Etwa 69.000 Frauen in Deutschland erkranken jährlich an Brustkrebs, ca. 1,2 % der Sterbefälle gehen auf das Mammakarzinom als Krebstodesursache zurück. Es bleibt damit weiterhin die häufigste bösartige Erkrankung der Frau. Das Zervixkarzinom ist das vierthäufigste Karzinom der Frau und das häufigste Malignom des weiblichen Genitaltraktes, gefolgt vom Ovarialkarzinom. Dieses ist nach Brustkrebs die am häufigsten tödlich verlaufende gynäkologische Krebsform. Das Endometriumkarzinom ist weltweit die 7. maligne Erkrankung der Frau.

Aktuelle und wichtige Informationen zu Präventionsmöglichkeiten, Risikofaktoren und Therapieaussichten von Malignomen der Brust und des Reproduktionstraktes finden Sie in unserer Thieme Gyn-Community!

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Welche Arzneimittel bieten einen Zusatznutzen?G-BA-Nutzenbewertungen aus dem April 2026

Nicht immer bietet ein zugelassenes Medikament bzw. ein neuer Wirkstoff auch einen Vorteil gegenüber dem bisherigen Therapiestandard. Daher hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) seit 2011 die Aufgabe, nach Markteintritt von neu zugelassenen Arzneimitteln eine Nutzenbewertung durchzuführen. Er prüft, ob und in welchem Ausmaß ein Zusatznutzen…

Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI): ein einzelnes Spermium wird direkt in eine Eizelle injiziert.
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Keine generelle EntwarnungKinderwunschbehandlung: Wie hoch ist das Krebsrisiko wirklich?

Steigt das Krebsrisiko für Frauen nach einer Kinderwunschbehandlung – oder nicht? Eine große Studie mit über 417.000 Betroffenen liefert jetzt differenzierte Antworten: Während das Gesamtrisiko nicht über dem der Allgemeinbevölkerung liegt, zeigen sich bei einzelnen Tumorarten Auffälligkeiten. Die Studienautoren plädieren daher für ein…

Ein Globus liegt auf einer Weltkarte, zu sehen ist der afrikanische Kontinent, umgeben von verschiedenfarbigen Spielfiguren,
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Versorgungslücke wird immer deutlicherMammakarzinom weltweit: die globale Last wächst

Brustkrebs bleibt weltweit eine der größten Gesundheitsbelastungen – trotz medizinischer Fortschritte. Die neuesten Schätzungen zeigen ein weiterhin dynamisches Wachstum der Fallzahlen und zugleich eine Entwicklung, die seit Jahrzehnten sichtbar wird: Während wohlhabende Länder mit sinkender Sterblichkeit profitieren, steigen Inzidenz und…

Monitor mit zwei Mammografieaufnahmen, auf die eine Person mit einer Hand deutet; die Aufnahmen zeigen unterschiedliche Gewebestrukturen der Brust.
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Vermeidbare RisikenSechs Faktoren prägen das Brustkrebssterberisiko

Mehr als ein Viertel der durch Brustkrebs verlorenen gesunden Lebensjahre geht auf vermeidbare Risikofaktoren zurück – etwa Ernährung, Rauchen, Alkohol oder wenig Bewegung. Wie stark ein gesunder Lebensstil das individuelle Risiko beeinflussen kann, offenbart eine aktuelle Veröffentlichung in Lancet Oncoloy. Zudem wagen die Autoren einen Blick auf…

Eine schwarz-weiße Hauskatze liegt ausgestreckt auf einem glatten Boden
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Überraschende ParallelenMit Katzen Krebs erklären: Neue Wege in der Brustkrebsforschung

Eine umfassende genetische Analyse von Katzentumoren zeigt überraschende Parallelen zu menschlichem Krebs – insbesondere zum Brustkrebs. Forscher erhoffen sich aus den Erkenntnissen Möglichkeiten für präzisere Diagnose- und Therapieansätze beim Menschen generieren zu können. Werden Hauskatzen so zum Schlüssel für zukünftige Behandlungsstrategien?
 

Medizinische Leitlinien. Arzt mit Stethoskop im Fokus. Icons und Text auf einem digitalen Interface. Medizinische Technologie
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S3‑Leitlinie Brustkrebs aktualisiertMehr Präzision, weniger Eingriffe, individuellere Therapien

Die aktualisierte S3‑Leitlinie zum Mammakarzinom setzt neue Maßstäbe in der Brustkrebsversorgung: von weiterentwickelter Früherkennung und genetischer Beratung über deeskalierte operative Verfahren bis hin zu innovativen, personalisierten medikamentösen Therapien. Ziel ist eine wirksamere, schonendere und stärker auf das individuelle Tumorprofil…

Arzt impft junge Frau gegen HPV zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs.
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HPV-ImpfungLässt sich Gebärmutterhalskrebs durch Herdenimmunität stoppen?

Eine hohe HPV-Impfquote schützt nicht nur Geimpfte, sondern auch Ungeimpfte – dank Herdenimmunität. So sinkt die Zahl positiver Zervixabstriche deutlich, wenn viele geimpft sind. Kann die HPV-Impfung langfristig zur Ausrottung von Gebärmutterhalskrebs führen?

Rotes Zickzack-Pfeildiagramm, das nach unten zeigt – Symbol für sinkende Zahlen oder Rückgang
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RKI-BerichtKrebssterblichkeit sinkt deutlich – Fortschritte bei Therapie und Prävention

Die Zahl der Krebssterbefälle in Deutschland geht seit 25 Jahren kontinuierlich zurück. Laut Robert Koch-Institut sank die altersstandardisierte Sterberate bei Männern um 31%, bei Frauen um 21%. Gründe sind verbesserte Therapien, Prävention und Früherkennung. Dennoch erkranken jährlich über eine halbe Million Menschen neu an Krebs.