Etwa 69.000 Frauen in Deutschland erkranken jährlich an Brustkrebs, ca. 1,2 % der Sterbefälle gehen auf das Mammakarzinom als Krebstodesursache zurück. Es bleibt damit weiterhin die häufigste bösartige Erkrankung der Frau. Das Zervixkarzinom ist das vierthäufigste Karzinom der Frau und das häufigste Malignom des weiblichen Genitaltraktes, gefolgt vom Ovarialkarzinom. Dieses ist nach Brustkrebs die am häufigsten tödlich verlaufende gynäkologische Krebsform. Das Endometriumkarzinom ist weltweit die 7. maligne Erkrankung der Frau.

Aktuelle und wichtige Informationen zu Präventionsmöglichkeiten, Risikofaktoren und Therapieaussichten von Malignomen der Brust und des Reproduktionstraktes finden Sie in unserer Thieme Gyn-Community!

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BrustkrebsWann sollten Patientinnen in die genetische Testung?

Bislang sind nicht alle Brustkrebs-Patientinnen für die genetische Testung zugelassen. Ist die Patientin postmenopausal, ohne familiäre Belastung oder Vorerkrankung,qualifiziert sie sich  in den USA beispielsweise nicht für die Testung. Aktuelle Richtlinien empfehlen erst dann eine durchgehende Testung, wenn die Gesamtprävalenz zwischen 2,5% und…

BRCA1/2-MutationErhebliche Unterschiede in der Therapie

Wie unterscheidet sich die Behandlung von Patientinnen mit genetischen Mutationen bei Brustkrebs? Erhalten beispielsweise jene mit BRCA1/2-Mutationen eine andere Therapie als jene ohne Mutation? Das wollten Alison Kurian und Kollegen in einer retrospektiven Kohortenstudie herausfinden.

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Hochdosierte ChemotherapieFür Risikopatienten auch auf lange Sicht sinnvoll

Mehrere Studien beschäftigten sich in den 90er Jahren mit den Effekten einer hochdosierten Chemotherapie. Das Ziel war dabei, eine möglichst hohe Wirkstoffdosis zur Krebsbekämpfung zu nutzen und damit das Risiko für Rezidive zu senken. Die meisten Patienten mussten nach erfolgreicher Behandlung jedoch eine hämatopoetische Stammzelltransplantation…

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OvulationszyklenMehr Zyklen – höheres Krebsrisiko

Ist das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken mit der Anzahl der Menstruationszyklen in einem Leben verbunden? Diese Frage stellten sich Britton Trabert und Kollegen und kamen zu einem eindeutigen Ergebnis.

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Keine Indizien für ÜbertragbarkeitBiomarker-Tests zur Entscheidung über Chemotherapie bei Brustkrebs

Nach einer Nutzenbewertung im Jahr 2016 und einem Addendum im Jahr 2018 hat sich das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erneut mit biomarkerbasierten Tests für Frauen mit primärem Brustkrebs befasst. Die Tests sollen Patientinnen identifizieren, die auf eine adjuvante Chemotherapie verzichten können, weil sie…

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Alltag und ErnährungGewichtsreduktion nach der Menopause verringert Krebsrisiko

Oftmals nehmen Frauen nach der Menopause an Körpergewicht zu. Die hormonelle Umstellung sorgt nämlich auch zu einer Umverteilung des Fettgewebes. Die Verbindung zwischen höherem Körpergewicht und Krebsrisiko gilt mittlerweile als gesichert. Doch senkt Abnehmen im Umkehrschluss das Risiko?

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Bestrahlungsfeld bei BrustkrebsStrategien zur Individualisierung

Bei Patientinnen mit geringem Rückfallrisiko kann nach brusterhaltender Operation laut aktueller Leitlinie auch eine Teilbrustbestrahlung statt der herkömmlichen Ganzbrustbestrahlung durchgeführt werden. Neue Daten zeigen, dass die Teilbrustbestrahlung auch als „normale Bestrahlung“ durch die Haut in Anschluss an die OP erfolgen kann. Vorteil: die…

Deutsche Krebsgesellschaft e.V.

KongressberichtRadiochemotherapie beim Vulva- und Vaginalkarzinom

Die Anzahl der Patientinnen unter 50 mit Vulvakarzinom ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Zudem ist eine Operation aufgrund der Lokalisation nicht immer möglich. Simone Marnitz führte bei ihrem Vortrag auf dem Deutschen Krebskongress durch die Möglichkeiten einer Radiochemotherapie bei Vulva- und Vaginalkarzinomen.

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Brustkrebs-OperationenBessere Ergebnisse bei höheren Fallzahlen

Gibt es bei komplexen Operationen einen Zusammenhang zwischen der Menge der je Krankenhaus bzw. je Ärzteteam erbrachten Leistung und der Qualität des Behandlungsergebnisses? Um diese Frage geht es in acht Prüfaufträgen zu Mindestmengen, die der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen…

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Triple-negativer BrustkrebsNeoadjuvante Chemotherapie erhöht Chance für Brusterhaltende OP

Jahrelang war die Rolle einer neoadjuvanten Chemotherapie klar: große Tumoren sollten soweit verkleinert werden, bis der Patient operabel wird. Doch bei Brustkrebs bietet sich seit einiger Zeit auch eine zweite Anwendungsmöglichkeit an. So können Patientinnen nach einer neoadjuvanten Chemotherapie brusterhaltend operiert werden und müssen sich…

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In-vitro-FertilisationKrebsrisiko bei Kryokonservierung erhöht

Immer fortschrittlicher werden die Möglichkeiten, die Fruchtbarkeit zu steigern. Von Hormonpräparaten über direkte Spermieninjektion in die Eizelle, bis hin zur In-vitro-Fertilisation zuvor eingefrorener Eizellen. Doch hat dies Auswirkungen auf die spätere Gesundheit des Kindes? Dänische Forscher sind der Frage nachgegangen und kamen zu einem…

Deutsche Krebsgesellschaft e.V.

KongressberichtImmunonkologie in der Systemtherapie des Mammakarzinoms

Immunonkologie ist nichts neues. Bereits im frühen 20. Jahrhundert versuchte William Coley Menschen von Tumoren zu heilen, indem er ihnen direkt Krankheitserreger in den Tumor spritzte. Bei Weichteilsarkomen erreichte der New Yorker Wissenschaftler dabei immerhin eine Heilungsrate von knapp 10%. Mittlerweile hat die Immunonkologie aber erhebliche…

Deutsche Krebsgesellschaft e.V.

KongressberichtChirurgen operieren konservativer

Auch in Sachen Chirurgie hat sich bei der Therapiedeeskalation des Mammakarzinoms einiges getan. Wo jahrelang die Mastektomie das Mittel der Wahl gewesen ist, stehen auch hier mittlerweile viele Möglichkeiten zur Verfügung. Professor Klaus Brunnert führte in seinem Vortrag auf dem Deutschen Krebskongress durch verschiedene Möglichkeiten und…