Leere Wein- und Sektflaschen stehen in einer Kiste
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WHO fordert KurswandelEuropas Alkoholkultur fördert Krebs – Politik muss handeln

Nirgendwo wird so viel Alkohol konsumiert wie in der EU. Ein neuer WHO-Bericht dokumentiert die Folgen, demnach versuracht Alkohol zehntausende Krebsfälle. Konsequenterweise fordert die WHO politische Maßnahmen wie höhere Steuern, Werbeverbote und strengere Verkaufsregeln. Jetzt ist entschlossenes Handeln gefragt.

Blister mit Medikamenten, unter anderem Antibiotik
Monika Skolimowska/dpa

Weltweite ResistenzkriseAntibiotika am Limit: steigende Resistenzraten

Die WHO warnt: Immer mehr bakterielle Infektionen sind gegen gängige Antibiotika resistent; die dramatischen Folgen für die globale Gesundheit sind oft beschrieben. Neuen Daten zufolge nimmt die Resistenz rasant zunimmt und variiert regional stark. Die moderne Medizin steht vor einer ihrer größten Herausforderungen.

Taste "Leitlinien" auf einer Computertastatur
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Neue S3-LeitlinieDarmkrebs: Früher erkennen, gezielter behandeln, Organe erhalten

Die S3-Leitlinie zum kolorektalen Karzinom wurde kürzlich umfassend überarbeitet. Im Fokus stehen Früherkennung, genetische Diagnostik, neue Therapiestrategien und der Organerhalt beim Rektumkarzinom. Die Empfehlungen sollen die Versorgung verbessern und insbesondere erblich bedingte Tumoren frühzeitig identifizieren helfen.

Mitochondrien, membranumschlossene Zellorganellen, die Energie produzieren
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Krebszellen lieben es sauerAzidose treibt das Tumorwachstum an

Die saure Umgebung im Tumor ist kein Nebenprodukt, sondern ein zentraler Überlebensfaktor für Krebszellen. Azidose verändert den Energiestoffwechsel, macht Tumorzellen widerstandsfähiger und ist damit ein möglicher neuer Ansatzpunkt für Therapien.

Eine Frau trinkt Tee und hält ein Taschentuch in ihrer Hand.
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Krank? Erst ab Tag 4 zum Arzt!Krankschreibung: Kassenärzte fordern Reform

Mehr Eigenverantwortung, weniger Bürokratie: Kassenärzte-Chef Andreas Gassen will die Krankschreibungspflicht erst ab dem 4. Krankheitstag. Das soll Millionen Arztbesuche einsparen und das Gesundheitssystem entlasten. Doch Arbeitgeber und Politik stellen sich quer und warnen vor Missbrauch und Mehrkosten.

Geschlechtersymbole - weiblich und männlich
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Die Evolution der LebensspanneWarum leben Frauen länger als Männer?

Frauen leben weltweit länger als Männer – ein Muster, das sich bei fast drei Vierteln der Säugetiere, weniger jedoch bei Vögeln zeigt. Die Ursachen liegen tief in der Evolution und reichen von genetischen Unterschieden bis zu Paarungsstrategien und elterlicher Fürsorge. Umwelteinflüsse dagegen scheinen weniger wichtig zu sein.

Chirurgisches Team bei einer komplexen Operation
Jan-Peter Kasper/dpa-Zentralbild/dpa

Medizinischer MeilensteinErstmals Schweineleber in lebendem Menschen transplantiert

Weltpremiere in China: Eine gentechnisch veränderte Schweineleber wurde einem 71-jährigen Patienten eingesetzt – und funktionierte zeitweise. Der Fall zeigt das Potenzial der Xenotransplantation, offenbart aber auch medizinische und ethische Herausforderungen. Ist das der Weg aus dem Organmangel?