Gastrointestinale Tumorerkrankungen gehören sowohl zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland als auch zu den tödlichsten. So sterben aufgrund der noch immer sehr ungünstigen Prognose fast ebenso viele Menschen an Bauchspeicheldrüsenkrebs, wie daran erkranken. Der Bedarf an einer verbesserten Früherkennung von gastrointestinalen Tumoren sowie neuen Therapiestrategien ist daher hoch. Derzeit stehen vor allem die Wirksamkeit von Immuntherapien sowie der Einsatz einer neoadjuvanten Chemotherapie bei unterschiedlichen gastrointestinalen Tumoren im Mittelpunkt wissenschaftlicher Arbeiten.
 
Wichtige und aktuelle Informationen zu Therapiestrategien von Krebserkrankungen des Stoffwechsels sowie Verdauungstraktes finden Sie in unserer
Gastro-Community

somkanokwan/stock.adobe.com

Neue Hoffnung für PatientenHER2-Therapie wirkt bei Gallengangkrebs

Die HER2-gerichtete Therapie Zanidatamab zeigt in aktuellen Studiendaten ein bemerkenswertes, teils langanhaltendes Ansprechen bei Patienten und Patientinnen mit fortgeschrittenem, nicht operablem Gallengangkrebs. Die überzeugenden Ergebnisse führten zu einer beschleunigten FDA-Zulassung.

DNA-Molekül, das sich im Reagenzglas des Bluttestgeräts bildet.
Connect world/stock.adobe.com

Früherkennung per Liqueid BiopsyWie zuverlässig sind multianalytische Screening-Tests zur Detektion von Pankreaskarzinomen?

Pankreaskrebs wird häufig erst spät diagnostiziert – mit gravierenden Folgen für die Prognose. Neue multianalytische Screening-Tests auf Basis von Flüssigbiopsien wie beispielsweise der CancerSEEK-Test könnten das ändern: Sie erkennen Tumorsignale im Blut bereits bei asymptomatischen Patienten. Doch wie leistungsfähig ist dieser neue Test wirklich?

Ein Metalleimer mit zahlreichen Löchern, aus denen Wasser in alle Richtungen herausspritzt
constantinos/stock.adobe.com

Weg vom Gießkannenprinzip!Bauchspeicheldrüsenkrebs braucht Präzision – ein Apell zum Weltkrebstag

Das Pankreaskarzinom bleibt eine der tödlichsten Krebsarten. Anlässlich des Weltkrebstags fordert die DGVS ein Umdenken: weg vom unspezifischen Gießkannenprinzip, hin zu präzisen Präventionsstrategien für Menschen mit erhöhtem Risiko. Nur durch individuelle Risikoprofile und spezialisierte Überwachung kann die Erkrankung künftig früher erkannt und…

Sonnenstrahlen fallen durch frische grüne Blätter – Symbol für Hoffnung und Neubeginn.
sakura/stock.adobe.com

Rezidivrisiko unter 0,5%Darmkrebs: Wann kann man von Heilung sprechen?

Sechs Jahre nach einer Darmkrebsoperation liegt die Rezidivrate unter 0,5%. Ab diesem Zeitpunkt kann man  – das legen Daten einer großangelegten Analyse nahe – von Heilung sprechen. Das ist ein Meilenstein für die Kommunikation mit Betroffenen und die Nachsorgeplanung – unnötige Langzeitüberwachung könnte künftig reduziert werden.

Anatomy Insider/stock.adobe.com

Individualisierte BehandlungMini-Tumore weisen den Weg zur besseren Darmkrebs-Therapie

Rund 55.000 Menschen erkranken alleine in Deutschland jährlich neu an Darmkrebs. Zwar sind die Zahlen rückläufig und die Zahl darmkrebsbedingter Todesfälle ist in den vergangenen Jahren etwa aufgrund von Früherkennungsprogrammen zurückgegangen. Doch bei einer späten Diagnose ist die Behandlung von Darmkrebs noch immer herausfordernd.

Eine Person hält ein Tablet, auf dessen Bildschirm eine Ärztin in einem Videogespräch zu sehen ist.
M.Dörr & M.Frommherz/stock.adobe.com_posed by a model

Digitale Hilfe für KrebsüberlebendeTelemedizin: Online gegen die Angst vor dem Rezidiv

Die Angst vor einem Rezidiv belastet viele Krebsüberlebende – oft über Jahre. Schlafstörungen, Unruhe und verminderte Lebensqualität sind die Folge. Online-Interventionen können diese Furcht wirksam und nachhaltig reduzieren. Sechs digitale Module ersetzen lange Wartezeiten und bieten therapeutische Unterstützung direkt zu Hause.

Endoskopische Aufnahme eines großen, unregelmäßig geformten Tumors im Darm
Juan Gärtner/stock.adobe.com

Neuer Standard beim metastasierten kolorektalen Karzinom?Kombination aus Checkpoint-Inhibitor und gezielter Therapie verbessert Überleben

Ein neuartiger Wirkmechanismus verspricht unheilbar kranken Darmkrebspatienten ein längeres Leben. Im Mittelpunkt steht der experimentelle Tyrosinkinase-Inhibitor Zanzalintinib: Wird er mit dem Immun-Checkpoint-Inhibitor Atezolizumab kombiniert, verbessert dies das Überleben bei metastasiertem Darmkrebs deutlich – selbst in schwierigen Subgruppen.