Ein Krankenpfleger steht in einem Braunschweiger Krankenhaus neben einer Glastür mit der Aufschrift «Notaufnahme».
Hauke-Christian Dittrich/dpa

Alarmstufe Rot in KlinikenÜbergriffe in Krankenhäusern nehmen drastisch zu

Die Gewalt gegen Klinikpersonal steigt seit Jahren. Eine aktuelle Umfrage zeigt: 72% der Krankenhäuser in Niedersachsen melden mehr verbale und körperliche Übergriffe. Besonders Pflegekräfte und Notaufnahmen sind gefährdet. Kliniken reagieren mit Deeskalationstrainings, Sicherheitspersonal und Panikknöpfen – doch die Belastung bleibt hoch.

Illustration einer menschlichen Lunge in blauen Farbtönen, mit sichtbaren Bronchien und Gefäßen
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Mehr entdecken, früher handelnErweiterte Screening-Kriterien für Lungenkrebs

Das neue Früherkennungsprogramm für Lungenkrebs soll ab 2026 starten. Wer die Auswahl nicht nur nach Alter und Rauchhistorie trifft, sondern zusätzliche Risikofaktoren berücksichtigt, entdeckt fast 20% mehr Fälle – besonders bei Frauen. Das könnte die Sterblichkeit deutlich senken.

Glas-Tür mit der Aufschrift „Wartezimmer“, dahinter ein heller Raum mit Stühlen und einem Regal mit Broschüren – typisches Wartezimmer einer Arztpraxis.
Daniel Karmann/dpa

Tatort WartezimmerImmer mehr Übergriffe auf medizinisches Personal

Immer häufiger werden Ärztinnen, Ärzte und Praxisteams Opfer von Gewalt – verbal wie körperlich. Laut einer Umfrage des Deutschen Ärzteblatts berichten zwei Drittel der Befragten von Übergriffen im Berufsalltag. Besonders betroffen sind Wartebereiche und Notaufnahmen. Die Ärzteschaft fordert härtere Strafen und bessere Schutzmaßnahmen.

Mehrere Münzstapel, eine Hand legt zusätzliche Münzen darauf.
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„Gesunde Jahre gewinnen“Ärztepräsident will neue Abgabe für Zucker und Alkohol

Mehr Gesundheit, weniger Krankheiten: Ärztepräsident Klaus Reinhardt fordert eine Abgabe auf Zucker, Alkohol und Tabak. Die Einnahmen sollen zweckgebunden ins Gesundheitswesen fließen – für Prävention und bessere Versorgung. Beispiele aus Großbritannien zeigen: Eine Zuckersteuer kann wirken. Doch die Umsetzung erfordert politischen Mut.

Frische Ingwerwurzeln mit typischer hellbrauner Schale und knollenförmiger Struktur
Sven Hoppe/dpa

Heilkräfte der Knolle im RampenlichtIngwer wird Arzneipflanze des Jahres 2026

Ingwer ist nicht nur ein Küchenklassiker, sondern auch ein bewährtes Heilmittel. Dank seiner neu bewerteten gesundheitsfördernden Wirkung wurde die Knolle zur Arzneipflanze des Jahres 2026 gekürt. Sie hilft bei Reisekrankheit, Magen-Darm-Beschwerden, Erkältungssymptomen und sogar Gelenkschmerzen – doch Qualität und Dosierung sind entscheidend.

llustration einer Hand, die ein stilisiertes Uterus-Symbol hält, vor hellblauem Hintergrund.
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Mehr Chemo – weniger Lebensqualität?Gebärmutterhalskrebs: Zusätzliche Chemo verschlechtert kurzfristig das Wohlbefinden

Lebensqualität ist in der Krebsbehandlung von Gebärmutterhalskrebs im Frühstadium ein wichtiges Kriterium. Erstmals liegen nun Phase-III-Daten zur Strahlentherapie mit und ohne Chemotherapie vor. Demnach verschlechtert die Kombination beider Optionen das Wohlbefinden – kurzfristig, aber deutlich: Nach 7  Wochen sind die Unterschiede zur alleinigen…

Vier Personen sitzen nebeneinander auf Holzstühlen im Wartebereich einer Arztpraxis.
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Gesundheitsversorgung in DeutschlandFacharzttermine: Mangelware für GKV-Patienten?

Jeder vierte gesetzlich Versicherte wartet in Deutschland länger als 30 Tage auf einen Facharzttermin. Für viele ist das zu lang. Krankenkassen und Patientenvertreter fordern jetzt die Politik zum Handeln auf: Mehr digitale Angebote, flexible Öffnungszeiten und eine klare Termingarantie sollen die Versorgung verbessern.

Illustration einer menschlichen Blase eingebettet in eine stilisierte DNA-Doppelhelix auf dunklem Hintergrund.
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Mutagen und klonförderndWarum Männer und Raucher ein höheres Risiko für Blasenkrebs haben

Blasenkrebs entwickelt sich schleichend – und Männer sowie Raucher sind besonders gefährdet. Eine neue Studie zeigt, wie biologische Unterschiede und Tabakkonsum die Ausbreitung bestimmter mutierter Zellen im Blasengewebe beeinflussen. Die Erkenntnisse könnten künftig helfen, Risiken besser vorherzusagen und Früherkennung zu verbessern.
 

Getrocknete Sojabohnen, die aus einem umgestürzten Keramikgefäß auf ein braunes Tuch fallen
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Krebszellen werden zu harmlosen NervenzellenDiät verstärkt die Wirkung der DFMO-Therapie beim Neurolastom

Ein Forschungsteam der Universität Zürich hat eine innovative Therapie gegen Neuroblastome entwickelt: Die Kombination eines bewährten Medikaments mit einer gezielten Diät hemmt das Tumorwachstum und wird das Tumorwachstum gebremst und die Krebszellen zur Reifung in harmlose Nervenzellen angeregt. Ein enzymbasierter Ansatz soll die Diät künftig…

Illustration der Hautschichten mit einer roten Tumorformation, die sich in die Haut und das darunterliegende Gewebe ausbreitet, umgeben von Blutgefäßen und Nerven.
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Selten, aber prognoserelevantHautmetastasen bei Darmkrebs: Therapie steigert Überlebenschancen

Hautmetastasen bei Darmkrebs sind selten, aber prognostisch kritisch: Die mittlere Überlebenszeit liegt unter 6 Monaten. Eine gezielte Behandlung – ob operativ, mit Strahlen- oder Chemotherapie – kann die Überlebenschancen jedoch deutlich verbessern. Leitlinien fehlen, dennoch empfehlen Experten eine Therapie, sofern der Zustand des Patienten es…

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Welche Arzneimittel bieten einen Zusatznutzen?G-BA-Nutzenbewertungen aus dem Dezember 2025

Auch zum Jahresende veröffentlicht der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) zahlreiche neue Nutzenbewertungen. In diesem Monat liegt der Fokus auf Arzneimitteln, die ihre neuen Zulassungsgebiete in der Hämato-Onkologie sowie Gastro-Onkologie haben. Der G-BA ha geprüft, ob und in welchem Ausmaß ein Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen…