Organisierte Betrugsstrukturen, fingierte Leistungen und Millionenverluste: Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen in Nürnberg verzeichnet fast 2.000 Fälle in 5 Jahren. Der finanzielle Schaden reicht in Millionenhöhe.
Unkontrollierter Gewichtsverlust bei Krebs ist mehr als ein Abbauf von Muskulatur: Zahlreiche Organe stellen ihren Stoffwechsel synchron um und tragen so gemeinsam zur Kachexie bei. Die Entdeckung einer universellen metabolischen Signatur eröffnet neue Ansatzpunkte für Diagnose und Therapie.
Der gesamte Lebenszyklus von Plastik – von der Förderung bis zur Entsorgung – schadet der menschlichen Gesundheit massiv. Bis 2040 könnten sich laut einer aktuellen Modellrechnung die verlorenen gesunden Lebensjahre verdoppeln. Die Krankheitslast ist dabei ähnlich hoch wie bei Hepatitis B und wird selbst in optimistischen Szenarien weiter steigen.
Lindern cannabishaltige Arzneimittel chronische Nervenschmerzen – oder schaden sie mehr als sie nützen? Ein aktualisierter Cochrane Review findet keine verlässlichen Belege für eine wirksame Schmerzlinderung. Die Studienlage ist dünn, methodisch schwach und von kurzen Laufzeiten geprägt. Fachleute fordern dringend bessere Langzeitstudien.
Bei lokalem Prostatakrebs bringt eine Hormontherapie über 9–12 Monate hinaus kaum zusätzlichen Nutzen, erhöht aber das Risiko für Herz- und Stoffwechselprobleme. Ärztinnen und Ärzte könnten künftig individueller entscheiden – für mehr Sicherheit und Lebensqualität.
Zum Jahresbeginn hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) zahlreiche neue Nutzenbewertungen veröffentlicht. Der G-BA hat geprüft, ob und in welchem Ausmaß ein Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie besteht.
Wenn Fenster bei Frost geschlossen bleiben, steigt in vielen Häusern die Radonbelastung – ein unsichtbares, geruchloses und potenziell tödliches Gas. Experten warnen: Gerade im Winter erreicht Radon in Innenräumen Höchststände und erhöht das Lungenkrebsrisiko deutlich.
Für Patient*innen mit essenzieller Thrombozythämie, bei denen etablierte zytoreduktive Therapien nicht wirksam oder nicht verträglich sind, könnte sich eine neue Option abzeichnen: In der auf dem ASH Annual Meeting vorgestellten ROP‑ET‑Studie erreichte Ropeginterferon alpha‑2b bei fast der Hälfte der Behandelten ein anhaltendes Ansprechen – bei…
Die Charité – Universitätsmedizin Berlin zählt erneut zu den besten medizinischen Fakultäten der Welt. Im renommierten Times Higher Education World University Subject Ranking 2026 erreicht sie Platz 29 von 1.230 Hochschulen und bleibt Deutschlands klare Nummer 1. Doch der internationale Erfolg steht unter Druck: Die Hochschulleitung warnt…
Ein Qualitätsmangel an einer Charge von Ordspono (Odronextamab) 80 mg macht einen sofortigen Rückruf erforderlich: Bei routinemäßigen Stabilitätsprüfungen wurde festgestellt, dass die Verschlusskappe der Durchstechflaschen nicht zuverlässig fixiert ist. Die Charge 8528300001 darf nicht mehr angewendet oder weitergegeben werden. Andere Chargen und…
Rund 55.000 Menschen erkranken alleine in Deutschland jährlich neu an Darmkrebs. Zwar sind die Zahlen rückläufig und die Zahl darmkrebsbedingter Todesfälle ist in den vergangenen Jahren etwa aufgrund von Früherkennungsprogrammen zurückgegangen. Doch bei einer späten Diagnose ist die Behandlung von Darmkrebs noch immer herausfordernd.
Schneller, genauer und deutlich schonender: An der Medizinischen Hochschule Hannover ist erstmals in Deutschland ein Total‑Body‑PET/CT im Einsatz. Das neue Gerät liefert gestochen scharfe Ganzkörperbilder in weniger als einer Minute – bei geringerer Strahlenbelastung.
Die aktualisierte S3‑Leitlinie zum Mammakarzinom setzt neue Maßstäbe in der Brustkrebsversorgung: von weiterentwickelter Früherkennung und genetischer Beratung über deeskalierte operative Verfahren bis hin zu innovativen, personalisierten medikamentösen Therapien. Ziel ist eine wirksamere, schonendere und stärker auf das individuelle Tumorprofil…
Seltene Tumoren mit Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) galten lange als schwer behandelbar. Eine australische Studie liefert nun Hoffnung: Die Kombination aus Nivolumab und Ipilimumab erzielte bei fortgeschrittenen dMMR/MSI-H-Tumoren eine Ansprechrate von 63% und deutet auf eine langanhaltende Wirksamkeit hin.
Wartezeiten, volle Praxen, Frust bei Patienten: Gesetzliche Krankenkassen wollen das Gesundheitswesen neu ordnen. Mit einem digitalen Navigationstool sollen Versicherte künftig schneller zu Fachärzten kommen – teils sogar ohne Arztbesuch. Auch Folgerezepte für chronisch Kranke könnten digital ausgestellt werden.