Kann eine Herzinsuffizienztherapie die Lebensqualität von Krebspatienten im Endstadium verbessern? Eine Studie aus Deutschland kommt zu einer differenzierten Antwort: Zwar wurde der primäre Endpunkt verfehlt, doch es zeigen sich positive Effekte bei Überlebenden.
Nirgendwo wird so viel Alkohol konsumiert wie in der EU. Ein neuer WHO-Bericht dokumentiert die Folgen, demnach versuracht Alkohol zehntausende Krebsfälle. Konsequenterweise fordert die WHO politische Maßnahmen wie höhere Steuern, Werbeverbote und strengere Verkaufsregeln. Jetzt ist entschlossenes Handeln gefragt.
Die gesetzliche Regelung erlaubt Arbeitgebern, ab dem 1. Krankheitstag ein Attest zu verlangen – doch das könnte sich ändern. Gesundheitsministerin Nina Warken zeigt sich offen für eine Reform, die Arztpraxen entlasten und Eigenverantwortung stärken soll. Der Vorstoß des KBV-Chefs Andreas Gassen bringt Bewegung in die Debatte.
Die WHO warnt: Immer mehr bakterielle Infektionen sind gegen gängige Antibiotika resistent; die dramatischen Folgen für die globale Gesundheit sind oft beschrieben. Neuen Daten zufolge nimmt die Resistenz rasant zunimmt und variiert regional stark. Die moderne Medizin steht vor einer ihrer größten Herausforderungen.
Die S3-Leitlinie zum kolorektalen Karzinom wurde kürzlich umfassend überarbeitet. Im Fokus stehen Früherkennung, genetische Diagnostik, neue Therapiestrategien und der Organerhalt beim Rektumkarzinom. Die Empfehlungen sollen die Versorgung verbessern und insbesondere erblich bedingte Tumoren frühzeitig identifizieren helfen.
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall – viele Krebspatienten leiden unter Magen-Darm-Beschwerden. Eine neue Meta-Analyse zeigt jetzt, welche Ernährungskonzepte wirklich helfen. Besonders wirksam sind demnach Probiotika, Glutamin, Omega-3 – und Ingwer. Einige Nahrungsergänzungsmittel zeigen dagegen – anders als vermutet – keinerlei Effekt.
Joe Biden, Ex-Präsident der USA, lässt sich wegen einer fortgeschrittenen Form von Prostatakrebs mit Strahlen- und Hormontherapie behandeln. Die Diagnose wurde bereits im Mai öffentlich. Bidens Gesundheitszustand hatte zuletzt auch seine politische Zukunft beeinflusst: Er trat nicht mehr zur Wahl an.
Die saure Umgebung im Tumor ist kein Nebenprodukt, sondern ein zentraler Überlebensfaktor für Krebszellen. Azidose verändert den Energiestoffwechsel, macht Tumorzellen widerstandsfähiger und ist damit ein möglicher neuer Ansatzpunkt für Therapien.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung will die Krankschreibungspflicht lockern – erst ab dem 4. Krankheitstag soll ein Arztbesuch nötig sein. Doch die Arbeitgeberverbände lehnen den Vorschlag ab: Sie fürchten Mehrkosten, Missbrauch und eine Verschärfung bestehender Probleme im Gesundheitssystem.
Mehr Eigenverantwortung, weniger Bürokratie: Kassenärzte-Chef Andreas Gassen will die Krankschreibungspflicht erst ab dem 4. Krankheitstag. Das soll Millionen Arztbesuche einsparen und das Gesundheitssystem entlasten. Doch Arbeitgeber und Politik stellen sich quer und warnen vor Missbrauch und Mehrkosten.
Ein Magenbypass schützt offenbar nicht nur vor Adipositas-Folgen, sondern auch vor Darmkrebs und Metastasen – und dies interessanterweise unabhängig vom Gewichtsverlust. Entscheidend scheint die veränderte Zusammensetzung der Gallensäuren, die das Tumorwachstum beeinflussen kann.
Frauen leben weltweit länger als Männer – ein Muster, das sich bei fast drei Vierteln der Säugetiere, weniger jedoch bei Vögeln zeigt. Die Ursachen liegen tief in der Evolution und reichen von genetischen Unterschieden bis zu Paarungsstrategien und elterlicher Fürsorge. Umwelteinflüsse dagegen scheinen weniger wichtig zu sein.
Weltpremiere in China: Eine gentechnisch veränderte Schweineleber wurde einem 71-jährigen Patienten eingesetzt – und funktionierte zeitweise. Der Fall zeigt das Potenzial der Xenotransplantation, offenbart aber auch medizinische und ethische Herausforderungen. Ist das der Weg aus dem Organmangel?
Moderne Krebstherapien wie Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) zeigen starke Effekte gegen Tumoren – doch sie können das Auge massiv schädigen. Hornhautveränderungen, Sehverlust und Therapieabbrüche sind möglich. Augenärztliche Kontrollen sind entscheidend, doch flächendeckende Versorgungsstrukturen fehlen bislang.
Weltweit sinkt der Anteil der Raucher – ein Erfolg jahrzehntelanger Präventionsarbeit. Doch die WHO warnt: E-Zigaretten könnten diesen Fortschritt gefährden. Besonders Jugendliche greifen zunehmend zur Vape, die als harmlos gilt, aber neue Nikotinsüchte auslöst. Europa hinkt beim Rückgang hinterher – vor allem bei Frauen.