Was wollen ältere Patienten mit fortgeschrittenem Krebs? Welche Wünsche haben sie? Was ist ihnen wichtiger: die Aufrechterhaltung der Lebensqualität oder die Verlängerung des Überlebens?
Periphere Neuropathien unter Taxan-Therapie betreffen bis zu 70% der Behandelten – wirksame Präventionsstrategien fehlen. Ein einfaches Risikomodell auf Basis von 5 klinischen Faktoren könnte künftig helfen, besonders gefährdete Patienten bereits vor Therapiebeginn zu identifizieren. Zwischen der niedrigsten und der höchsten Risikogruppe lag die…
Darmkrebs gilt als Erkrankung des höheren Alters – doch immer häufiger sind auch junge Erwachsene betroffen. Starkes Übergewicht, Typ‑2‑Diabetes und Störungen des Fettstoffwechsels könnten das Darmkrebsrisiko deutlich erhöhen. Besonders Stoffwechselerkrankungen in jungen Jahren rücken damit in den Fokus von Prävention und Früherkennung.
Nicht jede pflanzenbetonte Ernährung wirkt gleich auf das Krebsrisiko. Während manche Ernährungsformen schützen, können andere Risiken sogar erhöhen. Diesen Schluss lässt eine der bislang größten Analysen weltweit – mit über 1,8 Millionen Menschen aus 9 Studien – zu. Einige Ergebnisse sind durchaus überraschend.
Ein neuartiges Antikörper-Wirkstoff-Konjugat sorgt in der CADENZA-Studie für Aufsehen: Bei Patienten mit der seltenen, aggressiven Blutkrebserkrankung BPDCN erreichte Pivekimab Sunirin hohe Ansprechraten und lang anhaltende Remissionen – besonders bei de-novo Erkrankten. Die Daten lassen auf einen möglichen neuen Standard in der Erstlinientherapie…
Rund um Abtreibungen und Fehlgeburten kursieren viele Mythen – einer davon betrifft ein angeblich erhöhtes Brustkrebsrisiko. Eine neue große Registerstudie aus Finnland liefert nun klare Erkenntnisse: Weder induzierte Abtreibungen noch Fehlgeburten steigern das Risiko für Brustkrebs. Auch Anzahl oder Zeitpunkt spielen dabei keine Rolle.
Stromazellen im Lymphknoten steuern über Botenstoffe die räumliche Organisation von Immunzellen. Bei aggressiven B-Zell-Lymphomen wie dem DLBCL gerät dieses System aus dem Gleichgewicht: Ein entzündlicher Rückkopplungsmechanismus programmiert die Stromazellen um – strukturgebende Chemokine gehen verloren, entzündliche Signale dominieren. Die…
Checkpoint-Inhibitoren erzielen beim epithelialen Ovarialkarzinom Ansprechraten von nur 10–15 %. Eine zentrale Ursache liegt offenbar im Fettstoffwechsel omentaler Metastasen: Tumorassoziierte Makrophagen nehmen dort große Mengen Lipide auf, geraten unter oxidativen Stress und unterdrücken die Immunantwort. Durch pharmakologische Blockade des…
Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Krebsmedizin: KI-Modelle können das Überleben, das Metastasierungsrisiko und den Erfolg verschiedener Therapien bei Bauchspeicheldrüsenkrebs immer präziser vorhersagen . Damit könnten Tumorboards künftig gezieltere Entscheidungen treffen und Patienten von individuelleren Behandlungspfaden profitieren.
Deutschland hat in den vergangenen Jahren Fortschritte bei der Senkung vermeidbarer Todesfälle erzielt – doch im westeuropäischen Vergleich bleibt der Abstand groß. Während Länder wie die Schweiz deutlich besser abschneiden, verharrt Deutschland vielfach im Mittelfeld. Besonders regionale Unterschiede offenbaren erheblichen Handlungsbedarf bei…
Immuntherapien verbessern die Behandlung des fortgeschrittenen Melanoms erheblich, können aber schwere Nebenwirkungen auslösen. Bereits vor Beginn der Therapie vorhandene Autoantikörper im Blut könnten helfen, das individuelle Risiko für Nebenwirkungen präzise vorherzusagen – und die Therapie sicherer und gezielter zu gestalten.
Steigt das Krebsrisiko für Frauen nach einer Kinderwunschbehandlung – oder nicht? Eine große Studie mit über 417.000 Betroffenen liefert jetzt differenzierte Antworten: Während das Gesamtrisiko nicht über dem der Allgemeinbevölkerung liegt, zeigen sich bei einzelnen Tumorarten Auffälligkeiten. Die Studienautoren plädieren daher für ein…
Das Progesteron-Derivat Megestrol bremst in niedriger Dosis nicht nur Hitzewallungen, sondern auch das Wachstum von Östrogenrezeptor positivem Brustkrebs. Die Kombination mit Letrozol führte in einer klinischen Studie zu einer deutlichen Reduktion der Tumorproliferation – schon mit nur einem Viertel der bisherigen Standarddosis.
Welche Screening-Methode bietet den effektivsten Schutz vor Darmkrebs – die Koloskopie oder der FIT-Stuhltest? Eine neue Modellierungsstudie liefert Antworten: Beide Verfahren senken das Risiko deutlich, doch die Kombination erzielt die stärksten Effekte.
Das Risiko für ein erneutes Auftreten von Darmpolypen wird bislang überwiegend anhand polypenspezifischer Merkmale bewertet. Doch auch demografische Faktoren wie Geschlecht, Alter, Adipositas oder familiäre Belastung beeinflussen das Rezidivrisiko entscheidend – und könnten zu präziseren, personalisierten Überwachungsstrategien führen.