Unkontrollierter Gewichtsverlust bei Krebs ist mehr als ein Abbauf von Muskulatur: Zahlreiche Organe stellen ihren Stoffwechsel synchron um und tragen so gemeinsam zur Kachexie bei. Die Entdeckung einer universellen metabolischen Signatur eröffnet neue Ansatzpunkte für Diagnose und Therapie.
Lindern cannabishaltige Arzneimittel chronische Nervenschmerzen – oder schaden sie mehr als sie nützen? Ein aktualisierter Cochrane Review findet keine verlässlichen Belege für eine wirksame Schmerzlinderung. Die Studienlage ist dünn, methodisch schwach und von kurzen Laufzeiten geprägt. Fachleute fordern dringend bessere Langzeitstudien.
Bei lokalem Prostatakrebs bringt eine Hormontherapie über 9–12 Monate hinaus kaum zusätzlichen Nutzen, erhöht aber das Risiko für Herz- und Stoffwechselprobleme. Ärztinnen und Ärzte könnten künftig individueller entscheiden – für mehr Sicherheit und Lebensqualität.
Zum Jahresbeginn hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) zahlreiche neue Nutzenbewertungen veröffentlicht. Der G-BA hat geprüft, ob und in welchem Ausmaß ein Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie besteht.
Seltene Tumoren mit Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) galten lange als schwer behandelbar. Eine australische Studie liefert nun Hoffnung: Die Kombination aus Nivolumab und Ipilimumab erzielte bei fortgeschrittenen dMMR/MSI-H-Tumoren eine Ansprechrate von 63% und deutet auf eine langanhaltende Wirksamkeit hin.
Medizinisches Cannabis boomt – und spaltet Politik, Fachverbände und Patienten. Seit der Teillegalisierung explodieren die Importe, Online-Rezepte machen den Zugang so einfach wie nie. Nun will die Bundesregierung nachschärfen. Polizei und Ärzte begrüßen die Pläne, Patienten und Branche warnen. Worum geht es bei der Debatte?
Moderne Therapien wie CAR-T-Zellen und Checkpoint-Inhibitoren haben die Behandlung bösartiger Lymphome revolutioniert. Doch oft kommt es zu Rückfällen: Tumorzellen entwickeln Resistenzen. Eine neue Übersichtsarbeit zeigt die vier zentralen Mechanismen auf – und welche innovativen Strategien in der Pipeline sind, um diese Hürden zu überwinden.
Schmerzmittel wie Diclofenac und Paracetamol gelten als sicher. Sie können aber den Eisenstoffwechsel von Leberkrebszellen beeinflussen und dadurch das Risiko für Anämien oder Eisenmangel bei Krebspatienten erhöhen. Was bedeutet das für die Therapie – und welche Alternativen gibt es?
Auch zum Jahresende veröffentlicht der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) zahlreiche neue Nutzenbewertungen. In diesem Monat liegt der Fokus auf Arzneimitteln, die ihre neuen Zulassungsgebiete in der Hämato-Onkologie sowie Gastro-Onkologie haben. Der G-BA ha geprüft, ob und in welchem Ausmaß ein Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen…
Der Einsatz von Protonenpumpenhemmer (PPI) ist bei Glioblastompatienten weit verbreitet – doch eine aktuelle Metaanalyse von 5 großen Studien legt nahe: bestimmte PPI können das Überleben signifikant verkürzen. Welche Wirkstoffe sind betroffen? Wie groß ist das Risiko? Und welche Alternativen kommen infrage?
Die Zahl der Krebssterbefälle in Deutschland geht seit 25 Jahren kontinuierlich zurück. Laut Robert Koch-Institut sank die altersstandardisierte Sterberate bei Männern um 31%, bei Frauen um 21%. Gründe sind verbesserte Therapien, Prävention und Früherkennung. Dennoch erkranken jährlich über eine halbe Million Menschen neu an Krebs.
Prinzessin Kate erinnert mit einer handgeschriebenen Botschaft im „Ever After Garden“ an Menschen, die an Krebs gestorben sind. Die Gedenkstätte mit 30.000 leuchtenden Rosen sammelt Spenden für Krebshilfe. Nach dem Update von König Charles zu seiner Therapie zeigt auch Kate erneut ihre Unterstützung für die Krebsprävention.
Fertigpizza, Snacks & Co. sind bequem – aber sie haben einen hohen Preis. Hochverarbeitete Lebensmittel steigern das Risiko für Übergewicht, Diabetes und Herzkrankheiten. Gleichzeitig belasten sie Umwelt und soziale Strukturen. Unternehmen machen damit Gewinn – doch Käufer riskieren ihre Gesundheit, warnen Experten.
Kribbeln und Taubheitsgefühle in den Händen sind schwere Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Jetzt wurde für eine lokal wirkende Creme ein klinischer Nutzen belegt: Die Formulierung schützt sensorische Nervenendigungen, kann die Häufigkeit und den Beginn dieser belastenden Symptome deutlich reduzieren und verbessert die Lebensqualität.
Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit sind fettleibig – Tendenz steigend. Die WHO sieht in GLP-1-Medikamenten eine Option, warnt aber vor falschen Hoffnungen: Ohne gesunde Ernährung und Bewegung bleibt die Spritze wirkungslos. Zudem sind Langzeitfolgen unklar und der Zugang für ärmere Länder kritisch.