Immer mehr spricht dafür, dass die innere Uhr darüber mitentscheidet, wie gut Immun-Checkpoint-Inhibitoren wie Pembrolizumab, Nivolumab & Co. wirken. Wer seine Immuntherapie früh am Tag erhält, lebt deutlich länger – und bleibt länger progressionsfrei. Besonders ausgeprägt fällt der Effekt beim Lungen-, Magen-, Nieren- und biliären Karzinom aus.…
Immuncheckpoint‑Inhibitoren sind Standard in der Erstlinie des fortgeschrittenen HER2‑negativen Magenkarzinoms – die optimale Erhaltungsstrategie bleibt jedoch unklar. Eine randomisierte Phase‑III‑Studie zeigt nun: Camrelizumab plus CAPOX mit anschließender Camrelizumab basierter Erhaltung verlängert das Gesamtüberleben gegenüber CAPOX allein,…
Venöse Thromboembolien zählen ebenso zu den gefürchteten Komplikationen bei aktiven Tumorerkrankungen wie schwere Blutungen unter einer prophylaktischen Antikoagulation. Eine differenzierte Risikoeinschätzung ist daher essenziell, mit gängigen Scores allein aber oft schwierig. Eine aktuelle Post-hoc-Analyse der AVERT-Studie liefert nun Hinweise,…
Einen auffälligen Stuhltest darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen: Verzichten Menschen nach einem positivem Befund auf die empfohlene Darmspiegelung, tragen sie ein deutlich erhöhtes Darmkrebsrisiko. Besonders diese bislang unterschätzte Hochrisikogruppe rückt dabei in den Fokus. Die Ergebnisse unterstreichen, wie entscheidend konsequente…
Mehr Bewegung, weniger Zucker, ausreichend Schlaf – die Empfehlungen für einen gesunden Lebenstil sind bekannt, die Umsetzung scheitert trotzdem reihenweise. Das ist keine Frage mangelnder Disziplin, sondern Ergebnis eines neurobiologischen Konflikts zwischen evolutionär altem Belohnungssystem und präfrontaler Kontrolle. Eine aktuelle Arbeit…
Ein erstmaliger Krampfanfall jenseits des Kindesalters ist nicht selten der erste sichtbare Vorbote eines bislang unentdeckten Tumors. Im ersten Jahr nach dem Indexereignis schnellt das Risiko für Hirntumoren um ein Vielfaches in die Höhe – und auch nicht neurologische Malignome treten deutlich häufiger zutage als erwartet. Selbst nach 20 Jahren…
Etwa ein Drittel aller diffus großzelligen B-Zell-Lymphome (DLBCL) zeigt eine Koexpression der Onkoproteine MYC und BCL2 – und damit eine besonders schlechte Prognose unter der Standard-Immunchemotherapie R-CHOP. Eine Ergänzung des Regimes um den oralen Histon-Deacetylase-Inhibitor Tucidinostat könnte dieses therapeutische Dilemma entschärfen: In…
Die Koloskopie senkt das Darmkrebsrisiko – doch gilt dieser Nutzen auch für ältere Menschen mit Vorerkrankungen? Bei über 75-Jährigen mit früher entdeckten Adenomen scheint das Risiko, an anderen Ursachen zu versterben, deutlich höher zu sein als das Darmkrebsrisiko, so aktuelle Studienergebnisse. Das lenkt den Blick auf eine Neubewertung der…
Die robotergestützte Ösophagektomie ist bei resektablem Ösophaguskarzinom der konventionellen thorakoskopischen Technik mindestens ebenbürtig. In der randomisierten Phase‑III‑Studie RAMIE zeigte sich sogar ein möglicher Vorteil im 5‑Jahres-Gesamtüberleben – bei vergleichbarem Komplikationsprofil. Ergebnisse stärken die Rolle der Robotik in der…
Darmkrebs trifft sozial benachteiligte Menschen besonders hart: Wer in ärmeren Wohngegenden lebt, erkrankt nicht nur häufiger, sondern stirbt auch öfter an der Krankheit. Dabei sind mehrere Faktoren entscheidend – vom Krankheitsstadium über den Verzicht auf Operationen bis hin zur Krankenversicherung.
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Depressionen, Angststörungen oder bipolare Erkrankungen sind bei Krebspatienten keine Randerscheinung – sie können die Lebenserwartung erheblich beeinflussen. Tritt eine psychische Erkrankung kurz nach der Krebsdiagnose erstmals auf, steigt das Sterberisiko in den folgenden Jahren signifikant. Frühzeitige Hilfe ist entscheidend.
Pestizide schützen Ernten – doch für Menschen können sie gefährlich werden. Es sind wohl nicht einzelne Wirkstoffe, sondern komplexe Pestizidgemische, die das Krebsrisiko erheblich steigern. Besonders betroffen sind landwirtschaftliche Regionen und indigene Gemeinschaften. Die Ergebnisse stellen bisherige Annahmen zur Sicherheit vieler Pestizide…
Patientinnen und Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie erkranken doppelt so häufig an Hautkrebs wie vergleichbare Personen ohne CLL. Vor allem Basalzell- und Plattenepithelkarzinome treten deutlich häufiger auf. Auch das Risiko für hautkrebsspezifische Metastasen und Todesfälle ist erhöht, bleibt aber – absolut betrachtet – angesichts…
Beim Rezidiv eines platinresistenten Ovarialkarzinoms gelang eine langfristige Krankheitskontrolle bislang nur selten. Die Phase-III-Studie ENGOT-ov65/KEYNOTE-B96 zeigt nun erstmals einen signifikanten Überlebensvorteil durch die Kombination von Pembrolizumab mit wöchentlichem Paclitaxel. In der Gesamtpopulation stieg das mediane Gesamtüberleben…
Leben in der Nähe von Atomkraftwerken könnte tödlicher sein als angenommen: Eine umfassende US‑Studie zeigt erhöhte Krebssterblichkeit in umliegenden Regionen – selbst nach Berücksichtigung zahlreicher Risikofaktoren. Die Ergebnisse werfen neue Fragen zur Sicherheit der Kernenergie auf, gerade in Zeiten ihrer klimapolitischen Renaissance.