Leukämie-Patienten, die über hohe Werte eines bestimmten Enzyms verfügen, das dafür bekannt ist, das Immunsystem zu unterdrücken, überleben länger, sagen Forscher des Medical College of Georgia at Augusta University. Hohe Werte von Indolamin-2,3-Dioxygenase (IDO) bei der Diagnose erlauben es, auch jene Personen zu identifizieren, die am meisten von…
Die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat den Proteinkinaseinhibitor Nilotinib nun auch für junge Patienten ab 1 Jahr mit neu diagnostizierter Philadelphia-Chrosmosom-positiver chronisch myeloider Leukämie (CML) zugelassen, die sich in der chronischen Phase befinden. Das Medikament wird dabei sowohl als Firstline wie auch als…
Therapieansätze, die sich die Körperabwehr zu Nutze machen, gewinnen in der Krebsbehandlung zunehmend an Bedeutung. Zu diesen neuen Verfahren gehören auch bispezifische Antikörperfragmente, sogenannte „BiTEs“. Sie verbinden T-Zellen mit den Tumorzellen und können dadurch den programmierten Zelltod der Krebszelle auslösen.
Berlin – Das myelodysplastische Syndrom (MDS) zählt mit jährlich 4 bis 5 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen des Knochenmarks. Auch auf dem diesjährigen DKK hatten die Teilnehmer wieder die Möglichkeit, sich umfassend über die Diagnose und Therapie zu informieren. Einen aktuellen Überblick gab Prof. Dr.…
Ausgehend von der gesetzlichen Vorgabe (§ 35a Absatz 1 Satz 10 SGB V) gilt der Zusatznutzen eines Orphan Drug bereits durch die Zulassung als belegt. Aus Sicht der AkdÄ ist ein Zusatznutzen von Obinutuzumab bei Patienten mit nicht vorbehandeltem, fortgeschrittenem follikulärem Lymphom nicht belegt.
In schweren Fällen einer akuten myeloischen Leukämie (AML) ist die Stammzelltransplantation die einzige Chance auf Heilung. Doch der Eingriff ist risikoreich, da die Transplantation fremder Stammzellen Abstoßungsreaktionen hervorrufen kann. Ein Team um S. Scheich hat nun untersucht, wie sich die Besiedelung mit multiresistenten Erregern zum…
Die Klinik für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie des UKGM ist seit August 2017 Teil eines weltweiten Netzwerkes, das eine Studie über neue Medikamente zur Behandlung des Lymphdrüsenkrebses durchführt. Studienleiterin für das gesamte Bundesgebiet ist die Mitarbeiterin der Gießener Klinik, apl. Prof. Dr. Christine Mauz-Körholz.
Ein Enzym, das für den Abbau bestimmter Aminosäuren aus der Nahrung zuständig ist, spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Leukämien und bösartigen Hirntumoren. Dies veröffentlichten Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum nun in der Fachzeitschrift Nature.
Aus Sicht der AkdÄ besteht ein Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen für Patienten mit multiplem Myelom (MM), die bereits mindestens eine Therapie erhalten haben (Fragestellung 1). Trotz einer höheren Toxizität der Daratumumab-haltigen Therapiearme besteht ein Überlebensvorteil der zwei Kombinationen mit diesem monoklonalen Antikörper.
Das Purin-Nukleosid-Analogon Cladribin ist in onkologischer Indikation zugelassen zur Behandlung der Haarzell-Leukämie. Cladribin kann Myelosuppression, Immunsuppression sowie eine mehrere Monate andauernde Lymphopenie auslösen, wodurch das Risiko für eine progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) erhöht sein kann.
Adipozyten metabolisieren das Mittel Daunorubicin und verringern so die Fähigkeit des Chemotherapeutikums, Krebszellen abzutöten. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des UCLA Mattel Children's Hospital. Dieser Vorgang dürfte zu schlechteren Behandlungsergebnissen beitragen. Details wurden im Fachmagazin „Molecular Cancer Research“ veröffentlicht.
Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) ist die häufigste leukämische Erkrankung in den westlichen Industrieländern. Trotz intensiver Forschung und zunehmendem Erkenntnisgewinn ist die Ursache jedoch immer noch weitgehend unbekannt. Zur Prognose des Krankheitsverlaufs sind Forscher jetzt allerdings einen Schritt weiter: Sie stießen auf den…
Aus Sicht der AkdÄ ist der Zusatznutzen von Pembrolizumab im Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie in der Indikation rezidiviertes oder refraktäres (r/r) klassisches Hodgkin-Lymphom (cHL) nicht belegt. Die AkdÄ stimmt damit der Bewertung des IQWiG zu.
Auch in diesem Jahr bot die DGHO-Jahrestagung wieder einen Überblick über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse auf dem Gebiet der Hämatologie und Medizinischen Onkologie. Beim Hodgkin-Lymphom gehört hierzu sicherlich die Endauswertung der GHSG-Studie HD18, die als einer der „Best Abstracts“ für besonders herausragende wissenschaftliche…
Täglich werden im Körper Milliarden neuer Blutzellen gebildet, da viele dieser Zellen nur ein paar Tage oder Wochen leben. Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben nun erstmals einen umfassenden Atlas erstellt, der eine spezielle Klasse von Molekülen abbildet, die für diesen Prozess unentbehrlich sind.