Darmkrebs gilt als Erkrankung des höheren Alters – doch immer häufiger sind auch junge Erwachsene betroffen. Starkes Übergewicht, Typ‑2‑Diabetes und Störungen des Fettstoffwechsels könnten das Darmkrebsrisiko deutlich erhöhen. Besonders Stoffwechselerkrankungen in jungen Jahren rücken damit in den Fokus von Prävention und Früherkennung.
Sollte die Darmkrebs-Früherkennung künftig schon ab 45 statt ab 50 Jahren angeboten werden? Die USA haben hier vorgelegt. Jetzt hat auch das IQWiG im Auftrag des G-BA geprüft, ob eine Absenkung der Altersgrenze oder eine Anpassung der Koloskopie-Intervalle wissenschaftlich gerechtfertigt wäre – und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis. Eine eigens…
Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Krebsmedizin: KI-Modelle können das Überleben, das Metastasierungsrisiko und den Erfolg verschiedener Therapien bei Bauchspeicheldrüsenkrebs immer präziser vorhersagen . Damit könnten Tumorboards künftig gezieltere Entscheidungen treffen und Patienten von individuelleren Behandlungspfaden profitieren.
Bei Darmkrebs senken minimalinvasive Eingriffe das Risiko für Komplikationen und Sterblichkeit deutlich – gerade bei hochbetagten oder multimorbiden Patienten. Paradox: Ausgerechnet jene, die am meisten profitieren würden, erhalten diese schonendere OP-Form jedoch viel seltener.
Welche Screening-Methode bietet den effektivsten Schutz vor Darmkrebs – die Koloskopie oder der FIT-Stuhltest? Eine neue Modellierungsstudie liefert Antworten: Beide Verfahren senken das Risiko deutlich, doch die Kombination erzielt die stärksten Effekte.
Das Risiko für ein erneutes Auftreten von Darmpolypen wird bislang überwiegend anhand polypenspezifischer Merkmale bewertet. Doch auch demografische Faktoren wie Geschlecht, Alter, Adipositas oder familiäre Belastung beeinflussen das Rezidivrisiko entscheidend – und könnten zu präziseren, personalisierten Überwachungsstrategien führen.
Die Kombination aus Atezolizumab und der Standard-Chemotherapie könnte ein entscheidender Fortschritt in der Behandlung von Patienten mit dMMR-Darmkrebs im Stadium III sein. Die Immuntherapie reduziert das Risiko eines Krankheitsrückfalls oder Todes signifikant. Mit der Aufnahme in die NCCN-Leitlinien hat diese Strategie das Potenzial für einen …
Ein neu entdecktes Virus in einem bekannten Darmbakterium sorgt für Aufsehen in der Krebsforschung. Wissenschaftler fanden heraus, dass dieses Virus bei Darmkrebspatienten deutlich häufiger vorkommt als bei gesunden Menschen. Was bedeutet das für die Entstehung von Darmkrebs – und welche neuen Perspektiven ergeben sich für Diagnose und Prävention?
Es sind spannende Daten, die die US-amerikanische Mayo Clinic jetzt zur Behandlung des frühen Pankreaskarzinoms vorgelegt hat. Demnach ist es besser, der Operation eine neoadjuvante Chemotherapie vorzuschalten – auch wenn es sich um unkomplizierte Fälle handelt. Damit stehen die Studienergebnisse im Widerspruch zur gängigen Praxis und der aktuellen…
Adipositas erhöht nicht nur das Darmkrebsrisiko, sondern auch das Komplikationsrisiko rund um Operationen. Selbst in der kurzen Zeitspanne zwischen Diagnose und Eingriff können Betroffene effektiv Gewicht verlieren – sicher, machbar und mit positiven Effekten auf postoperative Beschwerden.
Antonie Deussen galt als austherapiert. Doch durch eine neuartige Holomedizin-Technologie wagten Ärzte im Pius-Hospital Oldenburg eine Operation, die zuvor unmöglich schien. Mit Augmented Reality machten sie Tumore sichtbar, die sonst verborgen geblieben wären – und schenkten der 79‑Jährigen eine zweite Chance auf Leben und einen lange erträumten…
Ein weiteres Bakterium in den Fokus der Krebsforschung: Streptococcus anginosus kann das Wachstum von Magenkarzinomen fördern – und das unabhängig vom bekannten Erreger Helicobacter pylori. Die von dem Bakterium ausgelöste Methionin-Freisetzung Tumoren antreibt und wie eine gezielte Blockade dieses Stoffwechselwegs neue Präventionsstrategien…
Ein neuer Cochrane Review stellt klar: Die tägliche Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS) schützt Menschen ohne erhöhtes Darmkrebsrisiko wahrscheinlich nicht vor der Erkrankung. Gleichzeitig steigt das Risiko schwerer Blutungen deutlich an. Die Forschenden raten daher dringend davon ab, ASS ohne medizinische Indikation zur Krebsprävention…
Die genetische Untersuchung von Darmpolypen kann entscheidende Hinweise auf erbliche Risiken liefern – besonders bei Menschen mit adenomatöser oder serratierter Polyposis. Jetzt entschlüsselte, frühe Mechanismen der Polypenbildung könnten den Weg zu präziseren Diagnosen und besseren Therapieentscheidungen öffnen.
Kann künstliche Intelligenz die Diagnostik von Bauchspeicheldrüsenkrebs verbessern? Ja sie kann, so das Ergebnis einer Studie aus den Niederlanden: Die PANORAMA-Studie schafft erstmals einen globalen Benchmark – und liefert starke Argumente für den Einsatz von KI in der Früherkennung eines Tumors, der bisher meist viel zu spät entdeckt wird.