwandtschaftsgrade genauer und fanden heraus, dass das Risiko auch für Halbgeschwister deutlich höher ist, als bisher angenommen.
Mit Ipilimumab hat die US-amerikanische Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit (FDA) 2011 den ersten Checkpoint-Inhibitor zur Krebstherapie zugelassen. Bis August 2018 folgten 5 weitere Wirkstoffe dieser Art. Mit deren Zulassung stieg auch der Anteil von Krebspatienten, die für eine Therapie mit Checkpoint-Inhibitoren infrage kommen…
Wie das New England Journal of Medicine berichtet, überleben Patientinnen mit PIK3CA-mutiertem, HR+/HER2- fortgeschrittenem Mammakarzinom nach vorangegangener endokriner Therapie fast doppelt so lange ohne Progression, wenn sie mit einer Kombination aus dem PI3Kα-spezifischen Inhibitor Alpelisib und dem Östrogenrezeptor-Antagonisten Fulvestrant…
Mit Azetylsalizylsäure (ASS) gegen Leberkrebs – das könnte laut einer aktuellen Studie bei Patienten mit Hepatitis B funktionieren. Denn unter täglicher ASS-Einnahme ermittelten taiwanische Wissenschaftler ein signifikant geringeres Risiko für hepatozelluläre Karzinome (HCC).
Eine Chemotherapie kann bei Krebspatienten zu einem erheblich gesteigerten Thromboembolierisiko beitragen. Doch laut einer randomisierten kontrollierten Studie wirkt Apixaban hier entgegen: Denn die orale Antikoagulation mit dem Faktor-Xa-Inhibitor führte zu einer signifikant reduzierten Thromboembolierate.
Das einfach zu bestimmende eosinophile kationische Protein (ECP) erleichtert bei Patienten mit metastasiertem Melanom offenbar die Abschätzung des Überlebens. Im Gegensatz zu bisherigen Annahmen muss man allerdings bei hohen Serumspiegeln mit einer schlechteren Prognose rechnen.
Wenn’s mal schnell gehen muss, landen häufig frittierte Speisen auf dem Teller. Das kann zu einem erhöhten Sterberisiko führen, fanden Wissenschaftler heraus. Einen Zusammenhang mit erhöhter Krebsmortalität scheint es aber nicht zu geben.
Ein neuer Androgen-Rezeptor-Antagonist schnitt in dieser herstellerfinanzierten Phase-3-Studie signifikant besser ab als Placebo. Demnach könnte Darolutamib künftig statt der derzeitigen Therapiestandards in der kastrationsresistenten Situation eine Option sein.
Vitamin D wird eine ganze Reihe positiver Effekte auf die Gesundheit zugeschrieben – gerade eine krebspräventive Wirkung wird immer wieder diskutiert. Jetzt versuchten zwei Teams von Wissenschaftlern herauszufinden, ob das Sonnenvitamin bei Patienten mit Darmkrebs das Überleben verlängern kann.
Ab einem Alter von 76 Jahren wird in den USA in der Regel von einer Darmspiegelung als routinemäßige Vorsorgeuntersuchung abgeraten. Doch was empfehlen Endoskopiker den Älteren tatsächlich? Das klärt jetzt die Studie von A.H. Calderwood und Kollegen.